Rhythmischen Gymnastik
Endlich wieder Wettkampfgefühl am Zürich-Cup erlebt

Nach langer Durststrecke fand am letzten Wochenende wieder einmal ein Wettkampf in der Rhythmischen Gymnastik statt.

Mirjam Lehner
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In der Kategorie P2 am Start (von links): Anna-Lena Keller, Jaira Wellinger, Elisiana Nikaj, Yalina Lins und Fiona Hauser.

In der Kategorie P2 am Start (von links): Anna-Lena Keller, Jaira Wellinger, Elisiana Nikaj, Yalina Lins und Fiona Hauser.

Bild: Mirjam Lehner

Der Wettkampf in Zürich ging mit strengen Schutzkonzepten und ohne Zuschauer über die Bühnen. Für die Eltern gab es einen Livestream. Insgesamt waren 160 Turnerinnen dabei, mehrheitlich aus der Ostschweiz. Am Samstag waren jedoch Gymnastinnen aus allen fünf regionalen Leistungszentren (RLZ) der ganzen Schweiz dabei. Für sie war es eine ideale Vorbereitung auf die anstehenden nationalen Titelkämpfe.

Vier Mädchen aus dem Kanton St.Gallen nahmen an den RLZ-Wettkämpfen vom Samstag teil. Die Diepoldsauerin Shania Hutter, Jahrgang 2012, überzeugte mit ihren drei Übungen und gewann im Mehrkampf und den einzeln gewerteten Übungen ohne Handgerät und mit Seil die Bronzemedaille. Sogar für die silberne Auszeichnung gereicht hat es ihr in der Reifübung. Auch aus Diepoldsau, jedoch ein Jahr älter und somit in einer anderen Kategorie, erreichte Seraphina Weder Rang sechs. In den Übungen ohne Handgerät und mit Reifen klassierte sie sich mit dem fünften Rang sogar noch etwas besser.

Shania Hutter (links) und Seraphina Weder überzeugten in Zürich.

Shania Hutter (links) und Seraphina Weder überzeugten in Zürich.

Bild: Mirjam Lehner

Leni Leufen und Lea Schefer stark unterwegs

In den Juniorenkategorien starteten mit Leni Leufen im P4 und Lea Schefer im P5 zwei Berneckerinnen. Dank einem zweiten Platz mit dem Reif und einer guten Ballübung, die ihr Rang drei einbrachte, lag Leni Leufen in der Hälfte des Wettkampfes an der Spitze. Auch wenn sie sich mit Rang zwei mit den Keulen und Rang vier in der Bandübung noch überholen lassen musste, durfte sie stolz auf ihren zweiten Schlussrang im Mehrkampf zurückblicken.

Lea Schefer hatte in einem Mini-Teilnehmerfeld von zwei Gymnastinnen immer die Nase vorn und gewann den Mehrkampf und alle Gerätefinals. Besonders gut gelangen ihr die Übungen mit dem Reif und den Keulen.

Am Sonntag früh angereist sind die Diepoldsauer P1-Mädchen Victoria Sieber, Lorisa Thaqi und Magdalena Maric. Für alle war es der erste Wettkampf. Mit Rang 16 klassierte sich Magdalena Maric direkt im Mittelfeld. Bei den Übungen ohne Handgerät von Victoria Sieber und Lorisa Thaqi resultierten die Ränge 22 und 24.

Im P2 waren Elisiana Nikaj und Fiona Hauser aus Berneck dabei, aus Diepoldsau Anna-Lena Keller, Yalina Lins und Jaira Wellinger. Überlegen gewonnen hat Elisiana Nikaj, die im RLZ Ost trainiert und zwei perfekte Übungen zeigte. Im Rheintaler Duell der Vereinsmädchen die Nase vorn hatte Fiona Hauser als Elfte; dies dank zwei guter und konstanter Übungen ohne Handgerät und des Seils. Knapp dahinter auf Schlussrang zwölf klassierte sich Anna-Lena Keller, die mit ihrer Übung ohne Handgerät überzeugte. Unter den 20 Klassierten erreichten Yalina Lins und Jaira Wellinger die Ränge 17 und 18.

Tina Schefer meistert die mentale Herausforderung

Mia Hutter, Berneck, und Andjela Vukovic, Diepoldsau, waren im P3 am Start. Beiden liefen die Übungen mit Keulen und ohne Handgerät nicht ganz wunschgemäss, so resultierten die Ränge neun und zehn.

Es ist für die Mädchen stets eine grosse mentale Herausforderung, im entscheidenden Moment ihre in vielen Trainings einstudierten Übungen fehlerfrei zu präsentieren. Ziemlich gut gelang das Tina Schefer, die regelmässig im RLZ Ost trainiert und in der ältesten Juniorenkategorie an den Start ging. Sie durfte als Dritte im Mehrkampf einen Erfolg feiern. Dazu kamen die Medaillenränge zwei mit dem Reifen und drei mit den Keulen. In der gleichen Kategorie am Start war Livia Federer, die sich auf dem siebten Schlussrang klassierte.

Nachdem im P4 keine Vereinsmädchen dabei waren, zeigten sich am Sonntagabend Kim Frei und Nicole Kellenberger, Diepoldsau, und Sara D’Armiento, Berneck, im P5. Drei Handgerätübungen regelmässig zu trainieren und auf ein hohes Niveau zu bringen, besonders das schwierigste Gerät Band, ist eine grosse Herausforderung. Alle drei gaben viel Einsatz. Obwohl sie die Übungen nicht verlustfrei zeigten, dürfen sie mit den Rängen sechs (Kim Frei), sieben (Nicole Kellenberger) und neun (Sara D’Armiento) doch auch zufrieden sein.

Nun finden bald nationale Titelwettkämpfe statt – aus gegebenem Anlass etwas anders als sonst. Am Wochenende vom 15. und 16. Mai findet der Qualifikationswettkampf für alle Einzelgymnastinnen in St.Gallen statt. Das RLZ Ost ist mit Hochdruck an den Vorbereitungen, um den Mädchen einen optimalen Wettkampf zu ermöglichen. Unter www.rglive7.com können alle Interessierten zuschauen.