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Rote Köpfe wegen neuem Fahrplan

Der vor zwei Wochen eingeführte neue Fahrplan verursacht bei so manchem Fahrgast Kopfschmerzen. Die Busanschlüsse an die neue Direktverbindung Zürich – Heerbrugg lassen zudem immer noch zu wünschen übrig.
Chris Eggenberger
Fortschritt oder Ursache von Problemen? Der neue, seit Mitte Dezember gültige Fahrplan bekam nicht nur positive Rückmeldungen. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Fortschritt oder Ursache von Problemen? Der neue, seit Mitte Dezember gültige Fahrplan bekam nicht nur positive Rückmeldungen. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Mit dem Rheintal-Express IR13 ohne Umsteigen von Zürich nach Heerbrugg fahren: Mit dieser Änderung sollte der neue, ab 9. Dezember wirksame Fahrplan die Verbindungen im Rheintal verbessern. Nicht jedoch, wenn man am Sonntag, nach Ankunft in Heerbrugg, auch eine Busverbindung ins Oberrheintal sucht. Dann darf man nämlich satte 24 Minuten lang die Bahnhofsumgebung bestaunen. Manch einer hätte da wohl Besseres zu tun.

Der Fahrplan ist das Problem

24 Minuten auf den Busanschluss warten muss aber nur, wer überhaupt am Bahnhof Heerbrugg ankommt. (Mehr vgl. Infokasten)

Obwohl die neue Direktverbindung immer noch langsamer ist, als wenn man über Sargans ins Rheintal fährt, bietet sie vielen Fahrgästen einen grossen Vorteil: Wer nicht mehr allzu schnell zu Fuss ist oder mit Gepäck reist, hat grosse Mühe, den Anschluss in Sargans zu erwischen. Pendlern sind die Bilder von durch den Bahnhof sprintenden, noch nicht enttäuschten Menschenmassen geläufig. Dieser Stress soll den Rheintalern nun erspart bleiben.

Probleme bereiten jedoch die Anschlüsse am Knotenpunkt Heerbrugg. Wieso die Busse im Rheintal trotz Fahrplanänderung nicht konsequent auf den neuen Rheintal-Express angepasst wurden, ist für viele schwer nachzuvollziehen. So auch Leser Ralph Gluch. Der Rebsteiner arbeitet momentan in Thun, pendelt aber oft am Wochenende zurück in die Heimat. Er sagt, der Sargans-Umstieg sei ihm zu riskant, daher habe er sich sehr auf die neue Verbindung gefreut. Die Enttäuschung über die Wartezeit auf Busanschlüsse sei bei ihm gross.

Langer Weg zur Veränderung

Um das Problem zu verstehen, muss man zuerst die Planung und Erstellung eines neuen Fahrplanes in Betracht ziehen. Diese ist ein kompliziertes Zusammenspiel zwischen Kanton, Gemeinden, dem Verein St. Galler Rheintal und der Busgesellschaft RTB.

Von Seite der Gemeinden heisst es, man könne zwar seine Anregungen beim Verein St. Galler Rheintal (VSGR) einbringen. Mehrere Gemeindequellen bestätigen aber, es sei aber wegen der hohen Vernetztheit und der vielen zu erreichenden Verbindungen oft schwer, etwas zu verändern.

Sabina Saggioro, Geschäftsleiterin beim VSGR, präzisiert: Die Wünsche der Gemeinden würden geprüft und je nach Möglichkeit eingebaut. Danach werde die regionale Eingabe an das Amt für öffentlichen Verkehr gemacht. Diese wird dann vom Kanton ins überregionale Netz eingearbeitet. Ein langer Weg also, bis zu einem konkreten Problem eine Lösung gefunden werden kann.

Keine baldigen Verbesserungen

Ob die neue Topverbindung nach Zürich bei der Planung im Bürokratiehaufen einer solch grossen Planung vergessen ging? Nicht unbedingt, sagt Hans Koller, Leiter Markt bei der RTB Rheintal Bus. Am Problemtag Sonntag seien die Zahlen der ÖV-Nutzer deutlich niedriger als an Wochentagen. Daher fahre alle 30 Minuten ein Bus, nicht wie üblich alle 15. Eine Anpassung auf den Rheintal-Express in Heerbrugg sei kompliziert, da auch die Anschlüsse an anderen Knotenpunkten wie Altstätten eingehalten werden müssen. Es sei zwar möglich, Kapazitäten am Sonntag zu erhöhen, dichterer Verkehr führe aber zu hohen Kosten für die Gemeinden, was diese abschrecke. Obwohl der Missstand erkannt wurde, sei eine Verbesserung des Fahrplans frühstens in einem Jahr zu erwarten; darin sind sich alle Parteien einig.

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