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RINGEN: «Wir sind reifer geworden»

Der RCOG bot Weinfelden die Stirn und gewann knapp mit 18:16. Dieses Resultat bedeutet die Qualifikation für den Halbfinal gegen Martigny in der Challenge League.
Andreas Vetsch (r.) siegte gleich mit 16:0. (Bild: mz)

Andreas Vetsch (r.) siegte gleich mit 16:0. (Bild: mz)

Flavio Freuler (WM-Zehnter 2017, Ringer RCOG) und Mike Rüegg (sportlicher Leiter RCOG) analysieren den bisherigen Saisonverlauf und schauen voraus:

Gratulation zum Sieg gegen Weinfelden und der damit verbundenen Halbfinalqualifikation. Wie bewertet Ihr den bisherigen Verlauf der Saison?

Mike Rüegg: Die bisherige Saison ist bis auf die Niederlagen ge­- gen Brunnen planmässig verlaufen. Die Doppellizenzen von vier RCOG-Ringern fordern jedoch bei jeder Aufstellung Fingerspitzengefühl, um zum einen den Ringern die wichtigen Einsätze in der obersten Liga zu ermöglichen und zum anderen die Kämpfe auch ohne sie zu gewinnen. Wir sind auf einem soliden Weg, brauchen aber sicher noch weitere Nachwuchskräfte.

Flavio Freuler: Wie erwähnt, lief ausser gegen Brunnen alles nach unseren Vorstellungen. Vor allem im Rückkampf gegen den Leader merkte man, dass wir ein zu kleines Kader haben, um Ausfälle von Ringern wie beispielsweise Dominik Laritz und Sergiy Sirenko zu verkraften.

Was macht die Mannschaft im Vergleich zur misslungenen letzten Saison besser?

Mike Rüegg: Dieses Jahr sind wir konstanter. Unsere Siegringer können schweizweit jeden Gegner besiegen. Genauso wichtig ist aber auch, dass wir weniger Kämpfe mit dem Maximum verlieren. Das gesamte Kader ist robuster und reifer geworden. Die Vielseitigkeit der Aufstellung mit den Doppellizenz-Ringern trägt den Rest dazu bei.

Flavio Freuler: Ja, die Mannschaft wird konstanter und entscheidend sind vor allem die weniger hoch ausgefallenen Niederlagen.

Ein kleiner Ausblick auf den weiteren Ligaverlauf?

Mike Rüegg: Der Playoff-Gegner Martigny ist sehr schwierig einzuschätzen. Die Richtung stimmt und die Ringer sind motiviert, in den Final vorzustossen. Der RCOG wird alles daran setzen, dieses Zwischenziel zu erreichen. Den unfallbedingten Ausfall von Flavio Freuler zu kompensieren, spielt dabei eine wichtige Rolle.

Flavio Freuler: Martigny ist vor allem dank der ausländischen Verstärkung stark. Ich denke, wenn jeder Ringer wie bisher sein Bestes gibt, sollte die Finalqualifikation realistisch sein. (mz)

Pflicht souverän erfüllt

Schon vor die Begegnung begann war klar, dass Weinfelden alles aufbieten muss, um den RCOG noch vom zweiten Tabellenplatz zu verdrängen. Nach einem 29:9- Erfolg im Hinkampf hätten die Oberriet-Grabser sogar mit einer Niederlage in die Halbfinals einziehen können. Davon wollte man aber nichts wissen und stellte im letzten Rückrundenkampf noch einmal voll auf. Bis 57 kg Griechisch-Römisch standen sich Maurus Zogg und Silvan Mühle­thaler gegenüber. Auch in seinem zweiten Ligakampf behauptete sich Zogg und gewann knapp mit 8:6. Bis 130 kg siegte Andrii Vishar noch vor der Pause mit technischer Überlegenheit.

Nachwuchshoffnung siegt gegen Altmeister

Im Kampf 61 kg Freistil kam es dann zum ersten Höhepunkt. Nachwuchshoffnung Dominik Laritz stand Altmeister Urs Wild gegenüber. Nach der ersten Kampfhälfte lag Laritz zwar noch knapp zurück, doch gegen Ende des Kampfes hatte Wild mit der Kondition zu kämpfen. Dies nutzte der Widnauer geschickt aus und dominierte seinen Gegner regelrecht. Nach sechs Minuten gewann Laritz überraschend hoch mit 16:4. Christian Hutter nahm diesen Schwung mit und siegte nach einem Abnützungskampf mit 2:0. Im letzten Duell vor der Pause ging Nicolas Steiger gegen Thomas Wild auf die Matte. Der Montlinger fand kein Rezept und musste sich vor Ablauf der zweiten Kampfhälfte durch technische Überlegenheit des Gegners geschlagen geben. Bis 86 kg Freistil gab Bruno Flück sein Debüt im RCOG-Trikot. Trotz starker Gegenwehr verlor der Leihringer aus Tuggen mit 0:11 – und es zeigte sich, dass er sich vor allem im konditionellen Bereich verbessern muss. Dann stand Dominik Steiger Weinfel­dens Roger Junker gegenüber. Wie sein Bruder Nicolas hatte er einen starken Gegner und musste sich 2:6 geschlagen geben. RCOG-Leihringer Florian Bernet erfüllte die Aufgabe, einen Mannschaftspunkt zu holen, und verlor gegen einen starken Fabio Dietsche mit 1:10. Dieser Negativserie bereitete Andreas Vetsch ein Ende, wobei er Junioren-EM-Teilnehmer Yves Müllhaupt gleich mit 16:0 von der Matte fegte. Im letzten Kampf konnte sich Geburtstagskind Jeremias Hegi nicht selbst beschenken. Er verlor trotz starkem Einsatz mit 0:4. Die Aufholjagd der Weinfelder reichte nicht aus, die Rheintaler einzuholen, die mit 18:16 gewannen.

Anmelden für Fahrt nach Martigny

Mit dem zweiten Platz hat sich der RCOG für die Playoffs qualifiziert und wird nächstes Wochenende nach Martigny zum ersten Halbfinal aufbrechen. Der RCOG-Vorstand hat für diesen entscheidenden Kampf extra einen Fanbus organisiert. Alle, die mitkommen wollen, sind eingeladen. Die genaue Abfahrtszeit wird Mitte Woche auf der Homepage des RCOG zu finden sein. Anmelden kann man sich bis Donnerstag, 26. Oktober, bei Daniel Steiger: 079 635 63 81. (mz)

Challenge League Ost

RRTV Weinfelden – RC Oberriet-Grabs 16:18

57 G: Silvan Mühlethaler – Maurus Zogg 1:2. 61 F: Urs Wild – Dominik Laritz 1:3. 65 G: Thomas Wild – Nicolas Steiger 4:1. 70 F: Roger Junker – Dominik Steiger 2:1. 74 G: Yves Müllhaupt – Andreas Vetsch 0:4. 74 F: Aron Meier – Jeremias Hegi 2:0. 80 G: Fabio Dietsche – Florian Bernet 3:1. 86 F: Jeremy Vol­lenweider – Bruno Flück 3:0. 97 G: Niklas Blaser – Christian Hutter 0:2. 130 F: Hendrik Hofmann – Andrii Vishar 0:4.

Tabelle: 1. RR Brunnen 6 Kämpfe/12 Punkte; 2. RC Oberriet-Grabs 6/8; 3. RRTV Weinfelden 6/4; 4. NRC Thalheim 6/0.

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