RÜTHI: Töff-Treffen in der Hand der Engländer

Im Gegensatz zum jährlichen «Engländertreffen» in Büriswilen, dürfen beim Anlass in Rüthi Motorräder anderer Nationalität ebenfalls auf den Platz. Bruno und Jane Gächter haben am Samstag zum 13. Treff eingeladen

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Ein Stelldichein der Engländer beim British Corner in Rüthi. (Bild: Kurt Latzer)

Ein Stelldichein der Engländer beim British Corner in Rüthi. (Bild: Kurt Latzer)

Die Wirtin des British Corner, Jane Gächter, hatte am Samstag, am 13. Töff-Treffen, alle Hände voll zu tun. 250 bis 300 Motorradfahrer zeigen jeweils ihre Feuerstühle. Von Triumph bis Kawasaki: Am Rüthner Treffen ist fast alles zu sehen, was in der Motorradwelt Rang und Namen hat oder hatte. Obwohl man sich beim British Corner mit allen Motorradmarken blicken lassen darf, stammten die meisten Motorräder von der Insel. Einer der Biker, die sich jedes Jahr am Rüthner Anlass treffen, heisst Ruedi Freiburghaus. Auch der pensionierte Eisenleger aus dem Baselbiet fährt einen Engländer; eine Norton aus dem Jahr 1974. «Mein Töff und ich sind 111 Jahre alt», sagte Freiburghaus, der bisher nie ein «Engländertreffen» in Büriswilen oder einen Anlass in Rü­thi ausgelassen hat. «Das heisst bis auf ein Mal, wegen eines Unfalls», gestand der Basler. Einen besonderen Hingucker stellte Martin Carraro aus Vorarlberg auf den Platz vor dem British Corner. An seiner «Indian» aus den 1930er-Jahren hatte er einen Seitenwagen Marke Eigenbau angeschraubt. «Die Karosserie hat er aus einem Zusatztank eines ehemaligen Schweizer Militärjets gebaut», sagte Bruno Gächter. Ob der von einer Venom, De Haviland Vampire oder einem anderen Typ stammt, wisse er nicht.

Kurt Latzer