Rhybueba im Siegesrausch

Hannes Spirig ist mit 3371 Punkten Tagessieger des 36. Sommer-Dreikampfs in Diepoldsau. Marlis Wickli aus Oberriet holt mit 3064 Punkten den Sieg bei den Damen. Im Gruppenwettkampf triumphieren ebenfalls die Rhybueba.

Mäx Hasler
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Die 75-jährige Hanni Weiler aus dem Toggenburg belegte im Zweikampf den achten Rang. (Bilder: Mäx Hasler)

Die 75-jährige Hanni Weiler aus dem Toggenburg belegte im Zweikampf den achten Rang. (Bilder: Mäx Hasler)

DREIKAMPF. Die Miene von Andi Schmid versprach am Freitag, 15 Minuten vor Beginn des 36. Diepoldsauer Sommer-Dreikampfs der Rhybueba, nichts Gutes. «Ich denke, dieses Sauwetter kostet uns 50 Teilnehmer, obwohl Dreikämpfer nicht klein zu kriegende Männer und Frauen sind», sagte der Rhybueba-Präsident fast resignierend. Zu absolvieren hatten die wetterfesten Teilnehmer nebst dem 300-m-Schiessen eine 4,9 Kilometer lange Laufstrecke und den HG-Zielwurf. Die Reihenfolge der Disziplinen war frei wählbar.

Just zum Wettkampfbeginn drehte Petrus den rostigen Wasserhahn zu. Zusammen mit dem Himmel hellte sich auch die Miene von Schmid auf. «Petrus muss ein Diepoldsauer sein. Anders kann ich mir dieses Wunder nicht erklären», so der zweite Kommentar des Vorsitzenden.

Grosser Andrang

Diese kurze Trockenperiode führte am Freitag schon zu einem grossen Gedränge. Vor allem kurzentschlossene Teilnehmer aus der Region fanden den Weg zum Schiessstand, dessen lauschige Laube schon frühzeitig gut gefüllt war.

Nebst den Einheimischen hatten aber auch viele auswärtige Teilnehmer den Weg nach Diepoldsau gefunden. Einige dürften gekommen sein, weil am Freitagabend in der Laube des Schiessstandes immer eine tolle Stimmung herrscht. Jedenfalls hatten nicht nur die charmanten Serviererinnen viel Arbeit, auch die berüchtigten «Krokodile» der Rhybueba, die mehrmals ihre Runde machten, kamen wieder ins Schwitzen.

Hoher Spassfaktor

Weniger wegen der «Krokodile», sondern eher wegen des Plausches war Hanni Weiler aus Neckertal auf der Rheininsel. «Ich war nun acht Jahre nicht mehr hier, und jetzt reizt es mich wieder. Früher machte ich wettkampfmässig Dreikampf, jetzt im fortgeschrittenen Alter begnüge ich mich mit Zweikampf», so die rüstige Toggenburgerin. Auch Luca und Nevio Spirig zog es nicht wegen des Festbetriebs zum Schiessstand. Die beiden aufgeweckten Buben eifern nämlich ihrem Onkel Johnny Zäch nach, einem der besten Rhybueba. Betreut von Grossvater Hans Zäch hatten die beiden Jungs sichtlich Spass am Wettkampf. Als dann noch ihre Mutter an der Laufstrecke auftauchte, waren die beiden kaum mehr zu halten und gaben alles.

Glückliche Rhybueba

Am zweiten Wettkampftag waren beim Schiessstand nur zufriedene Gesichter auszumachen. Erstens, weil Petrus Erbarmen mit den Veranstaltern hatte und ein Schönwetter-Fenster ins Rheintal schickte. Zweitens, weil die Rhybueba gross abgeräumt hatten und zum Dritten, weil mit 228 Teilnehmern die Befürchtungen des Präsidenten mehr als nur widerlegt wurden. Mehr Wettkämpfer hatten sie erst einmal im Jahr 1995, als 264 Teilnehmer den Weg auf die Rheininsel gefunden hatten.

Auch in den Siegerlisten tat sich einiges. Als Tagessieger durfte sich in der Kategorie M50 mit 3371 Punkten Rhybuab Hannes Spirig feiern lassen. Felix Schenk, achtfacher Sieger in Diepoldsau, musste sich mit dem vierten Platz begnügen. Auch der Sieg im Gruppenwettkampf geht an die Rhybueba.

Glückliche Gewinner

Lukas Fritsche siegte mit 3334 Punkten in der Kategorie M20. Mia Grüninger, ebenfalls aus Diepoldsau, gewann mit 3324 Punkten den Dreikampf der jüngeren Mädchen und Nevio Spirig mit 2690 Punkten den 2-Kampf der jüngeren Buben.

Super lief es auch Marlis Wickli aus Oberriet, die mit starken 3064 Punkten Damensiegerin wurde. Beste Diepoldsauer waren im Dreikampf Eliane Störi und Lukas Fritsche. Letzterer, weil der Tagessieger nicht in Diepoldsau wohnt. Beste Einheimische im 2-Kampf waren Patricia Benz und Roger Besserer.

Ranglisten unter www.dreikampf.ch

Luca, Nr. 59, und Nevio Spirig mit Trainer und Grossvater Hans Zäch.

Luca, Nr. 59, und Nevio Spirig mit Trainer und Grossvater Hans Zäch.

Daniel, 37, und Stefan Luther, 40, mit Reto Lässer am Start zum Lauf.

Daniel, 37, und Stefan Luther, 40, mit Reto Lässer am Start zum Lauf.