Rosy Zeiter feiert mit Konzert

THAL. Mit dem gemeinsamen Konzert ihrer Kinder und der Big Band Atlantis hat sich die Thaler Musikerin Rosy Zeiter zum 75. Geburtstag einen Wunsch erfüllt.

Gisela Tobler
Drucken
Rosy Zeiter bedankt sich bei ihren Kindern mit Rosen. (Bild: Gisela Tobler)

Rosy Zeiter bedankt sich bei ihren Kindern mit Rosen. (Bild: Gisela Tobler)

Der «Ochsen»-Saal ist am Freitagabend bis auf den letzten Platz besetzt. Auf dem Programm steht ein Konzert mit klingenden Namen. Im Rampenlicht stehen neben der Big Band Atlantis unter der Leitung von Gilbert Tinner vor allem Rosy Zeiters Kinder Daniel Zeiter, Ursula Oelke und Brigitte Oelke. Zum ersten Mal nach fünfzehn Jahren stehen die drei wieder gemeinsam auf der Bühne und erfüllen ihrer Mutter damit einen Herzenswunsch.

Die Diva schlechthin

Glanz und Glamour in die Provinz bringt Brigitte Oelke, die international zum Musical-Star avanciert und im deutschsprachigen Raum einem Millionenpublikum bekannt ist. Der grosse Durchbruch gelang ihr vor zehn Jahren mit der Rolle als «Killer Queen» im Musical «We Will Rock You». Nun steht sie auf der «Ochsen»-Bühne und singt Ohrwürmer wie «Crazy Little Thing Called Love» und «Over The Rainbow». Das Publikum, darunter zahlreiche Freunde der Familie Zeiter sowie etliche ehemalige Lehrer der Kinder, ist über alle Massen begeistert; sowohl von ihrer kraftvollen Stimme als auch von ihrer starken Bühnenpräsenz. Brigitte Oelke ist die Diva schlechthin, von der roten Löwenmähne bis hinunter zu den ebenso roten High Heels.

Feine Chansons

Bruder und Schwester stehen der «Killer Queen» allerdings in nichts nach. Offensichtlich hat Rosy Zeiter ihre eigene musikalische Begabung sehr ausgewogen an ihre Kinder vererbt. Ursula Oelke, Pianistin und Sängerin mit beeindruckendem Stimmumfang, singt sich mit feinen Chansons in die Herzen der Zuhörer. «Je suis comme je suis» heisst eines ihrer Lieder, das ihr deshalb so gut gefalle, weil «so zu sein, wie man ist, lernt man, wenn man mit meiner Mutter aufgewachsen ist», wie sie lachend verrät.

Der Mutter zuliebe

Viele Talente hat auch Sohn Daniel Zeiter, der nicht nur als virtuoser Saxophonist der Big Band Atlantis, sondern auch als humorvoller Moderator und charmanter Sänger gefällt. Eigentlich sei ihm das alles etwas zu viel, sagt er augenzwinkernd, «ich mache es eigentlich nur dem Mami zuliebe». Das glaubt ihm natürlich niemand, zumal ihm alle drei Rollen geradezu auf den Leib geschneidert sind. Mit von der Partie ist auch Manuela Gerosa, stimmstarke Sängerin der Big Band Atlantis. Sie kennt Rosy Zeiter schon seit Kindertagen, hat mit Daniel im Stadttheaterchor gesungen und gehört fast schon zur Familie. Sie geniesst es sehr, mit den drei Geschwistern auf der Bühne zu stehen und Teil dieser grossartigen Show zu sein.

Die Stimmung im «Ochsen»-Saal ist sehr gut. Ein Hit folgt dem nächsten, von Big-Band-Klassikern über Balladen bis zu fetzigen Rock-Songs, als Solo, im Duett, zu dritt oder im Quartett. Und mittendrin Rosy Zeiter, strahlend und überglücklich. Wen wundert's, dass nach dem offiziellen Ende noch niemand nach Hause gehen will. Natürlich gibt es Zugaben, und bevor Bandleader Gilbert Tinner mit «Lady Marmalade» das endgültige Finale anstimmt, ruft er dem Geburtstagskind zu: «Rosy, das machen wir wieder.»