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RS Kriessern verteidigt den Titel erneut

Die Ringerstaffel Kriessern holt sich in einem bis zum Schluss offenen Kampf vor 1800 Zuschauern den dritten Schweizer Meistertitel in Folge. Der Titelhalter setzt sich in Willisau mit 18:17 gegen die Gastgeber von den RCW Lions durch.
Patrick Dietsche
Die Kriessner Ringer feierten in Willisau ihren dritten Meistertitel in Serie. (Bild: Mathias Bühler)

Die Kriessner Ringer feierten in Willisau ihren dritten Meistertitel in Serie. (Bild: Mathias Bühler)

Die beiden Teams griffen nochmals – wegen Verletzungen nicht ganz freiwillig – in die Trickkiste. Dadurch gab’s einige neue Begegnungen, und das machte die Finalissima noch unberechenbarer. Am Ende schafften die Rheintaler mit einer Willensleistung und dank grossem Kampfgeist die Titelverteidigung.

Routinier Wild holt zu Beginn das Maximum raus

Da man gemeinhin einen knappen Ausgang erwartete, hatten die Coaches ihre Kämpfer angewiesen, keine übermässigen Risiken einzugehen. Diese taktische Vorgabe war im einen oder anderen Kampf zu spüren, aber die Spannung entschädigte für das teilweise fehlende Spektakel.

Auch Urs Wild hielt sich bis 57 kg Freistil gegen Timon Zeder an die Marschroute seines Trainers. Doch der Thurgauer erwies sich einmal mehr als gewiefter Routinier und schaffte nach einem knappen Punkterückstand noch einen unerwarteten Schultersieg. Die vier Mannschaftszähler sollten am Ende im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert sein.

Ein unerwartetes Aufeinandertreffen gab es bis 130 kg. Sowohl die Kriessner als auch die Willisauer hatten umgestellt, deshalb trafen Philipp Hutter und Stefan Reichmuth für einmal im Greco aufeinander. Hutter bekundete zwar auch hier zu Beginn Mühe mit dem Druck des Wil­lisauers, doch mit Fortdauer der Begegnung gelang es ihm, sich besser auf Reichmuth einzustellen. Lohn dafür war ein Mannschaftszähler beim 17:2-Sieg des Willisauers.

Gabor Molnar und Dimitar Sandov kannten bis 61 kg Greco nur den Vorwärtsgang. Letztlich entschieden die Passivitäten, die eigentlich keiner der beiden verdient hatte, mit 3:0 für Willisaus Sandov.

Undankbar war die Aufgabe für Noel Hutter. Er hatte den Part von Philipp Hutter bis 97 kg Freistil zu übernehmen und traf dabei auf Marco Riesen, der sein Team trotz Rücktritts letzte Woche nicht im Stich liess. Der Willisauer siegte diskussionslos mit 16:0.

Doch dank Dominik Laritz blieben die Kriessner zur Pau­- se an Willisau dran. Laritz teilte seinen Kampf über 65 kg Frei­- stil gegen Lukas Bossert perfekt ein und erarbeitete sich nach einer knappen Pausenführung im zweiten Umgang einen klaren 9:0-Sieg.

Steven Graf glückt temporäres Comeback

Gespannt wartete man auf das Duell bis 86 kg Greco zwischen Ramon Betschart und dem bis anhin ungeschlagenen Jonas Bossert. Der Kriessner Vizeweltmeister beendete diese Serie allerdings souverän. Er zermürbte Bossert mit Dauerdruck und war mit seinem 8:0-Sieg dafür verantwortlich, dass die Rheintaler im ersten Kampf nach der Pause in Führung gingen.

Diese Führung baute Sergiy Sirenko bis 70 kg mit einem starken Auftritt gegen Michael Portmann aus. Er kassierte zwar zum Unverständnis des gelb-schwarzen Anhangs trotz drückender Überlegenheit eine Passivität, doch das schmälerte den 10:1-Sieg nur unwesentlich.

Doch die RCW Lions liessen sich nicht abschütteln. Tobias Portmann revanchierte sich bis 79 kg Freistil für die Niederlage seines Bruders mit einem Sieg gegen Tobias Betschart. Betschart versuchte zwar alles, um zumindest zu einem Punkt zu kommen, doch der Nachwuchsinternationale der Lions verteidigte geschickt und holte sich einen 6:0-Punkteerfolg.

Die Überraschung des Abends war, dass Steven Graf bis 74 kg Freistil ein temporäres Comeback gab. Auch er liess seine Farben nicht im Stich und ersetzte den verletzten Marc Dietsche würdig. Trotz fehlender Wettkampfpraxis schaffte Graf gegen Mirco Studer einen umjubelten 7:0-Sieg. Damit brachte er die Kriessner einen Kampf vor Schluss mit 17:14 in Führung.

Somit war die Aufgabe für David Hungerbühler bis 74 kg Greco klar: Er musste gegen Andreas Vetsch, Willisauer Leihringer vom RC Oberriet-Grabs, ein vorzeitiges Ende verhindern und dabei einen Punkt holen. Das entspricht nicht unbedingt dem Gusto des Offensivringers, und mit einer riskanten Aktion zu Beginn liess Hungerbühler die Kriessner Herzen stillstehen. Doch danach zeigte er seine ganze Klasse und rang Vetsch bei der 1:10-Niederlage den nötigen Punkt ab, der den Gelb-Schwarz zum Titel und zu einer ausgelassenen Feier verhalf.

Premium League Playoff-Final, 3. Kampf

Willisau Lions – RS Kriessern 17:18 (10:8)

BBZ-Halle – 1800 Zuschauer – Kampfrichter: Jean-Claude Zimmermann.

57 kg Freistil: Timon Zeder – Urs Wild 2:3 (0:4). 61 kg Greco: Dimitar Sandov – Gabor Molnar 3:0 (2:0). 65 F: Lukas Bossert – Dominik Laritz 0:9 (0:3). 70 G: Michael Portmann – Sergiy Sirenko 1:10 (1:3). 74 F: Mirco Studer – Steven Graf 0:7 (0:3). 74 G: Andreas Vetsch – David Hungerbühler 3:1 (3:1). 80 F: Tobias Portmann – Tobias Betschart 6:0 (3:0). 86 G: Jonas Bossert – Ramon Betschart 0:8 (0:3). 97 F: Marco Riesen – Noel Hutter 16:0 (4:0). 130 G: Stegan Reichmuth – Philipp Hutter 17:2 (4:1).

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