Rückschlag für Austria Lustenau

Nach zuletzt ansteigender Form muss die Austria einen Rückschlag einstecken: Das Chabbi-Team unterlag dem FC Wacker Innsbruck mit 0:1. Zwei Lustenauer Tore wurden aberkannt.

Remo Zollinger
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VORARLBERGER FUSSBALL. Seit der Anstellung von Trainer Lassaad Chabbi hat die Lustenauer Austria einen deutlichen Formanstieg verzeichnet. Diesen bestätigte sie selbst bei der Heimniederlage gegen Wacker Innsbruck: Die Gastgeber waren über weite Strecken das bessere, aktivere Team, wussten aus ihren Möglichkeiten aber nur ungenügend Profit zu ziehen.

Gang zum Leader steht an

So steht eine Niederlage zu Buche, die bedeutet, dass Lustenau auf seinen 34 Punkten sitzen bleibt. Innsbruck, zwischenzeitlich sogar am Tabellenende, hat indes fünf Spiele ohne Gegentor sowie vier Siege aneinandergereiht und sich im Kampf um den Ligaerhalt in eine gute Position gebracht.

Diesem Kampf muss sich auch Lustenau stellen, wobei das nächste Spiel nicht die einfachste Aufgabe wird, reist die Austria doch zum Tabellenführer Liefering. Die zweite Mannschaft von Red Bull Salzburg darf nicht in die Bundesliga aufsteigen, weshalb das zweitplatzierte Mattersburg bezüglich Promotion klar favorisiert ist.

Motto: Verlieren verboten

In der Startphase der Partie wurde sogleich klar, dass sehr viel auf dem Spiel stand. Insbesondere die Gäste unternahmen rein gar nichts nach vorne, während es Lustenau wenigstens versuchte, sich dann aber an der zähen Tiroler Hintermannschaft die Zähne ausbiss. Wacker zeigte sich jedoch effizient: Nach 26 Minuten hatten die Gäste ihren ersten schönen Angriff, der ehemalige Lustenauer Danijel Micic verwertete dabei das Zuspiel von Jannig zum 1:0.

Unvermögen und Pech

Es blieb das einzige Tor der Partie, weil die Austria neben Unvermögen auch noch Pech hatte und wohl nicht zu Unrecht mit dem Schiedsrichter-Trio haderte. So aberkannte dieses nach 36 Minuten einen Freistosstreffer von Pürcher, wobei nach einer Bewegung von Jailson auf Abseits entschieden wurde. Ob der Brasilianer damit aber wirklich Einfluss aufs Spielgeschehen nahm, darf ernsthaft angezweifelt werden. Erneut auf Abseits wurde in der 73. Minute entschieden, als Innsbrucks Siller, bedrängt von Stückler, einen Schreter-Freistoss ins eigene Tor bugsierte.

An Torchancen lag es nicht

Stückler soll sich dabei im Abseits bewegt haben, wobei die Entscheidung hier korrekt ausfiel.

Die Austria muss sich ohnehin an der eigenen Nase nehmen, erspielte sie sich im zweiten Durchgang aus deutlich mehr Ballbesitz doch eine Vielzahl an Torchancen, die bisweilen fahrlässig ausgelassen wurden. So überstanden die Gäste die Schlussoffensive unbeschadet und entführten drei Punkte aus dem Reichshofstadion.