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RÜTHI: Rekord dank Technik und Erotik

Das diesjährige Wirtschaftsgespräch fand am gleichen Ort statt wie jenes vor zwanzig Jahren. Mit Rekordbeteiligung – und Zugabe: Die 90 Teilnehmer besichtigten auch noch drei junge, benachbarte Firmen.
Gert Bruderer
Am Wirtschaftsgespräch haben 90 Gewerbetreibende teilgenommen. Indem sie vier Betriebe besuchten, erlebten sie einen eigentlichen Besichtigungsmarathon. (Bild: Gert Bruderer)

Am Wirtschaftsgespräch haben 90 Gewerbetreibende teilgenommen. Indem sie vier Betriebe besuchten, erlebten sie einen eigentlichen Besichtigungsmarathon. (Bild: Gert Bruderer)

Gert Bruderer

Einen Gewerbeverein hat das Dorf schon lange keinen mehr. Dafür gibt es Kitt von der Gemeinde, die Gewerbetreibende jährlich zusammenbringt. Am Donnerstag war man zuerst bei jenem Unternehmen, dessen Name nicht mehr aus drei einzelnen, sondern aus drei Dutzend Buchstaben besteht.

Aus VDO wurde nämlich im Jahr 2008 die Continental Automotive Switzerland AG, was Fehlschlüsse bewirken kann, denn die Firma hat trotz der Bezeichnung Continental nichts mit Autoreifen zu tun.

Gemeindepräsident Philipp Scheuble belustigte die Gwerbler, indem er an das vor zwei Jahrzehnten behandelte Thema erinnerte. Beim damaligen Wirtschaftsgespräch bei VDO ging es ums Internet. «Das moderne Medium» wurde kurz vorgestellt. – Und heute lasse sich über selbst gesteuerte Autos sprechen, meinte CEO Hans Bauer. Doch das Unternehmen baut nichts für Autos, sondern entwickelt und produziert robuste Instrumente wie Tachometer oder Sensoren für Spezialfahrzeuge, vornehmlich für Schiffe und Boote. «Hier wird noch einiges passieren in den nächsten Jahren», sagte Bauer, wolle man noch stärker werden. Sodann wurde es – in der Nachbarschaft – militärisch, erotisch, und abermals technisch. Jürg Gantenbein stellte die Firma Galip Installationssysteme vor, die zwar seit drei Jahrzehnten besteht, aber erst seit drei Jahren in Rüthi. Vor allem Haustechnik-Schränke werden hergestellt, auf einer Fläche von 1200 Quadratmetern.

Gleich nebenan betreibt Michael Schneider seine zehnjährige A2Z Online-Marketing GmbH, die eben erst eine grosse Halle gebaut hat. Der grösste Internethandel für Militärartikel und der Online-Erotikshop als zweites Standbein findet selbst der Inhaber eine «echli spezielle» Kombination. Der Absatz stimmt. Für insgesamt gut 25000 Kunden wird Päckli um Päckli verschickt, an Spitzentagen bis zu 150.

Die jüngste besichtigte Firma ist die Ripalgo, ein vor einem Jahr gegründeter Systemanbieter für Trinkwasserbauwerke, Regenwassernutzungsanlagen sowie Abwasser- und Industriebehälter.

Süsses Päckli als Erinnerung

Die zweistündige Besichtigungstour, die interessante Einblicke ermöglichte und den Gedankenaustausch in Schwung brachte, begann mit einem Apéro und endete mit einem warmen Umtrunk neben einer Feuerschale. Später fand man sich auch noch im Werkhof ein, wo Philipp Scheuble die Gewerbetreibenden über aktuelle Bauvorhaben von Privaten in Kenntnis setzte.

Von der Gemeinde und vom Militärshop bekamen alle Teilnehmer ein süsses Erinnerungspäckli überreicht: Armeeguetzli und Militärschoggi. Die schmeckt deutlich besser als jemand, der sie nie gekostet hat, vermuten würde. Die Erinnerung an den interessanten Anlass wird daher wohl nicht sehr lange zu Hause herumliegen.

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