RINGEN: Trotz guter Leistung ausgeschieden

In Novi Sad (Serbien) finden die Europameisterschaften der Eliteringer statt. Greco-Ringer Andreas Vetsch vom RC Oberriet-Grabs zeigte zwei gute Kämpfe, die allerdings nicht zum Weiterkommen reichten.

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Der 66-Kilo-Mann Andreas Vetsch vom RC Oberriet-Grabs schied nach zwei starken Kämpfen bei den Europameisterschaften der Ringer im serbischen Novi Sad aus.

Zum Auftakt beschied ihm das Los den serbischen Olympiasieger Davor Stefanek als Gegner. Der Rheintaler rang gut gegen den mit viel Bonus bedachten Champion, der zudem Heimvorteil genoss, aber er verlor gegen den späteren Finalisten deutlich mit 0:11 Punkten.

Gegen den Olympiasieger Akzente gesetzt

Erfreulich war aber, dass Vetsch ohne zu grossen Respekt und mit Mut zum Risiko versuchte, den Kampf offen zu gestalten. Er konnte auch einige Akzente setzen und hätte mindestens einen Punkt verdient. Allerdings wurde die letzte Szene von der Kamera nicht erfasst, sodass der Videobeweis nicht möglich war.

In der Hoffnungsrunde traf er auf Aleksandre Jurkjans aus Lettland. Gegen diesen Gegner hatte der RCOG-Athlet schon an der U23-EM gerungen. War er dort mit 1:9 noch chancenlos geblieben, konnte er den Kampf diesmal lange offen halten.

Zur Pause mit 0:1 hinten, versuchte Vetsch zu Beginn der zweiten Hälfte alles. Der Kampf wogte hin und her, und in einer umstrittenen Szene verweigerte ihm das Kampfgericht eine durchaus mögliche Zweierwertung. Statt 2:1 stand es somit 1:3, was auch das Endergebnis des Kampfes war.

Trotzdem: Andreas Vetsch hat sich seit Jahresbeginn deutlich steigern können. Mit dem 20. Platz kann er zwar nicht zufrieden sein, aber durchaus optimistisch auf die Weltmeisterschaften blicken.

Mit Flavio Freuler, ebenfalls vom RCOG, hat Swiss Wrestling aber einen weiteren entwicklungsfähigen Athleten vom gleichen Jahrgang und gleicher Gewichtsklasse in seinen Reihen. Wen von beiden der neue Nationaltrainer Alfred Ter-Mkrtchyan für die WM nominiert, ist noch offen. Allerdings können beide sowohl in der Elite als auch in der U23 eingesetzt werden.

Gerhard Remus