RINGEN: RCOG verpasst Saisonziel

Oberriet-Grabs siegt im Halbfinal-Rückkampf gegen Martigny 22:16. Die Hypothek der Hinkampf-Klatsche wog aber zu schwer – die Unterwalliser setzen sich 41:35 durch.

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Trotz des Sieges von Andreas Vetsch (rechts) zieht Oberriet-Grabs nicht in den Final ein. (Bild: pd)

Trotz des Sieges von Andreas Vetsch (rechts) zieht Oberriet-Grabs nicht in den Final ein. (Bild: pd)

Mit 25:13 und somit zwölf Punkten Vorsprung hatte Martigny den Hinkampf gewonnen. Trotz dieser komfortablen Ausgangs­lage stellten die Romands auch im Rückkampf eine Top-Mannschaft auf die Matte. Die Oberriet-Grabser waren sich somit bereits vor Anpfiff bewusst, dass alles stimmen muss, um den Final noch zu erreichen.

Zu Beginn musste das Heimteam zwei Rückschläge wegstecken. Maurus Zogg unterlag wie schon im Hinkampf dem ehemaligen Vize-Europameister Dimitar Sandov durch technische Überlegenheit zugunsten des Bulgaren. Auch Andriy Vishar konnte nicht seine Bestleistung abrufen und verlor gegen Mar­tignys Leihringer Marco Riesen knapp 2:6.

Martigny trat trotz klarer Führung in Bestbesetzung an

Dominik Laritz liess sich von diesem Fehlstart nicht beeinflussen und schulterte seinen Gegner bis 61 kg Freistil noch vor Ablauf der ersten Minute.

Bis 97 kg Greco hatte Christian Hutter denselben Kontrahenten wie im Hinkampf. Auch in Oberriet fehlte es dem Routinier vor allem an der Kondition: Nach sechs Minuten musste sich Hutter 0:7 geschlagen geben. Wegen eines zu schweren Ringers bei der Abwaage gingen die letzten vier Punkte vor der Pause kampflos an das Heimteam.

Bis 80 kg Freistil musste sich Leihringer Dominik Bossert zum zweiten Mal in dieser Saison in der für ihn ungewohnten Stilart messen. Er liess sich davon jedoch nicht irritieren und gewann seinen Kampf mit einem Schultersieg.

Greco-Spezialist Andreas Vetsch musste ebenfalls im Freistil antreten. In der ersten Hälfte des Kampfes geriet Vetsch we­-gen einer Unaufmerksamkeit in Rücklage. Der Grabser konnte Gegner Kiril Sheytanov aber dank guter Kondition immer müder machen und so gegen Ende der zweiten Hälfte Punkt für Punkt gewinnen. Angetrieben vom Publikum erkämpfte er mit 12:6 drei Mannschaftspunkte für die Ostschweizer.

Bruno Flück bekam es bis 80 kg Greco mit Martignys Nachwuchstalent Tanguy Darbellay zu tun. Wie Hutter fehlte es auch ihm vor allem an der Ausdauer. Trotz eines starken Beginns musste er gegen Schluss immer mehr Punkte abgeben und verlor seinen Kampf mit 6:11.

Um die benötigten zwölf Punkte Vorsprung noch zu erreichen, hätten in den letzten zwei Kämpfen Sergiy Sirenko und Dominik Steiger ihre Kämpfe je 4:0 gewinnen müssen. Sirenko legte vor und besiegte den Internationalen Isa Usopov mit seiner ganzen Routine durch technische Überlegenheit.

Am Schluss wurde es nochmals spannend

Nun lag der Druck auf den Schultern des 18-jährigen Dominik Steiger. Zu Beginn machte sein Gegner bis 74 kg Freistil Druck und konnte punkten, somit war seine einzige Möglichkeit zur Finalqualifikation ein Schultersieg. Beinahe wäre dieser Steiger gelungen. Er überraschte mit einem Armzug, konnte den Konkurrenten aber nicht fixieren. Nach dieser Aktion war Théry Chardonnens jedoch auf weitere Angriffe vorbereitet. So gelang es Steiger nicht mehr, den Kampf zu wenden – er musste sich 6:16 geschlagen geben.

Somit steht fest, dass der RCOG nächstes Wochenende auswärts gegen Ufhusen um den dritten Platz der Winforce Challenge League ringt. (mz)

Challenge League, Halbfinal

Oberriet-Grabs – Martigny 22:16

Gesamtstand: 35:41

57 kg Greco: Zogg – Sandov 0:15 (0:4); 61 kg Freistil: Laritz – Arzumanjan 2:2 (4:0); 65 G: N. Steiger Forfait (4:0); 70 F: Vetsch – Sheytanov 12:6 (3:1); 74 G: Sirenko – Usupov 15:0 (4:0); 74 F: D. Steiger – Chardonnens 6:12 (1:3); 80 G: Flück – Darbellay 6:11 (1:3); 86 F: Bossert – Pierroz 6:1 (4:0); 97 G: C. Hutter – Jelinic 0:7 (0:3); 130 F: Vishar – Riesen 2:6 (1:2).

Andere Begegnung: Brunnen – Ufhusen 34:6 (Total: 62:17).