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RÜTHI: Es gibt «keine gute Alternative»

Von den fünf Gemeinden, die demnächst über das regionale Hallenbadprojekt abstimmen, ist Rüthi die erste. Bei dem halben Dutzend Fragen am Info-Abend ging es zur Hälfte um Zahlen.
Gert Bruderer
Nach der Information durch Fachleute und Behördenvertreter wurde noch ein wenig diskutiert. (Bild: Gert Bruderer)

Nach der Information durch Fachleute und Behördenvertreter wurde noch ein wenig diskutiert. (Bild: Gert Bruderer)

Gert Bruderer

Ein paar wichtige Zahlen nahm Gemeindepräsident Philipp Scheuble vorweg. Für Rüthi bedeutet ein Beitritt zum Hallenbad-Zweckverband eine fünfprozentige Beteiligung an Investitionskosten und Betriebsdefizit. Konkret geht es um rund 63000 Franken pro Jahr bzw. um 1,6 Steuerprozent. Der Steuerfuss werde wegen des Hallenbades in nächster Zeit zwar nicht erhöht, anderes wie die Deponie Feld bereite deutlich mehr Sorgen. Mit Blick in eher ferne Zukunft könne er sich freilich nicht abschliessend äussern, meinte Scheuble.

Schulpräsident Jürg Bäuerle bezeichnete den Schwimmunterricht als fest im Stundenplan verankert. Jeweils am Montag Vormittag sei das Hallenbad in Altstätten fix für Rüthi reserviert. Die Wetterunabhängigkeit sei ein grosser Vorteil, auch die Eltern könnten zuverlässig planen. Ein Besuch des Hallenbades in Buchs oder Eschen sei mangels dortiger Kapazität keine Alternative, bei einem Ausweichen ins Oberrieter Freibad «wären Kontinuität und die Einhaltung der verbindlichen Kompetenzen nicht gewährleistet», sagte Bäuerle.

Altstättens Stadtpräsident, der auf ausdrücklichen Wunsch des Rüthner Gemeinderats der Veranstaltung im Werkhofsaal beiwohnte, beschrieb den Weg zum Hallenbadprojekt und sprach von einem herangereiften Konsens aller Entscheidungsträger in den Gemeinden des oberren Rheintals. Als er vor fünf Jahren das Wort Zweckverband in den Mund genommen habe, sei das nicht gut angekommen, inzwischen werde ein neues Hallenbad als regionales Projekt verstanden. Zur Frage, woran man sich bei der Vorhersage künftiger Besucherzahlen orientiert habe, meinte Mattle, das bisherige Bad sei während der halben Zeit dem Schulschwimmen vorbehalten; schon deshalb sei von deutlich steigenden Besucherzahlen in einem deutlich erweiterten Hallenbad auszugehen; für die Schätzungen habe man Vergleiche mit sechs Hallenbädern angestellt.

Wie überall kam auch in Rüthi die Frage nach einer Alternative bei einem Nein zum Zweckverband. In diesem Fall, sagte Mattle, würde das bestehende Bad so lange wie möglich fortbestehen. Sobald grössere Investitionen anfielen, könnte es aber recht abrupt geschlossen werden. Über die endgültige Schliessung hätte die Bürgerschaft abzustimmen. Was dabei herauskäme, ist offen. «Vielleicht wären wir in zehn Jahren wieder gemeinsam hier im Werkhofsaal», sagte der Stadtpräsident.

Ob das Bad so gross sein müsse wie geplant, war eine weitere Frage. Mattle sagte: Für ein reines Schulbad wäre ebenfalls viel teure Technik nötig. Ein attraktives Bad für alle sei die bessere Variante. Kay Kröger aus dem Architektenteam verwies auf das in Lenzerheide im Jahr 2008 erneuerte und ausgebaute Hallenbad. Dort habe dies zu anhaltendem Erfolg geführt. Die Zahl der Eintritte sei heute zweieinhalb mal so hoch wie früher.

Rüthi stimmt über die Beitritt zum Zweckverband an der Bürgerversammlung am 23. März ab.

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