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Ribelmais-Chips aus dem Rheintal nun auch bei Grossverteilern im Angebot

Weil sie immer beliebter werden, treibt die Firma Lütolf AG die Herstellung der Ribelmais-Chips voran.
Hildegard Bickel
Ein knuspriger Genuss aus einem traditionellen Rohstoff: Seniorchef Ernst Lütolf und Geschäftsführer Christian Lütolf erhöhen die Produktion der Ribelmais-Chips und weiten das Verkaufsnetz aus.Bild: pd

Ein knuspriger Genuss aus einem traditionellen Rohstoff: Seniorchef Ernst Lütolf und Geschäftsführer Christian Lütolf erhöhen die Produktion der Ribelmais-Chips und weiten das Verkaufsnetz aus.Bild: pd

Der Testdurchlauf ist geschafft, die Chips überzeugen. Knackig, leicht gesal­-zen und in dreieckiger Tortillaform sind sie in Säckchen à 150 Gramm verpackt. Christian Lütolf steht vor der silbrig glänzenden Anlage, die vor Kurzem in einer Halle der Lütolf AG aufgebaut wurde. Der Geschäftsführer erklärt, wie die Knetmasse der Ribelmaiskörner gestanzt, vorgebacken, in Sonnenblumenöl frittiert und anschliessend verpackt wird. Die neue Maschine am neuen, regionalen Produktionsstandort braucht es aus gutem Grund. Bisher verkauften vorwiegend Hofläden und Spezialitätengeschäfte Ribelmais-Chips. Seit Anfang August sind die regionalen Chips nun auch bei grösseren Anbietern erhältlich – als erstes in der Migros.

Die Absatzperspektive und der Fakt, dass das Kulturgut Ribel durch den Verein Rheintaler Ribelmais in den letzten 20 Jahren stark gefördert wurde, bewog viele Landwirte dazu, die Anbauflächen auf mittlerweile 70 Hektaren zu steigern. Dies veranlasste das Familienunternehmen Lütolf dazu, die Chips selbst herzustellen, zu vermarkten und dafür eigens die Lütolf Spezialitäten AG zu gründen.

Aus den USA ins Rheintal

Um auch junge Leute an die traditionelle Speise Ribel heranzuführen, entwickelte der Verein Rheintaler Ribelmais vor rund zehn Jahren die Chips, die er bisher selbst vertrieb und herstellen liess. Mit der Übernahme dieser Aufgaben durch die Lütolf AG stiess Seniorchef Ernst Lütolf mit einem Spezialisten aus München auf eine geeignete Anlage für die Produktion in St.Margrethen. Vor einem Jahr wurde die Anlage in Baldwin Park in der Nähe von Los Angeles bestellt, worauf eine siebenmonatige Planungs- und Bauphase folgte. Danach kam die Anlage, verschifft in zwei Containern, über den Panamakanal und den Atlantik nach Hamburg, mit dem Zug nach Wolfurt und schliesslich Ende Juni mit dem Lastwagen über die Grenze. In St.Margrethen bauten Mitarbeiter die Maschine in ei­ner bestehenden Halle auf.

Das Familienunternehmen, das vor allem als Erstabnehmer von Getreideprodukten gilt und Anbauverträge regelt, betritt mit der eigenen Produktion von Ribelmais-Chips Neuland. «Wir haben noch nie ein Fertigprodukt hergestellt», sagt Ernst Lütolf. «Dazu eine passende Verpackung zu wählen, war bereits eine grosse Sache.» Das gesamte Erscheinungsbild ändert sich. Christian Lütolf ist zuversichtlich: «Produkte aus der Region sind gefragt. Wir sind an einem Punkt angelangt, wo es nötig wird, die Vermarktung zu professionalisieren.»

Offen für neue Kreationen

Das «Culinarium»-Siegel bestätigt Qualität und Herkunft. Auch wenn die Chips das Aushängeschild des Unternehmens sind, möchte man nicht bei diesem einen Produkt stehen bleiben. «Die Anlage kann viel mehr», sagt Ernst Lütolf. Zum Beispiel könne mit verschiedenen Rezepturen und Würzungen auf Kundenwünsche eingegangen werden. Auch schwebt Ernst und Christian Lütolf vor, Tortilla-Fladenbrote ins Sortiment aufzunehmen. Zum Start werden ergänzend zu den Chips Saucen zum Dippen angeboten.

Nebst der Belieferung an Detailhändler soll auch das Verkaufsnetz der Hofläden ausgeweitet werden. Sie bleiben nach wie vor die wichtigsten Abnehmer der Chips.

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