RS Kriessern legt deutlich vor

RINGEN. Die Kriessner Ringer haben den Grundstein für eine erfolgreiche Halbfinalserie gelegt. Sie besiegten die RR Hergiswil deutlicher als erwartet mit 22:13 Punkten.

Patrick Dietsche
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RINGEN. Die Kriessner Ringer haben den Grundstein für eine erfolgreiche Halbfinalserie gelegt. Sie besiegten die RR Hergiswil deutlicher als erwartet mit 22:13 Punkten. Bei der RR Hergiswil fehlten die erwarteten Pascal Jungo und Thomas Suppiger, die Kriessner brachten ihre Leihringer Urs Wild und Flavio Freuler und als Überraschung den reaktivierten Mirco Moser mit.

Kriessner gleich in Front

Schon der Start gelang nach Wunsch. Urs Wild rehabilitierte sich bis 57 kg Freistil für seinen durchzogenen letzten Auftritt mit einer starken Leistung. Thomas Wisler konnte die Beinangriffe des Kriessners Mal für Mal nicht parieren und verlor vorzeitig mit 2:19. Im Schwergewicht bis 130 kg Greco kam es zur erwarteten Abnützungsschlacht zwischen Phillip Hutter und Akos Korica. Beide waren darauf bedacht, möglichst aktiv auszusehen und den Gegner wegen Passivität in die Banklage zu bringen. Dies gelang vorerst Hutter besser und er ging mit 1:0 in Führung; doch mit Fortdauer des Kampfes drängte Korica den Kriessner in die Defensive. In der angeordneten Bodenlage holte sich der Hergiswiler die zwei notwendigen Punkte zum 2:1-Sieg. Auch der zweite Leihringer der Kriessner, Flavio Freuler, zeigte, dass mehr in ihm steckt, als er bisher zeigte. Er kontrollierte David Wisler bis 61 kg Greco über weite Strecken und fuhr einen ungefährdeten 12:4-Punktesieg ein.

Sandro Moser überzeugte bis 97 kg Freistil gegen Werner Suppiger. Zuerst abwartend, schuf Moser die Differenz vor allem im zweiten Umgang, wo er Suppiger mit gekonnten Beinangriffen den Schneid abkaufte. Am Ende siegte er 8:4. Umkämpfter als das Resultat von 2:8 vermuten lässt, war die Begegnung bis 65 kg Freistil zwischen Marc Dietsche und Marco Hodel. Die beiden schenkten sich keinen Quadratzentimeter Matte, und lange war es ausgeglichen. Letztlich setzte sich die Routine gegen die Jugend durch und Hodel holte den entscheidenden Vorsprung. Damian Dietsche ging leicht angeschlagen in den Kampf bis 86 kg Greco gegen den aufsässigen Julius Kurmann. Der Kriessner beherrschte zwar den Kampf, konnte sich aber nie weit absetzen. Es reichte aber zu einem ungefährdeten 5:0-Punktesieg.

Beeindruckendes Comeback

Bis 70 kg Greco folgte, was die Kriessner in der Halle hofften und die Gegner fürchteten. David Hungerbühler zeigte seinem Gegner den Luftraum und schaffte es das zweite Mal in dieser Saison, eine 5er-Wertung zu erzielen. Martin Grüter blieb zwar gefährlich, und Hungerbühler kämpfe wie immer nach der Devise top oder Flop. Dann aber musste der Hergiswiler froh sein, dass die Schlusssirene ihn vor einer Schulterniederlage bewahrte. Doch auch das 20:7 war ein eindrücklicher Leistungsausweis. Erstmals in dieser Saison trat Mirco Moser für Gelb-Schwarz auf die Matte. Bis 80 kg Freistil traf er mit Benno Jungo auf ein bekanntes Gesicht, das ihm in der letzten Saison das Leben schwer gemacht hatte. Moser zeigte, wie wertvoll er für die Mannschaft ist, und obwohl er am Ende eine 4:5-Niederlage hinnehmen musste, dürfte der Kriessner mit seinem Auftritt mehr als zufrieden sein.

Steven Graf stellt Sieg sicher

Steven Graf schliesslich war es vorbehalten, den Kriessner Sieg sicherzustellen. Er hatte bis 74 kg Freistil gegen Raphael Kaufmann zwar einige heikle Momente zu überstehen, doch er befreite sich jeweils bravourös aus diesen Situationen und holte sich im Gegenzug die notwendigen Zähler zum 9:0-Punktesieg. Nachdem Mirco Hutter vor Wochenfrist noch ziemlich zerzaust wurde, gelang ihm gegen Patrick Stadelmann bis 74 kg Greco eine feine Leistung. Er hielt sich an die taktischen Anweisungen seines Trainers und bereitete damit seinem Gegner mehr Mühe, als dieser wohl erwartet hatte. Die 4:8-Niederlage konnte Hutter zwar nicht verhindern, doch durfte er mit dem Gezeigten zufrieden sein.

Resultate: 57 F: Urs Wild – Thomas Wisler 4:1, 61 G: Flavio Freuler – David Wisler 3:1, 65 F: Marc Dietsche – Marco Hodel 1:3, 70 G: David Hungerbühler – Martin Grüter 3:1, 74 F: Steven Graf – Raphael Kaufmann 3:0, 74 G: Mirco Hutter – Patrick Stadelmann 1:2, 80 F: Mirco Moser – Benno Jungo 1:2, 86 G: Damian Dietsche – Julius Kurmann 3:0, 97 F: Sandro Moser – Werner Suppiger 2:1, 130 G: Philipp Hutter – Akos Korica 1:2.