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RÜTHI: Schwindelerregend hoch

Mit dem Bau der Strommasten endet die dreijährige Bauzeit am Unterwerk. Obwohl man landschaftsfreundlich baute, mussten der Wald und die Freilichtbühne weichen.
Anina Gächter
Monumentaler neuer Starkstrommast im Maisfeld bei Rüthi. (Bild: Anina Gächter)

Monumentaler neuer Starkstrommast im Maisfeld bei Rüthi. (Bild: Anina Gächter)

Anina Gächter

Im Juni wurde das neue Swissgrid-Unterwerk im Rüthner Industriegebiet in Betrieb genommen. Die dreijährige Bauzeit endet mit dem Aufstellen der Stromleitungsmasten. Monumental ragen sie nun über den Kanal und die umliegenden Felder. Knapp 70 Meter hoch sind die grössten beiden der insgesamt sechs Masten.

20 Meter höher als die früheren Masten

Damit sind sie 20 Meter höher als die alten zwischen dem Anschluss Süd und Rehag. Gründe dafür gibt es mehrere. Zum einen erforderten die Verteilnetzlei­tungen der Axpo aufgrund ihrer Stromstärke einen gewissen Bodenabstand. Zum anderen durfte der angrenzende Wald nicht gerodet werden, weshalb er zu überspannen war. Die Versorgungsleitungen der SBB und deren elektrifizierte Bahngleise verhinderten ebenfalls den Bau kleinerer Masten.

Swissgrid bemühte sich, möglichst landschaftsfreundlich zu bauen. Dies bedingte jedoch, dass man in hügeligen Gebieten kleinere Strommasten verwendete, was eine Niederhaltung des Waldes erforderte. Insgesamt vier Masten befinden sich in Waldgebieten. Für ihren Bau mussten 1085 Quadratmeter Wald gerodet werden. Für die ­Lagerung des Materials und das Wenden der Fahrzeuge wurden temporär weitere 1475 Quadratmeter gebraucht. Ein Ersatz für die Rodungen wurde auf Flächen der betroffenen Ortsgemeinde Montlingen geleistet.

Freilichtbühne musste umziehen

Ebenfalls weichen musste die Freilichtbühne Rüthi. Einer der Masten befindet sich unmittelbar neben dem früheren Bühnengelände. «Man hätte die Bühne zwar noch dort bauen können, aber es hätte sehr unschön ausgesehen. Ausserdem wäre es zu gefährlich gewesen, unsere hohe Tribüne direkt unter den Leitungen aufzubauen», erklärt der künstlerische Leiter Kuno Bont. Schwierigkeiten hätten wahrscheinlich auch die Funkmikrofone gemacht, die anfällig auf elektrische Störungen seien. Da der Verein Freilichtbühne erst spät über das Projekt informiert worden war, hatten die Organisatoren keine Zeit mehr, Rekurs einzulegen. So blieb ihnen nichts anderes übrig, als einen anderen Standort zu suchen. Sie beschlossen, die Bühne wieder näher am Industriegebiet aufzubauen. Dort, wo bereits das Stück «Sutterhandel» aufgeführt worden war. «Obwohl das Gelände ebenfalls der Axpo gehört, waren die Kosten und der Aufwand für den Umzug hoch. Alle Strom- und Wasserleitungen mussten neu verlegt werden», sagt Kuno Bont. Nun, da alles fertig ist, seien sie aber mit dem neuen Standort zufrieden.

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