RS Kriessern erfüllt die Pflicht

Ohne zu überzeugen gewinnt die RSK den Auswärtskampf gegen den Tabellenletzten Einsiedeln knapp mit 19:18 und kam unerwartet in Bedrängnis.

Patrick Dietsche
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Sandro Moser (links) führte sich mit einem Sieg ein. (Bild: Patrick Dietsche)

Sandro Moser (links) führte sich mit einem Sieg ein. (Bild: Patrick Dietsche)

RINGEN. Dass es in der Hutter Premium League keine schwachen Gegner mehr gibt, mussten die Kriessner am Samstagabend in der Klosterstadt zur Kenntnis nehmen. Hugo Dietsche musste sein Team auf einigen Positionen umstellen – und dies blieb nicht ohne Folgen. Das Positive am Kampf war sicher die Tatsache, dass die Rheintaler auch gewinnen können, wenn es für einmal nicht nach Wunsch läuft.

Ausgeglichene erste Hälfte

Nachdem man sich in den letzten Kämpfen vor allem in der ersten Hälfte jeweils einen grossen Rückstand einhandelte, konnten die Kriessner diesmal das Geschehen vor der Pause ausgeglichen gestalten. Andreas Bleiker trug allerdings zum Auftakt bis 57 kg Greco noch nichts zu dieser positiven Entwicklung bei. Er musste dem Ex-Kriessner Patrick Dähler das Feld überlassen und verlor nach 0:12-Rückstand via Schulter-Niederlage. Doch schon Philipp Hutter schaffte bis 120 kg Freistil gegen Michael Hess den Anschluss. Hutter punktete regelmässig, es fehlten am Ende beim 13:0 nur zwei Zähler zum vorzeitigen Ende. Das schaffte dafür bis 61 kg Freistil Christoph Wittenwiler gegen Dany Kälin. Der Kriessner zeigte sich von seiner besten Seite und punktete den Einsiedler mit 15:0 aus. Hartes Brot bekam dann allerdings Jürg Hutter bis 97 kg Greco vorgesetzt. Sven Neyer erwies sich vor allem im Bodenkampf um einen Tick besser und nutzte dies zu einem letztlich deutlichen 9:2-Punktesieg. Der Mannschafts-Zähler, den er dabei erkämpfte, sollte sich noch als wertvoll erweisen. Hart umkämpft war die Begegnung bis 65 kg Greco zwischen Michael Schönbächler und Manuel Wittenwiler. Während der erste Abschnitt eher dem Einsiedler gehörte, machte Wittenwiler im zweiten Umgang Dampf, doch Schönbächler rettete einen knappen 6:5-Sieg über die Zeit. Damit stand es zur Pause 9:9.

Klare Entscheidungen

Einen gelungenen Saisoneinstand durfte bis 86 kg Freistil Sandro Moser nach der Pause feiern. Er verdarb Roger Fuchs sein Comeback nach zwei Jahren Abwesenheit mit einen Schultersieg schon nach wenigen Sekunden. Marc Dietsche bekam seine vier Mannschafts-Zähler bis 70 kg Freistil geschenkt, weil sein Gegner René Hensler verletzungsbedingt nicht antreten konnte. Mirco Hutter machte danach als Ersatz für den verletzten Damian Dietsche bis 80 kg Greco eine unglückliche Figur. Er unterschätzte wohl die Kraft von Bruno Flück und musste schon früh nach einem missglückten Angriff eine Schulterniederlage abwehren. Doch im zweiten Umgang war es dann der eine Angriff zu viel. Unter frenetischem Jubel holte sich Flück einen unerwarteten Schultersieg. Fabio Dietsche mausert sich immer mehr zum sicheren Wert: Er hielt bis 74 kg Greco Lukas Schönbächler souverän in Schach und brachte einen 4:1-Punktesieg gekonnt ins Trockene. Dies war auch nötig, denn am Ende gab es noch was zu sehen, was es schon sehr lange nicht mehr zu sehen gab und hoffentlich auch so bald nicht mehr zu sehen gibt: Steven Graf kassierte bis 74 kg Freistil eine Schulterniederlage gegen Yves Neyer. Trotzdem durfte sich die RSK über den Sieg freuen.