Rickenschwinget «bös» besetzt

Unspunnen-Sieger Daniel Bösch und Nöldi Forrer führen die 140 Teilnehmer umfassende Meldeliste am Rickenschwinget vom Sonntag an. Ins Sägemehl greifen auch elf Rheintal-Oberländer.

Emil Bürer
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Der 20-jährige Altstätter Dario Städler (rechts, hier im Duell mit Thomas Kammermann) gehört zur grossen jungen Garde der Rheintal-Oberländer am Rickenschwinget. (Bild: Archiv/eb)

Der 20-jährige Altstätter Dario Städler (rechts, hier im Duell mit Thomas Kammermann) gehört zur grossen jungen Garde der Rheintal-Oberländer am Rickenschwinget. (Bild: Archiv/eb)

SCHWINGEN. Die bereits 58. Austragung des traditionellen Schwing- und Älplerfestes auf dem Ricken weist einmal mehr eine äusserst «böse» Besetzung auf: Sechs Eidgenossen steigen in die Zwilchhose.

Forrer greift nach dem Rekord

Der achtfache Sieger Nöldi Forrer könnte heuer alleiniger Rekordhalter werden. Ebenfalls achtmal liessen sich Schwingerlegende Karl Meli ins goldene Buch der Rickensieger eintragen. Der Obertoggenburger möchte allzu gerne alleiniger Rekordsieger auf dem Ricken werden. Mit Daniel Bösch ist zudem der zweite grosse Dominator der NOS-Schwingerszene der letzten Jahre gemeldet. Bösch gewann heuer bereits drei Kantonale und möchte den «Ricken» zum zweiten Mal nach 2010 gewinnen.

Zum engeren Favoritenkreis gehören auch die weiteren Eidgenossen. Der 41-jährige Thurgauer Stefan Burkhalter möchte natürlich auch einmal das Rickenschwinget gewinnen, das Potenzial dazu hat er noch immer. Rückkehrer Gerry Süess musste sein Comeback am Bündner Kantonalen abbrechen, hofft nun aber, wieder fit zu sein. Der Schwyzer Eidgenosse Bruno Nötzli könnte in die Fussstapfen seines Bruders Reto treten und den zweiten Ricken-Sieg hintereinander in die March entführen. Die Spitze der gastgebenden Rapperswiler präsentiert sich nicht mehr so breit wie auch schon. Gespannt ist man auf das Comeback des Eidgenossen Martin Glaus, der nach zweimonatiger Verletzungspause wieder ins Sägemehl zurückkehrt.

Junge drängen an die Spitze

Hinter den Eidgenossen stehen aber einige bewährte Kräfte und auch nachdrängende Junge bereit, den Arrivierten wichtige Punkte abzuzwacken, angefangen beim 17-jährigen Thurgauer Nachwuchstalent Samuel Giger. Mit zu einem hohen Niveau beitragen werden aber auch der Glarner und neue Rigi-Kranzer Roger Rychen, die Thurgauer Ernst Bühler, Tobias Krähenbühl, Domenic Schneider sowie der Toggenburger NOS-Sieger Michael Rhyner. Tobias Riget und Simon Kid aus dem gastgebenden Rapperswiler Verband sind beide in der Lage, das Fest an der Spitze mitzuprägen.

Rheintaler sind gefordert

Das Rheintal-Oberländer Aufgebot wird angeführt von den beiden Teilverbands-Kranzern Ruedi Eugster aus Mels und Remo Meier aus Altstätten. Ansonsten sind es vor allem die Jungen, die auf dem Ricken wertvolle Erfahrungen sammeln können. Alexander Baumgartner (18 Jahre), Christian Bernold (19), Michael Bernold (17), Loris Müller (16), Reto Schlegel (18) und Jannik Wildhaber (16) vertreten die Farben der Melser. Für den Schwingklub Mittelrheintal sind dies Michael Schegg (19) und Dario Städler (20). Gespannt darf man auch auf das Abschneiden von Manuel Litscher aus Sevelen sein, der Ende Mai am St. Galler Kantonalen erstmals vor die Kranzjungfern treten konnte.

Das Anschwingen auf dem Ricken ist am Sonntag, 2. August, um 8.15 Uhr.