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RÜTHI: Für weitere Unglücksszenarien gerüstet

Bei ihrem diesjährigen Kadertag bekamen die Offiziere und Unteroffiziere der Oberrheintaler Feuerwehren die mobile Gross-Dekontaminationseinrichtung zu sehen, die der Kanton beschafft hat.
Tom Widmer aus Wil schleust eine Gruppe Oberrheintaler Feuerwehrkaderleute durch das Entgiftungszelt. (Bild: Max Tinner)

Tom Widmer aus Wil schleust eine Gruppe Oberrheintaler Feuerwehrkaderleute durch das Entgiftungszelt. (Bild: Max Tinner)

Geraten bei einem Unfall – oder auch bei einem Anschlag – Leute mit chemischen, biologischen oder strahlenden Stoffen in Berührung, müssen sie möglichst schnell entgiftet werden. Sind nur wenige Leute betroffen, werden die mobilen Einzelpersonen-Entgiftungsstellen der Chemiewehren in St. Gallen, Buchs und Rapperswil angefordert. In diesen würden die Betroffenen während jeweils rund 15 Minuten geduscht, damit sie danach zur Weiterbehandlung ins Spital gebracht werden können, ohne dass dabei Giftstoffe verschleppt würden.

Für grössere Ereignisse mit mehr als fünf Betroffenen hat der Kanton nun eine mobile Gross-Dekontaminierungsstelle beschafft. Stationiert ist sie in Wil. Am diesjährigen Kadertag des Rheintalischen Feuerwehrverbands am Samstag in Rüthi bekamen die Offiziere und Unteroffiziere der vier Feuerwehren des Verbands (Rebstein-Marbach, Altstätten-Eichberg, Oberriet sowie Rüthi-Lienz) diese transportable Entgiftungseinrichtung zu sehen.

Die Rheintaler Feuerwehren müssen zwar deren Handhabung nicht im Detail kennen. Im Ereignisfall würde die Einrichtung samt darauf ausgebildeten Spezialisten via kantonale Notrufzentrale aufgeboten. Bescheid wissen müssen zumindest die Einsatzleiter trotzdem. Nicht zuletzt, weil sie eine ausreichend grosse und möglichst naheliegende Fläche bereitstellen müssen. Die Anlage besteht aus drei Zelten und benötigt darum einen ebenen Platz von mindestens 30 auf 40 Metern.

Die Unteroffiziere übten ausserdem das Retablieren (das Reinigen und Bereitstellen des Materials für den nächsten Einsatz), im Besonderen der Atemschutzausrüstung, nach neuen, strengeren Standards. Auch hier geht es darum, an der Ausrüstung oder an einem selbst haftende schädliche Stoffe möglichst nicht weiter zu verschleppen.

Die Offiziere stellten derweil in Virtual-Reality-Simulationen verschiedene Szenarien beim Positionieren der Einsatzmittel nach dem Eintreffen an einem Schadenort nach.

In weiteren Kursblöcken ging es um den Wasserbezug aus ei­nem Bach, um den Einsatz der verschiedenen Lüftersysteme und um manches mehr. Die Vielfalt des Ausbildungstages spiegelt auch das breite Einsatzspektrum der Feuerwehren.

Max Tinner

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