Rüthi überwintert im Cup

Im Cup-Achtelfinal siegen die maximal effizienten Rheintaler gegen 2.-Ligist Rorschach 2:1 (1:1).

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Die ersten sieben Minuten waren ein gepflegte Mittelfeldgeplänkel ohne Foul. Der erste Pfiff des ausgezeichneten Schiedsrichters, der vor der Pause nur zehn Fouls ahndete, bedeutete einen Freistoss aus 25 Metern für die Gäste. Von Bosshardt halbrechts vor dem Tor getreten, wurde es der erste Torschuss – und das erste Tor. Der Schuss war nicht besonders scharf, aber sehr gefühlvoll ins Lattenkreuz gezirkelt.

Nach der Rorschacher Führung entwickelte sich ein ansehnliches Spiel, dem aber die Torszenen etwas abgingen. Die einzige grosse Chance aus dem Spiel heraus hatte vor der Pause Rorschach: Rüthis Moosbrugger schlug über den Ball, Rorschachs Vujinovic hatte alle Zeit, den Ball zu büscheln – und setzte ihn überlegt und gezielt an den Pfosten.

Zwei Freistösse aus 25 m führten zum Pausenstand

Ein Klassenunterschied war nicht zu erkennen, Rorschach hatte allenfalls leichte Vorteile. Aber auch Rüthi besass nach Standards durchaus Möglichkeiten, den Ausgleich zu erzielen. Etwa in der 18. Minute, als eine schön aufs Tor gezogene Freistossflanke von Sönmez an allen vorbeiflog – und fast auch am Rorschacher Goalie Rohner, der den Ball aber gerade noch um den Pfosten lenken konnte. Erfolgreich war dagegen Jérôme Lüchinger nach 40 Minuten – natürlich mit einem Freistoss. Wieder aus 25 Metern, diesmal aber von halblinks, war Lüchingers Tor eine Kopie des Rorschacher Treffers.

Nach der Pause waren die Gäste bis zur 70. Minute feldüberlegen, aber ohne je gefährlich zu werden. Rüthi war sehr gut organisiert und liess nach der Pause nur vier Rorschacher Torschüsse zu. In der Offensive waren die Rheintaler aber nahezu inexistent – bis zur 85. Minute. Erneut war es Jérôme Lüchinger, der aus 30 Metern abzog. Der irre scharfe Schuss flatterte, das Geschoss war für den sich streckenden Keeper Rohner schlicht nicht festzuhalten. Er konnte den Ball aber ablenken, zu seinem Pech allerdings genau vor die Füsse von Bernhard Allgäuer. Der Rüthner Topskorer nahm die Einladung zum Siegtor gerne an.

Die Rüthner definierten in der zweiten Halbzeit das Wort Effizienz neu: Das ist, wenn man mit dem einzigen Angriff das Siegtor erzielt. (gh, ys)

Cup-Vorrunde, Achtelfinal

Rüthi (3.) – Rorschach (2.) 2:1 (1:1)

Rheinblick – 50 Zuschauer – SR: Vrsajkovic.

Tore: 7. Bosshardt 0:1, 40. Jérôme Lüchinger 1:1; 85. Allgäuer 2:1.

Rüthi: Blaser; Sonderegger, Moosbrugger, Tomas, Hamburger; Zäch, Sönmez (80. Ch. Lüchinger), J. Lüchinger (91. Langenegger), Städler (38. Kobler); Allgäuer, Sanseverino.

Rorschach: Rohner; Di Benedetto, Y. Baumann, P. Baumann, Liechti; Vujinovic (76. Egger), Savic, Bosshardt, Morina (67. Haag); O. Baumann, Baiao.

Gelbe Karten: 28. Bosshardt (Unsportlichkeit); 60. Sanseverino, 81. Oliver Baumann (beide Foul), 89. Di Benedetto (Unsportlichkeit)