RINGEN: Zweiter Platz vor eigenem Anhang

Der Nachwuchs des RC Oberriet-Grabs muss sich an der Herbstrunde der Rheintalliga erst im Final von Radolfzell (Deutschland) geschlagen geben. Die RS Kriessern erreicht den vierten Platz.

Maurus Zogg
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RCOG-Ringer Tinio Ritter (rot) packt beim Doppelbeinangriff beherzt zu. (Bild: pd)

RCOG-Ringer Tinio Ritter (rot) packt beim Doppelbeinangriff beherzt zu. (Bild: pd)

Maurus Zogg

Vier von fünf Begegnungen, darunter gegen Lokalrivale Kriessern, konnte Oberriet-Grabs für sich entscheiden. Erst im Final fanden die RCOG-Jungringer mit Rheintalliga-Neuling Radolfzell einen Bezwinger.

Neun Mannschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz traten in Oberriet zur Herbstausgabe der Rheintalliga an. Trotz einer in den oberen Gewichten nicht vollständig vertretenen Mannschaft starteten die Oberriet-Grabser als einer von vielen Favoriten ins Turnier. In den tiefen bis mittleren Gewichten weist der RC Oberriet-Grabs seit Jahren eine schlagfertige Mannschaft auf.

Ebenfalls ein Titelkandidat war der Frühlingsmeister KSK Klaus. Dank Top-Nachwuchsarbeit konnten die Vorarlberger zwei Mannschaften stellen und somit aus einer Vielzahl von Ringern auswählen. Zum ersten Mal dabei war der VFK-Eiche Radolfzell. Deshalb waren die Bodensee-Anrainer schwer einzuschätzen. Auch zu den Sieganwärtern zählten die Nachbarn aus Kriessern. Sie waren im Frühling als Zweite vor dem RCOG klassiert.

22:22-Sieg gegen Kriessern – dank mehr Schultersiegen

In den ersten zwei Begegnungen gegen den KSK Klaus II und Wolfurt-Mäder zeigte der RCOG-Nachwuchs, dass er für den Titelkampf gerüstet ist. Gegen Klaus II gewann der Gastgeber 37:7, und auch Wolfurt-Mäder wurde hoch (32:13) besiegt.

Darauf folgte das heiss ersehnte Derby zwischen Kriessern und Oberriet-Grabs. Zu Beginn glichen sich die Mannschaften Kampf für Kampf aus. Bis 38 kg mussten die Gastgeber aber eine unerwartete Niederlage verkraften: Schweizer Meister Roman Kehl wurde vom Kriessner Reto Steger geschultert. Sirin Ritter war danach gefordert, den Rückstand wieder aufzuholen. Dank eisernem Willen schaffte er nach einem 6:8-Rückstand die Wende und schulterte seinen Gegner.

Quintus Zogg nahm den Schwung dieses Sieges in seinen Kampf mit und legte, von den Zuschauern angefeuert, Dano Obrist auf die Schultern. Zwei Punkte fehlten dem Heimteam noch, um das Ostschweizer Duell für sich zu entscheiden. Der Kriessner Dorien Hutter hatte aber etwas dagegen; er schulterte Janis Steiger überraschend.

Nun lag die Verantwortung in den Händen von Samuel Vetsch, um mindestens noch ein Unentschieden zu erreichen. Denn der RCOG hatte mehr Schultersiege auf dem Konto, weshalb ihm der Gleichstand zum Siegen reichte. Gesagt, getan: Vetsch verbuchte trotz einer 1:3-Niederlage den nötigen Punkt und somit standen die Oberriet-Grabser mit einem Resultat von 22:22 als Sieger im Derby fest.

Knappe Niederlage von Oberriet-Grabs im Final

Nachdem der RC Oberriet-Grabs auch seinen letzten Kampf der Gruppenphase für sich entschieden hatte, stand der Finaleinzug gegen Radolfzell fest. Mit Siegen über Titelverteidiger Klaus, Inzing und Baienfurt qualifizierten sich die Baden-Württemberger in der anderen Gruppe für den Endkampf.

Im Final entwickelte sich ein ähnlicher Match-Verlauf wie schon gegen Kriessern. Dieses Mal gingen die Oberriet-Grabser aber als knappe Verlierer von der Matte. Trotz einer tollen Teamleistung verloren die Rheintaler 22:24.

Im Match um den 3./4. Platz zwischen Klaus und Kriessern war es ähnlich knapp – auch dort wurde die Begegnung im letzten Kampf zugunsten der Österreicher entschieden.

Auch wenn die knappe Finalniederlage im ersten Moment enttäuschend war, zeigten sich die RCOG-Verantwortlichen zufrieden. Das Ziel Finalqualifikation wurde auch mit einem Ringer zu wenig erreicht.