Rietstrasse zum Damm ausbauen

Gestern haben sich die Delegierten des Zweckverbandes Rheintaler Binnenkanal (RBK) im Werkhof in Au versammelt. Neben Rechnung 2014 und Budget 2015 wurde an der DV informiert, wie weit das Hochwasserschutzprojekt gediehen ist.

Kurt Latzer
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René Zünd, ehemaliger Gemeindepräsident von Marbach (2. v. l.) und Stefan Suter, ehemaliger Gemeindepräsident von Au (4. v. l.) wurden als Delegierte des Zweckverbandes Rheintaler Binnenkanal verabschiedet. RBK-Verwaltungsratspräsident Roland Wälter (links) hiess an ihrer Stelle die neuen Mitglieder Christian Sepin, Gemeindepräsident von Au (rechts), und Alexander Breu, Gemeindepräsident von Marbach, willkommen. (Bild: Kurt Latzer)

René Zünd, ehemaliger Gemeindepräsident von Marbach (2. v. l.) und Stefan Suter, ehemaliger Gemeindepräsident von Au (4. v. l.) wurden als Delegierte des Zweckverbandes Rheintaler Binnenkanal verabschiedet. RBK-Verwaltungsratspräsident Roland Wälter (links) hiess an ihrer Stelle die neuen Mitglieder Christian Sepin, Gemeindepräsident von Au (rechts), und Alexander Breu, Gemeindepräsident von Marbach, willkommen. (Bild: Kurt Latzer)

AU. Im Mittelpunkt der Delegiertenversammlung stand gestern nicht der offizielle, sondern der informative Teil. Die Jahresrechnung 2014, die mit einem Gewinn von gut 300 000 Franken abschloss, sowie das ausgeglichene Budget 2015 wurden diskussionslos und einstimmig bewilligt.

Ersatzwahl nötig

Nach den Rücktritten der ehemaligen Gemeindepräsidenten René Zünd, Marbach, und Stefan Suter, Au, musste gestern Ersatz gewählt werden. Als Vorstandsmitglied hat der neue Auer Gemeindepräsident Christian Sepin alle Stimmen bekommen, Alexander Breu, Gemeindepräsident von Marbach, wurde als Delegierter willkommen geheissen. Mit der Würdigung des Verwaltungsrates, der Delegierten und aller anderen Personen, die mit ihrer Arbeit am Binnenkanal beteiligt waren, nutzte RBK-Präsident Roland Wälter die Allgemeine Umfrage als einziger.

Sohle bleibt, wie sie ist

Nach dem offiziellen Teil informierte Reto Walser vom Ingenieurbüro Bänziger Partner über den Hochwasserschutz. Um die Sicherheit am Binnenkanal zu erhöhen, haben die RBK-Verantwortlichen bereits einiges als erledigt oder nicht realisierbar abhaken können. Keine weitere Energie will der Rat in das Projekt Rillisdamm-Schleuse investieren, die Sohle des Binnenkanals soll unangetastet bleiben. Gemäss verschiedenster Abklärungen haben sich beide Massnahmen als zu wenig wirksam erwiesen.

Ideale Stelle für Damm gefunden

In einigen Abschnitten kann die Sohle aufgrund der Beschaffenheit des Untergrundes nicht gesenkt werden, anderenorts übersteigen die Kosten den möglichen Nutzen.

Geeinigt haben sich RBK-Verwaltungsrat und Planer auf den Standort des Dammes, der einst im Notfall Wasser zurückhalten und die nördlich gelegenen Siedlungsgebiete vor Überschwemmungen schützen soll. Bauen könnte man den Damm an verschiedenen Stellen: entlang der Rietach, im Windfang entlang der Rietstrasse oder auf der Strasse selbst.

Damit man für das Stauwerk möglichst wenig Boden vergeudet und Ersatzmassnahmen verhindert werden, soll die Rietstrasse erhöht und zum Damm ausgebaut werden.

Wassermenge nicht definiert

Einer der wichtigeren Entscheide haben die Verantwortlichen noch nicht gefällt. Demnächst müssen sie festlegen, wie viel Wasser im Notfall kanalabwärts fliessen soll. «Je weniger Wasser wir bei den Drei Brücken durchfliessen lassen, desto grösser muss man die Retentionsfläche (Flächen, die man bei Hochwasser gezielt überflutet) definieren.» Die Landwirte, deren Boden im Notfall überschwemmt wird, sollen Entschädigungen erhalten. Roland Wälter glaubt an eine Akzeptanz bei den Bauern, zumal diese heute bei Hochwasser auf ihren Feldern keine Entschädigungen erhalten.

Der RBK-Verwaltungsratspräsident ist zuversichtlich, das Hochwasserschutz-Vorprojekt abschliessen und anschliessend Bund und Kanton zur Prüfung übergeben zu können.