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Richtige Information zur rechten Zeit

Eine Aufgabe des Regionalen Führungsstabes Oberes Rheintal ist die Information der Bevölkerung in ausserordentlichen Lagen. Kürzlich wurden Stabsmitglieder bei einem Medien- und Kameratraining geschult.
Die Mitglieder des Regionalen Führungsstabes Oberes Rheintal haben sich im Bereich Kommunikation und Medienarbeit weitergebildet. (Bild: pd)

Die Mitglieder des Regionalen Führungsstabes Oberes Rheintal haben sich im Bereich Kommunikation und Medienarbeit weitergebildet. (Bild: pd)

Bei einem länger andauernden Grossereignis wie beispielsweise einem Unwetter, einem Grossbrand oder der Evakuation von öffentlichen Gebäuden kommt der Regionale Führungsstab zum Einsatz. Er übernimmt im Ernstfall die Koordination der verschiedenen Einsatzkräfte, des Gesundheitsdienstes, der technischen Werke sowie der Behörden.

«Unsere Aufgabe ist es, den Behördenvertretern Entscheidungsgrundlagen auszuarbeiten und den Gesamtüberblick zu bewahren. Bei uns laufen sozusagen sämtliche Informationen zusammen. Diese werden priorisiert und den Einsatzkräften als Auftrag weitergegeben», sagte René Fehr, Chef des Regionalen Führungsstabes Oberes Rheintal. Er und seine Stabsmitglieder kamen in den letzten Jahren zwischen Rüthi und Rebstein mehrmals zum Einsatz. Meist wegen Unwetterereignissen.

Bedürfnisse der Journalisten kennengelernt

Nebst der Bewältigung des Ereignisses wird die professionelle Öffentlichkeitsarbeit immer wichtiger. René Fehr spricht aus Erfahrung: «Beim grossen Unwetter vor zwei Jahren waren innert Kürze rund 50 Medienschaffende aus dem In- und Ausland vor Ort, wollten Informationen und Bilder.» Aufgrund dieser Erfahrung hat der Regionale Führungsstab entschieden, sämtliche Mitglieder im Kommunikationsbereich zu schulen. In einem Medien- und Kameratraining lernten die Stabsmitglieder nicht nur die Bedürfnisse der Journalisten kennen, sondern auch ihre Vorgehensweise sowie mögliche Gefahren.

Geleitet wurde der Kurs vom ehemaligen Fernsehjournalisten Ralph Dietsche und der ehemaligen Blick-Reporterin Annina Dietsche. Beide haben sich im Bereich Krisenkommunikation spezialisiert und beraten diverse Unternehmen, Organisationen und Behörden in heiklen Situationen. «Die Kunst ist es, das Richtige zur richtigen Zeit zu sagen», sagte Ralph Dietsche.

Partnerschaftlicher Umgang mit den Medien

In praktischen Übungen anhand von Fallbeispielen konnten die Stabsmitglieder vor laufender Kamera eigene Erfahrungen sammeln. Dabei stellten sie fest, dass der Umgang mit aggressiven Journalisten gar nicht einfach ist. Die Kursteilnehmer erhielten verschiedene Tips und Tricks, wie sie ihre gewünschten Botschaften setzen können und die Bevölkerung bestmöglich informiert wird. Dabei ist der Grundsatz wichtig, dass offen und wahr kommuniziert wird. «Am besten konzentriert man sich auf die Fakten. Man sollte nichts verschweigen oder beschönigen und zugleich aber auch keine Vermutungen oder Spekulationen anstellen», sagte Dietsche. Zum Schluss ermutigte er die Kursteilnehmenden, die Medienschaffenden nicht als Feinde zu sehen.

Die Medien wollten möglichst rasch zu Informationen kommen, und der Führungsstab wolle die Bevölkerung umfassend informieren. Und dies geschieht grösstenteils über die Massenmedien. René Fehr ist überzeugt, dass die Stabsmitglieder in diesem Kurs viel lernen konnten. (pd)

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