Rhythmen liessen Berneck beben

Der Musikverein Berneck und die Jugendmusik Au-Berneck hatten bei ihrer Ankündigung zum Unterhaltungsabend ein musikalisches Beben angesagt und damit keinesfalls zu viel versprochen. Das Publikum war begeistert und forderte von beiden Korps Zugaben.

René Jann
Drucken
Teilen
Der Musikverein Berneck liess die Bünt-Halle auch im konzertanten Teil beben.

Der Musikverein Berneck liess die Bünt-Halle auch im konzertanten Teil beben.

BERNECK. Nach dem Grusswort von Präsident Andreas Bischofberger gab Raphael Rebholz mit seinem Jugendmusikkorps gleich Vollgas. Dabei war die Rhythmik von Beginn weg das dominierende Element, um die Bünt-Halle so richtig zum Beben zu bringen. Das Taktklopfen auf Plastikeimern schwallte bald Hände klatschend über auf die eigentliche Schlagzeuggruppe, die im «Baile Sereno» die tragende Rolle übernahm.

Beschwingt ging es weiter im «Hungarian Dance No. 5», geprägt von immer wieder wechselnden Tempis und den von Raphael Rebholz super eingesetzten Registern. Das Publikum reagierte mit spontanen Bravo-Rufen und mit langanhaltendem Applaus. Rhythmik und disharmonische Klangfolgen waren auch im Stück «St. Thomas» das führende Thema. Bei «Viva la vida» und beim abschliessenden «Moves like Jagger» sorgten die einzelnen Register durch Aufstehen und Drehungen für gefällige Show-Effekte auf der Bühne. Das Publikum ging begeistert mit und forderte lautstark Zugabe, was in «A good night» in bester Spiellaune gewährt wurde.

Traditionelles und Modernes

Mit dem klangvollen Marsch «Textilaku» eröffnete der Musikverein Berneck unter der Leitung von Bruno Ritter den konzertanten Teil. Spontan gab es auch da Beifall aus dem Saal. Lüpfig ging es mit der immer wieder gern gehörten Polka «Mährische Freunde» weiter. Wirblige Läufe, getragen vom Holz- und Flötenregister, standen im Wechsel mit schönen Bass-Einlagen. «La Strada», ein Fellini-Filmthema, liess die Blasmusikfreunde voll auf die Rechnung kommen. Spontaner Applaus galt da dem Trompetensolo von Andreas Riedi.

Die grosse Herausforderung an das Korps stellte alsdann das Arrangement «Tails of the unexpected», zusammengestellt aus 50 verschiedenen Melodien.

Entsprechend den «unerwarteten Geschichten», wie der Titel in der Übersetzung heisst, gestalteten sich auch die stetig wechselnden Rhythmen.

Bruno Ritter und sein Korps hatten spürbar viel Zeit in die perfekte Aufführung investiert, die sichtlich gelungen war und sowohl im Korps als auch im Publikum spürbar ankam.

Mit «Lord oft the Dance» setzte der MVB den fulminanten Schlusspunkt, wobei die Schlagzeuggruppe noch einmal für ein grosses Beben sorgte.

Königliches Dauerbeben

Noch einmal liess es das MVB-Korps im Show-Teil krachen, nachdem die Bühne von Rockern gestürmt worden war.

Sowohl beim «Deep Purple»- Medley» als auch bei «Oh No!» fegte und rockte es. Dann stand im «Elvis-Presley»-Medley mit Battista Russo der einheimische «Elvis» im Mittelpunkt.

Nach einer Zugabe war es Sarah Schläpfer, die ihr Saxophon zur Seite legte, um tanzend und singend das Publikum unter anderem auch mit der wohlbekannten «Alperose» zu begeistern.

Das Publikum war sich mit der Meinung von Florian Ludin als gewiefter Moderator einig, als dieser die tollen Leistungen des King of «Rock'n'Roll» und der «Queen of Rock» würdigte und damit zu Ernst Mosch als König der Volksmusik und dessen Egerländer-Polka «Bis bald auf Wiedersehen» überleitete.

Dabei standen Sarah Schläpfer und Andreas Riedi auch als Gesangsduo in der Gunst des Publikums, das frenetischen Applaus spendete und so auch vom Saal her für ein Beben sorgte. Der schmissige Marsch «Marigan» bildete sowohl den krönenden Abschluss im viel beachteten Konzert als auch den gelungenen Übergang zum vierten Teil mit den Gaudikrainern.

Sarah Schläpfer und Andreas Riedi brillierten als Gesangssolisten. (Bilder: René Jann)

Sarah Schläpfer und Andreas Riedi brillierten als Gesangssolisten. (Bilder: René Jann)

Die Jugendmusik Au-Berneck hat auf die Baustelle eingeladen.

Die Jugendmusik Au-Berneck hat auf die Baustelle eingeladen.

Aktuelle Nachrichten