RSK kämpft gut – und verliert

Am Samstag hatte die Ringerstaffel Kriessern bei Titelverteidiger RS Freiamt anzutreten. Trotz eines beherzten Auftritts unterlagen die Rheintaler, äusserst knapp, mit 19:17.

Patrick Dietsche
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Kriesserns Philipp Hutter (rot) war auch gegen Freiamt im Einsatz. (Archivbild)

Kriesserns Philipp Hutter (rot) war auch gegen Freiamt im Einsatz. (Archivbild)

Ringen. Die Voraussetzungen vor dem Auswärtskampf in Muri waren nicht die besten. Trainer Pal Lubszki musste auf Mario Baumgartner verzichten, und auch Sandro Moser tut sich mit seiner Ellbogenverletzung nach wie vor schwer. Er trat zwar zu seinem Kampf an, konnte den Trainingsrückstand aber nicht gänzlich verbergen. Doch trotz dieser Handicaps wusste das junge Kriessner Team im Aargau zu überzeugen.

Zwei Siege vor der Pause

Die Mannschaften boten den 500 Zuschauern in der Sporthalle Grundmatte beste Unterhaltung. Bis 55 kg Freistil traf Christof Wittenwiler auf den Kadetten-Internationalen Randy Vock. Wittenwiler gestaltete das 1. Drittel offen und holte beim 3:1 einen wichtigen Punkt. Den zweiten Umgang holte sich Vock dann sicher mit 6:0. Der Schwergewichtskampf bis 120 kg Greco zwischen Mirco Silian und Philipp Hutter bot wenig Erbauliches.

Silian begnügte sich damit, jeweils einen Wertungspunkt zu erzielen und diesen über die Zeit zu bringen. Hutter hatte noch zu wenig Power in die Waagschale zu werfen, um dieses Unterfangen zu durchkreuzen. 1:0 und 1:0 lautete das logische Schlussresultat. Keine Chance hatte bis 60 kg Greco David Hungerbühler gegen Freiamts Ukrainer, Oleksei Malzev. Der Osteuropäer gewann ungefährdet 7:0 und 7:0.

Einen harten Brocken bekam bis 96 kg Freistil Mirco Moser vorgesetzt. Schwinger Pascal Gurtner hatte der starken Technik von Moser vor allem Muskelkraft entgegenzusetzen, doch Moser holte sich den Kampf trotzdem mit 0:4 und 0:2. Im letzten Kampf vor der Pause traten bis 66 kg Freistil Markus Murer und Steven Graf aufeinander. Graf zeigte im ersten Umgang eine starke Leistung und liess Murer keine Chance. 0:7 lautete das klare Verdikt. Doch Graf verletzte sich dabei an der Hand, was ihn im zweiten Umgang immer stärker behinderte.

Er biss auf die Zähne und holte sich das zweite Drittel mit 0:1. Welche Verletzung Graf genau hat, und ob er am nächsten Samstag in Willisau wieder mittun kann, ist offen.

Sirenko und Dietsche über die Distanz

Mirco Hutter hatte bis 84 kg Greco gegen Sandro Vollenweider einen schweren Stand. Er zeigte sich zwar angriffig, doch der Aargauer nutzte dies vor allem zu seinen Gunsten. Mit 7:1 und 7:0 musste sich Hutter schliesslich geschlagen geben. Ein Höhepunkt des Abends war die Begegnung bis 66 kg Greco.

Pascal Strebel, soeben als Siebter von den Weltmeisterschaften in Moskau zurückgekehrt, forderte Kriesserns Ausländer Sergiy Sirenko. In einem typischen Greco-Kampf neutralisierten sich die beiden Ringer im Standkampf mehrheitlich, doch aus der angeordneten Bodenlage gelang Strebel im ersten Drittel eine entscheidende 3er-Wertung. Sirenko musste nun aufdrehen, und dies gelang ihm im zweiten Umgang mit einem 0:3 dann auch.

Die Entscheidung musste im letzten Umgang fallen, in dem sich der Kriessner nochmals mit 0:2 durchsetzen konnte.

Bis 84 kg Freistil traf Sandro Moser auf Remo Boss, der sich vor allem durch eine starke Defensive auszeichnete. Trotzdem gelang dem angeschlagenen Moser ein verdienter 0:1- und 0:3-Sieg. Kein Rezept fand bis 74 kg Freistil Andreas Heeb gegen Ivan Kron. Der Freiamter Routinier setzte sich klar mit 5:0 durch. Damit stand es vor dem letzten Kampf 18:14, und Damian Dietsche hätte bis 74 kg Greco gegen den 3.

der diesjährigen Aktiv-SM, Nicola Küng, einen 0:4 Sieg gebraucht, um seinen Farben noch einen Punkt zu sichern.

Dietsche musste zwar den ersten Abschnitt knapp mit 2:0 abgeben, steigerte sich dann aber deutlich und holte sich das zweite Drittel klar mit 0:5. Im Entscheidungs-Drittel gelang Dietsche nochmals eine starker Auftritt, was mit einem 0:2 und damit mit dem Sieg belohnt wurde. Zwar reichte dies nicht, Kriessern Punkte zu sichern, doch Dietsches Kampfgeist beeindruckte.