RÜTHI: Asbest treibt die Kosten hoch

Der Gemeinderat Rüthi beantragt einen Nachtragskredit für Sanierung und Umbau der Räume der ehemaligen Post. Die Mehrkosten von 92 000 Franken entstehen hauptsächlich durch die unvorhergesehene Asbestsanierung.

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Die Sanierung der ehemaligen Post-Räume in Rüthi wird deutlich teurer als erwartet: Die Asbestbeseitigung schlägt mit 92 000 Franken zu Buche. (Bild: gk)

Die Sanierung der ehemaligen Post-Räume in Rüthi wird deutlich teurer als erwartet: Die Asbestbeseitigung schlägt mit 92 000 Franken zu Buche. (Bild: gk)

RÜTHI. Dazu kommt die Anpassung des Vordachs sowie die Leistungserhöhung des Stromnetzes. Die Umbauarbeiten in den ehemaligen Post-Räumen im Erdgeschoss des Rathauses in Rüthi schreiten zügig voran. Bereits Anfang November dieses Jahres soll hier der Volg-Laden seinen neuen Standort beziehen und die Kundschaft bedienen. Dies trotz des unerwarteten Mehraufwands.

Asbest wurde festgestellt

Bei Probebohrungen wurde in den Räumen Asbest festgestellt. Dies hatte zur Folge, dass die Altlasten unter hohen Sicherheitsvorkehrungen von einer Spezialfirma beseitigt werden mussten. Nebst der Asbest-Bestände im Erdgeschoss wurde wegen der Bauart auch im Untergeschoss eine Asbestsanierung durchgeführt. Um die Gesundheit der Bauarbeiter, der Gemeindeangestellten und der Bevölkerung nicht zu gefährden, wurde diese Altlasten-Sanierung sofort ausgeführt. Wegen einer Vorschrift müssen im Stromnetz zudem neue Unterverteiler mit FI-Absicherungen eingebaut werden.

Weiter ist eine Leistungserhöhung der Energieversorgung nötig, damit diese den heutigen Ansprüchen genügt und die Nutzung für den Volg möglich ist. Wie die laufende Kostenschätzung zeigt, reicht der budgetierte und von der Bürgerschaft gesprochene Investitionsbetrag für die Innensanierung nicht.

92 000 Franken Mehrkosten

Es ist daher mit Mehrkosten von 92 000 Franken zu rechnen. Um allfällige weitere unvorhersehbare Kosten decken zu können, beantragt der Gemeinderat Rüthi einen Nachtragskredit samt Reserve von 100 000 Franken. Dieser Beschluss über die Mehrkosten für den Erdgeschoss-Umbau wird vom 18. Juli bis 16. August dem fakultativen Referendum unterstellt.

Damit ein termingerechter Bauabschluss sichergestellt und der Bezug des Lokals durch den Volg Anfang November nicht gefährdet ist, hat sich der Gemeinderat trotz Ferien für eine sofortige Auflage entschieden.

Saniert wird auch das Rathaus. Ursprünglich war geplant, seine Aussenhülle erst 2017 zu sanieren. Dementsprechend war vorgesehen, den benötigten Kredit für das Gesamtprojekt «Aussensanierung Rathaus» an der Bürgerversammlung 2017 zu beantragen.

Rathaus-Sanierung vorgezogen

Nun hat der Gemeinderat unter Abwägung der Vor- und Nachteile entschieden, den Erdgeschossteil der geplanten Gebäudehüllensanierung des Rathauses bereits dieses Jahr zu realisieren. Der Grund ist, dass es durch die spätere Aussensanierung der Fassade und der Fenster bereits nächstes Jahr zu erheblichen Nutzungseinschränkungen für den Volg-Laden gekommen wäre. Diese möchte die Gemeinde umgehen.

Gemäss heutiger Schätzung wird mit einem Finanzaufwand von rund 190 000 Franken gerechnet. Der Betrag beinhaltet neben der Aussensanierung auch die Investition für die Erhöhung der Erdbebensicherheit. Der Schwachpunkt wurde durch die Überprüfung der Gebäudestatik aufgezeigt, die durch den Gemeinderat in Auftrag gegeben wurde.

Der Gemeinderat ist überzeugt, mit diesem Vorgehen im Interesse der Bürger zu handeln. Zumal die Werterhaltungsmassnahmen nächstes Jahr ohnehin angestanden wären und in der Finanzplanung 2015 bis 2019 bereits vorgesehen sind. (gk)