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Rosen, Feuer und maskierte Männer

Serie Brauchtum (Teil 8)
Der Kopfschmuck der Kukeri-Gruppe aus Kliment (Bulgarien) ist mit vielen Blumen bestückt. Diese sollen an die reiche Ernte der ölhaltigen Rosen erinnern. (Bild: pd)

Der Kopfschmuck der Kukeri-Gruppe aus Kliment (Bulgarien) ist mit vielen Blumen bestückt. Diese sollen an die reiche Ernte der ölhaltigen Rosen erinnern. (Bild: pd)

Altstätten  Die Kukeri-Gruppe aus Kliment in Bulgarien wird am europäischen Kultur- und Brauchtumstreffen in Altstätten mit dem imposanten Kopfschmuck auf sich aufmerksam machen. Dieser ist mit vielen bunten Blumen, vor allem mit Rosen bestückt. Der Kopfschmuck soll an die reiche Ernte der ölhaltigen Rosen erinnern. Denn das Gebiet am Fusse des Balkangebirges im fruchtbaren Tal um Kliment ist berühmt für die Herstellung des bekannten Rosenöls. Das Besondere an der Kukeri-Gruppe ist, dass die Männer eine Maske aus Drahtgaze tragen. Dies kommt in Bulgarien sehr selten vor.

Die Frauen treten in ihrer Tracht auf

Den Frauen ist es verwehrt, eine Maske zu tragen. Sie treten in ihrer Tracht unmaskiert auf. Sie tanzen und singen Lieder, die für diesen Brauch charakteristisch sind. Die Männer tragen um die Hüfte Glocken. Diese sind unüberhörbar und machen die Einwohner auf die Kukeri aufmerksam, die durch das Dorf ziehen und mancherorts bewirtet werden. Bevor sie dann weiterziehen, wird den Gastgebern alles Gute, Fruchtbarkeit und Wohlstand gewünscht.

Die Busó Gruppe Sokackör Mohács aus Ungarn hat gemäss einer Legende 1687 mit Masken und Waffen die Osmanen erschreckt und aus Mohács vertrieben. Dieses Ereignis soll gemäss Erzählungen der Ursprung der «Farsang» – der Fasnacht – an der Grenze zu Kroatien und Serbien sein. Man ist sich allerdings nicht sicher, ob dem tatsächlich so ist. Eher wahrscheinlicher ist, dass die Schwaben die Fasnacht nach Ungarn gebracht haben. Denn die ersten schriftlichen Erwähnungen dieses Brauches stammen aus dem 17. Jahrhundert.

Reigentanz um das Feuer

Zu jener Zeit war diese Gegend fast ausgestorben und wurde von vielen Schwaben neu belebt. Jeweils am Nachmittag des Fasnachtssonntag findet in Mohács ein grosser Umzug statt, an dem über 1000 Busós teilnehmen. Wenn es eindunkelt, wird auf dem Széchenyi-Platz ein grosses Feuer entfacht und alle tanzen im Kreis den Reigentanz. Am Fasnachtsdienstag wird dann die Fasnacht auf dem Marktplatz in einem Sarg im grossen Feuer symbolisch verbrannt. (radi)

Vom 15. bis 17. Februar findet in Altstätten das Europäische Kultur- und Brauchtumstreffen statt. An diesem nehmen 35 Gruppen aus 15 Ländern teil. Weitere Infos sind zu finden unter: www.butz100.ch

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