RÜTHI: Rüthi – Salzburg – Wien

Im Sängerexpress quer durch unser östliches Nachbarland reiste der Männerchor mit seinen Gästen am Samstagabend. Reiseleiter war Dirigent Lukas Breuss.

Max Pflüger
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Vor der imposant kombinierten Kulisse Schloss Schönbrunn mit Prater-Riesenrad vor dem Hohen Kasten präsentierte der Männerchor Rüthi ein begeisterndes Konzert. (Bild: Max Pflüger)

Vor der imposant kombinierten Kulisse Schloss Schönbrunn mit Prater-Riesenrad vor dem Hohen Kasten präsentierte der Männerchor Rüthi ein begeisterndes Konzert. (Bild: Max Pflüger)

Max Pflüger

Der junge Dirigent Lukas Breuss präsentierte mit «Eine Reise nach Wien» zum ersten Mal einen Rüthner Männerchor-Unterhaltungsabend. Und er gewann mit seinen Sängern gleich auf Anhieb die Goldmedaille. Eine Konzertbesucherin umschrieb dies begeistert so: «Der Männerchor Rüthi gab schon viele hervorragende Konzerte. Aber das von heute Abend war absolut das beste von allen.»

Einen grossen Anteil am Erfolg hatte die Vorarlberger Musikerfamilie Breuss: Der Vater von Lukas, Ingold Breuss, sass am Piano und spielte das Akkordeon. Seine Schwester Stephanie überzeugte als virtuose Violinistin, und sein Bruder Clemens sang in «Wochenend und Sonnenschein» das Tenorsolo und bewältigte erstaunlich hohe Ton- lagen sauber und vollklingend. Lukas Breuss selbst dirigierte nicht nur, sondern leistete auch als Sänger und Violinist Beachtliches.

Grossartiger Chor, virtuose Solisten

Mit gefälligen Melodien, bekannten Ohrwürmern und klassischen Werken begeisterte der Männerchor Rüthi. Rhythmisch perfekt, dynamisch und lebendig, musikalisch eindrücklich interpretierten die Sänger eine Liederauswahl, die beim Publikum ankam. Besonderen Applaus ernteten sie zum Beispiel für Mozarts «Kleine Nachtmusik», für die Operettenmelodie «Im weissen Rössl am Wolfgangsee», für den Udo-Jürgens-Song «Die kleine Kneipe» oder den rassigen «Radetzky-Marsch».

Auch gefühlvolle Stücke bot das abwechslungsreiche Programm: «Ihr Berge lebt wohl» und «Ave Maria der Berge». Abwechslungsreich war das Programm auch im Auftritt verschiedener Formationen. Zwischen Vorträgen des Gesamtchores sangen Kleinformationen, ein Quartett und ein Oktett. Mit «Im Prater blühn wieder die Bäume» sang Matthis Schneider gar ein grossartiges Sololied, was mit viel Applaus verdankt wurde. Als weitere Solisten traten Mario Kolb, Herbert Kobler, Pius Büchel und Clemens Breuss auf.

Stephanie Breuss, Violine, und Ingold Breuss, Piano und Akkordeon, begleiteten die Sänger einfühlsam. Besonderen Applaus erspielten sich die beiden als Duett in den zwei instrumentalen Werken, die das Gesangsprogramm auflockerten: «Quel Suono» von Mozart und der berühmte und temperamentvolle «Czardas» von Monti. Stephanie spielte den in langsamem Tempo gefühlvoll beginnenden, dann urplötzlich sich in wilde Tonkaskaden steigernden ungarischen Volkstanz mit viel Gestaltungskraft.

Eine musikalische Reise durch Österreich

Die Liedvorträge der Rüthner Männerchor-Unterhaltung eröffneten mit vertrauten, volkstümlichen Melodien in der Schweiz. «Uf em Bärgli». Walter Büchel las als Moderator aus der Vereinschronik Anekdoten einer dreitätigen Vereinsreise ins Salzkammergut zum «Hundertjährigen» im Jahre 1996. Später dann malte er das Reisebild weiter bis in die Hauptstadt Wien. Zu allen Teilen dieser Reise erklangen die passenden Melodien.

Und da das Unterhaltungskonzert beim Publikum grossen Anklang fand, wurden natürlich auch Zugaben gewährt. Diese brachten die singenden Männer zurück in die Heimat. Mit «Wann führt mich der Weg zurück nach Haus» und «Glocken der Heimat» neigte sich die Reise und der unvergessliche Konzertabend seinem Ende zu.

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