Riet-Bodenprojekt auf gutem Weg

MARBACH. Das Pilotprojekt für Bodenverbesserungen im Isenriet wird nächstens aufgelegt. Man hofft auf eine Bewilligung im Mai, hiess es an der Ortsbürgerversammlung.

Max Tinner
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«Sie hat ihn verdient.» Walter Kobelt dankt der letzten Herbst zurückgetretenen Ratschreiberin Sandra Kobelt mit einem Blumenstrauss. (Bild: Max Tinner)

«Sie hat ihn verdient.» Walter Kobelt dankt der letzten Herbst zurückgetretenen Ratschreiberin Sandra Kobelt mit einem Blumenstrauss. (Bild: Max Tinner)

Sechs Jahre dauern die Abklärungen für das Pilotprojekt für Bodenverbesserungen im Isenriet schon. Nun, so scheint's, ist man daran, die letzten administrativen Hürden zu nehmen. Man stehe kurz davor, das Pilotprojekt bei der Politischen Gemeinde Marbach auflegen zu können, verkündete Walter Kobelt, Präsident des Ortsgemeinde-Verwaltungsrats gestern an der Ortsbürgerversammlung in der reformierten Kirche. Derzeit regle man mit den Politischen Gemeinden Marbach und Oberriet noch die Kostenfrage für allfällige Schäden, welche Lastwagen beim Abfahren ab der Strasse in den Landwirtschaftsboden an der Strassenkante verursachen könnten.

Weitere Ökoflächen bestimmt

Sind keine Einsprachen zu behandeln, erwartet man im Mai die Bewilligung, so dass man noch dieses Jahr mit den Arbeiten beginnen kann. Mit Einsprachen rechnet Walter Kobelt nach den langwierigen Verhandlungen indes nicht mehr. Im Besonderen hat man sich mit den Umweltverbänden auf 159 Aren zusätzliche ökologische Ausgleichsfläche geeinigt, wobei rund 80 Aren bereits bestehende Ökoflächen der Ortsgemeinde Marbach und der Rhode Lüchingen angerechnet werden.

Bei diesem Pilotprojekt will man auf 13,2 Hektaren Boden der Ortsgemeinde Marbach und der Rhode Lüchingen sandige Rhein-Ablagerungen mit dem bestehenden Oberboden durchmischen. Auf diese Weise will man Setzungen der letzten Jahrzehnte kompensieren und verhindern, dass sich der Boden weiter dem Grundwasserspiegel nähert und vernässt. Ein kleinflächiger erster Versuch vor einem Jahr ist vielversprechend ausgefallen.

Der Ortsgemeinde Marbach liege viel daran, ihrem Boden Sorge zu tragen, betonte Walter Kobelt. Dies nicht zuletzt, weil ihr Vermögen hauptsächlich aus Wald und Landwirtschaftsboden besteht. Und weil die Holzpreise niedrig sind, bilden die Zinsen auf dem verpachteten Boden heutzutage die bedeutendste Einnahmequelle der Marper Ortsgemeinde. Die Ortsbürgerversammlung war gut besucht: 99 von insgesamt 299 Stimmberechtigten nahmen teil und genehmigten Rechnung und Budget einstimmig und ohne Wortmeldung.

Blumen für die Ratschreiberin

Der letzten Herbst zurückgetretenen Aktuarin Sandra Kobelt dankte Walter Kobelt mit Blumen. In den 16 Jahren als Ratschreiberin habe sie an über 200 Sitzungen teilgenommen und manchmal auch ausharren müssen, weil das eine oder andere halt viel zu bereden gegeben habe. Neue Aktuarin ist Aurelia Fischer-Benz. Nach der halbstündigen Versammlung waren die Ortsbürger zum Znacht im «Rössli» eingeladen.

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