Rückrundenstart gleich mit Spitzenspiel

VORARLBERGER FUSSBALL. Morgen startet die Erste Liga in die Rückrunde. Dabei kommt es gleich zum Spitzenspiel: Altach empfängt Kapfenberg. Die Winterpausen verliefen sowohl in Altach wie auch in Lustenau ruhiger als in den Jahren zuvor. Testspiele, Vertragsverlängerungen, kaum Transfers.

Remo Zollinger
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VORARLBERGER FUSSBALL. Morgen startet die Erste Liga in die Rückrunde. Dabei kommt es gleich zum Spitzenspiel: Altach empfängt Kapfenberg. Die Winterpausen verliefen sowohl in Altach wie auch in Lustenau ruhiger als in den Jahren zuvor. Testspiele, Vertragsverlängerungen, kaum Transfers. Ein Zeichen dafür, dass in Zukunft auf Kontinuität gesetzt wird? Wohl kaum, denn bei Altach ist, im Idealfall, durch den Aufstieg ein Ligawechsel in Sicht, und der Austria Lustenau droht Ungemach auf bürokratischer Ebene.

Canadi und Aigner verlängern

Altach hat zwei Vertragsverlängerungen vorgenommen, die als richtungsweisend bezeichnet werden dürfen. Die erste betrifft Trainer Canadi, mit dem man in Altach zufrieden ist. Präsident Engl begründete den Schritt damit, dass er die Altacher aus einer schwierigen Situation heraus zum Erfolg geführt habe. Ebenfalls verlängerte Topskorer Aigner bis im Sommer 2015. Er ist als treffsicherer Stürmer ein wichtiger Eckpfeiler des aktuellen Altacher Erfolges.

Nur zwei neue Spieler

Da Altach derzeit ein funktionierendes Kollektiv stellt und keine Leistungsträger verlor, bestand auch kaum Handlungsbedarf. Verstärkt wurde das Kader nur durch die beiden Mittelfeldspieler Sasa Pantic, Serbien und Ismael Tajouri Shradi, Libyen. Beide Neuen sind jung und gelten als Perspektivspieler, wenngleich gerade Pantic in der Vorbereitung viel Einsatzzeit erhielt. In dieser zeigte sich Altach in bester Verfassung: Von den acht Testspielen wurden sieben gewonnen, 36 erzielte Tore stehen auf der Habenseite, allein Aigner traf zehnmal ins Schwarze. Gute Vorzeichen für den Rückrundenauftakt, der den Altachern mit Kapfenberg gleich den schwersten Brocken beschert. Dieser könnte richtungsweisend sein: Gewinnt Altach, hat es acht Punkte Vorsprung auf die Steirer.

Austria mit neuem Stürmer

Mit neun Punkten Rückstand auf die Spitze nimmt Lustenau die Rückrunde in Angriff. Es wird sich zeigen, ob die Kolvidsson-Elf noch um den Aufstieg spielt oder die Saison einmal mehr in der Spitzengruppe, aber nicht ganz oben beendet. Der Rückrundenstart hat es in sich: Auf die Auswärtsspiele bei St. Pölten und Liefering folgt das Heimspiel gegen Kapfenberg. Betrachtet man die Vorrunde, konnte primär in der Offensive Handlungsbedarf geortet werden: Die Austria hat einige gute, aber keinen Topstürmer im Kader. Diesem Problem Abhilfe verschaffen soll der 23-jährige Dario Tadic. Er erzielte letzte Saison in der Bundesliga bei Wiener Neustadt sieben Tore und überzeugte in der Vorbereitung durch seine Treffsicherheit.

Lizenzprobleme in Lustenau

Wenngleich die Austria sportlich mehr oder weniger im Soll ist, zur Ruhe kommt sie nicht: Der Verein muss in Kürze den Stadionanforderungen der Bundesliga gerecht werden, um die Lizenz für die nächste Saison zu erhalten. Aufgebessert werden müssen das Flutlicht, die Presseplätze sowie der Kameraturm. Ansonsten droht dem 1914 gegründeten Verein, sein 100. Jubiläum in der Landesliga zu feiern.

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