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RHYBOOT: Kunst im Dialog

Im Kulturraum Jung Rhy zeigen die Mal-Werkstätten der drei Heime des Vereins Rhyboot eine sehenswerte Ausstellung: farbenfroh und voller Lebenslust.
Max Pflüger
Barbara Wider (rechts aussen), Vorstandsmitglied des Vereins Rhyboot, begrüsste zahlreiche Behinderte und ihre Gäste. Namentlich die künstlerische Leiterin der Ausstellung, Karin Thür (mit rotem Schal). (Bild: Max Pflüger)

Barbara Wider (rechts aussen), Vorstandsmitglied des Vereins Rhyboot, begrüsste zahlreiche Behinderte und ihre Gäste. Namentlich die künstlerische Leiterin der Ausstellung, Karin Thür (mit rotem Schal). (Bild: Max Pflüger)

Konzipiert hat die Ausstellung mit dem Titel «MALstätten – Kunst im Dialog» die Altstätter Künstlerin Karin Thür in Zusammenarbeit mit den Leiterinnen und Leitern der Mal-Werkstätten des Wohnheims Wyden sowie der Union und dem Heim Jung Rhy, Karin Reck, Klaus König, Marco Zinnbauer, Romina Resch, Daniela Zimmermann, Sandra Eisenhut und Ivana Zäch. Geöffnet ist die Ausstellung dieses und nächstes Wochenende jeweils von Freitag bis Sonntag, 13 bis 18 Uhr.

Lebensfroh, ausdrucksvoll und abwechslungsreich

Die Bilderwelt von rund drei Dutzend Heimbewohnern präsentiert sich reich und lebensfroh, vor allem aber in einer beachtlichen Ausdrucksstärke. Da sieht man von kräftigen Farben bestimmte, geometrische Formen, sorgfältig und genau gemalte Strukturen, verträumte Stimmungsbilder und fröhlich bunte Aktmalereien. Triste oder wehmütige Bilder sucht man vergebens.

Lesenswerte persönliche Notizen der Künstler

Karin Thür: «Nach einem Jahr Arbeit in den Malwerkstätten kamen bei mir unzählige Bilder zusammen. Ich versuchte, für die Ausstellung die Werke auszuwählen, die so authentisch wie möglich und dem Künstler nahe sind.» Und dass das möglich wurde, meinte Thür, ist den Atelierleitern zu verdanken. Sie unterstützten die Künstler in ihrer Arbeit, ohne sie einzuengen und in ihrer Entfaltung zu behindern. Beachtenswert sind auch die kurzen Informationsangaben, mit denen sich die Künstler den Ausstellungsbesuchern vorstellen. Nicole Moser, Marbach: «Ich kann besonders gut malen, kleistern und singen. Gar nicht mag ich echte Bären. Mich freuen Schlangen, Krokodile und wenn ich in den Urlaub fliegen kann.» Katinka Zwicky, Jung Rhy, Altstätten: «Ich kann besonders gut malen, singen und Spässli machen. Gar nicht mag ich Luftballons und wenn es knallt. Mich freut Mode, Shopping und der Besuch bei meinen Eltern.»

Erlös für Rhyboot-Neubau

Hildegard Bollhalder, Wyden, Balgach: «Ich kann besonders gut Insekten beobachten und meine Pension geniessen. Gar nicht mag ich Umstrukturierungen, Abschied und wenn Personen weggehen. Mich freuen die vier Jahreszeiten, die bunt gefärbten Blätter und die wunderschöne Natur.» Manche der ausgestellten Bilder waren schon früh mit dem roten Punkt als verkauft markiert. Andere sind noch zu haben. Der Erlös der Ausstellung kommt vollumfänglich dem Rhyboot-Neubau zugute.

Unterstützung Neubau und Papierschiffe

Eine besondere Aktion sind die aus bunt bemalten Zeitungsseiten gefalteten Papierboote. Man darf sie mit nach Hause nehmen. «Such Dir ein Boot aus, welches Dir gefällt und spende, was Du willst.»

Dazu fordert der Text an der Kasse auf: Eine originelle Gelegenheit, sich ein buntes und lustiges Kunstwerklein zu ergattern und gleichzeitig etwas Gutes für die benachteiligten Mitmenschen zu tun.

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