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RÜTHI: «Schmugglerkönig»: Intensive Probenarbeit

Am 8. September geht Kuno Bonts «Schmugglerkönig» zum ersten Mal über die Rüthner Freilichtbühne. Die Probenarbeiten sind in vollem Gange. Es bahnt sich grosses Theater an.
Regieassistent Renato Tolfo gibt Instruktionen an Schauspielerinnen und Schauspieler weiter. (Bild: Max Pflüger)

Regieassistent Renato Tolfo gibt Instruktionen an Schauspielerinnen und Schauspieler weiter. (Bild: Max Pflüger)

Über das vergangene Wochenende waren für über 60 Mitwirkende zwei volle Tage Proben angesagt. Alle Schauspielerinnen und Schauspieler sowie auch alle Statisten waren dabei und probten erstmals das ganze Stück in einem Guss. Arme Rheintaler Dörfler, Schmuggler, Zöllner, die Herren von der Rheinbauleitung, Arbeiter, Dorfprominenz . . . – ein buntes Lebensbild aus dem Jahr 1923. Das heisst, ganz so bunt war dieses Probenweekend unter der Leitung von Regisseurin Simona Specker noch nicht, denn noch fehlten die Kostüme und die Tiere, die das Bild erst so richtig bunt und lebendig machen werden.

Im Juni hat Regisseurin Simona Specker mit den Sprechrollen zu proben angefangen. In intensiver Arbeit haben sie zusammen an den einzelnen Szenen geschliffen. Jetzt haben sie die Szenen erstmals zu einem Ganzen zusammengefügt und im Gesamtzusammenhang geprobt. Eine Schauspielerin: «Das ist eine neue Herausforderung: Man muss besser aufpassen und Obacht geben, dass man immer zur rechten Zeit am richtigen Ort einsatzbereit ist.» Bereits fertig sind die aufwendigen Kulissen: Zum Beispiel mussten Gleisestücke für das Rheinbähnli gelegt werden, ein Zollhäuschen gebaut, eine Werkhalle für die Bahn erstellt und vieles mehr.

So erleben Mitwirkende die Probenarbeit

Die Kostüme fehlen noch, ebenfalls die von Andi Loser kom­ponierte Musik, die Kühe, die Pferde, das Federvieh. Man darf gespannt sein. Renato Tolfo, evangelischer Pfarrer von Rebstein, geniesst seinen «Studienurlaub». Er unterstützt im Freilichtspiel-Team als Regieassistent die Regisseurin Simona Specker. Die Theaterluft begeistert ihn. «Ich kann von den erfahrenen Theaterprofis viel lernen, das ich in meiner Gemeinde in irgendeiner Form dann wieder brauchen kann.»

René Glessmann spielt Markus Köppel, Kirchenrat von Diepoldsau. War lange im Catering bei den Rüthner Theateraufführungen dabei. Dann als Statist. Hat erstmals eine Sprechrolle, wenn auch nur eine kurze. Sein Text besteht aus einem einzigen Wort: «Genau». So bestätigt er die Aussage eines Diepoldsauer Gemeinderates vor der Rheinbauleitung. Das Mitspielen bereichert ihn sehr. Walter Büchel ist ein erfahrener Amateurtheatermann, Schauspieler und Regisseur zum Beispiel bei der Musikgesellschaft Rüthi. Er ist beim Rüthner Freilichttheater-Team von Anfang an dabei. Dieses Jahr spielt er den Grenzwachtgefreiten Zäch, in dessen Brust zwei Seelen schlummern, die des dienstbeflissenen Beamten und die des mitleidenden Menschen, der die Schmuggler aus Not gewähren lässt. «Mir gefällt vor allem, dass so viele Kinder mitspielen können. Die sind unser Theater-Nachwuchs. Wenn sie einmal mit dem Virus infiziert sind, werden sie ihn nicht mehr los.»

Ramona Stecher spielt die ledige Theodora Hasler. Ohne Mann, der einen Lohn nach Hause bringt, ist das Leben im armen Rheintal von damals hart. Sie spielt in Rüthi zum zweiten Mal mit. «Ich finde die Proben toll: Man ist draussen, und in der Gruppe haben wir es super zusammen. Jetzt proben wir die Geschichte endlich im Zusammenhang. Das macht mir Spass.» Andrea (13) sowie Jana und Christine (beide 10) sind zum ersten Mal bei einem grossen Projekt da­- bei. «Wir haben es lustig und dürfen in der Kindergruppe allerlei Dummheiten machen.»

Max Pflüger

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