Rüthi unter den Erwartungen

Der siebte Rang in der Saison 2014/15 entspricht nicht den Ansprüchen des FC Rüthi. Bedenklich sind mehr als 20 Punkte Rückstand auf die Spitze.

Mäx Hasler
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FC RÜTHI. Eines muss man den Rüthnern lassen, sie spielten konstant: Sie sind nämlich 22 Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt – aber auch 21 Punkte vom Platz, der zum Aufstieg gereicht hätte. Auch die Bilanz ist mit acht Siegen und je sieben Unentschieden und Niederlagen mehr oder weniger ausgeglichen.

Auffällige Niederlagen

Bei den Niederlagen gibt es ein paar Einträge, die auffallen: Zwei hohe Niederlagen gegen Appenzell müssten nicht sein. Die Tiefpunkte waren aber die beiden Heimpleiten gegen Scintilla und Grabs. Die zwei Unentschieden gegen Aufsteiger Au-Berneck sind höchstens ein schwacher Trost. Der Palmarès reicht jedenfalls nicht, um Rüthi als «Barcelona der 3. Liga» zu bezeichnen. Mit einer besseren Einstellung der Spieler wären sicher etwa 15 Punkte mehr dringelegen.

Zu denken geben die 21 Punkte Rückstand auf den Gruppensieger. Ein Grund dafür ist sicher der verletzungsbedingte Ausfall von Allgäuer und Hobel, die mehrere Spiele nicht zur Verfügung standen. Trainer «Celli» Lüchinger, der über das Abschneiden seiner Mannschaft sehr enttäuscht ist, erklärt es so: «Wir spielten zu wenig konstant und hatten zudem zu viele verletzte Spieler. So konnten wir praktisch nie mit derselben Elf spielen.»

Auch einige Spieler kommen beim Trainer nicht gut weg, ohne dass er Namen nennt. «Ein Spiel zu gewinnen, ist oft eine Kopfsache. Einige Spieler konnten und wollten nicht mehr. Es gibt solche, denen es egal ist, ob man Vierter oder Achter wird.»

Wer den umgänglichen Trainer kennt, weiss, dass es mit seinen Aussagen nicht getan ist. «Wir werden die Saison genau analysieren und die Lehren daraus ziehen. Es wird sich einiges ändern. Wir müssen wieder enger zusammenrücken.»

Verstärkungen sind nötig

An Arbeit wird es den Trainern Lüchinger und Thurnheer nicht mangeln. Abwehrchef Schneider wird fehlen. Und auch die Laufmaschinen Alexander Büchel und Berisha gilt es zu ersetzen. Zwar drängen einige junge Spieler ins Team, ob diese aber Führungs- und Goalgetterqualitäten haben, wird sich erst zeigen. Ohne Verstärkungen wird auf dem Rheinblick wohl auch nächste Saison nicht oft gefeiert.