RHYATHLON: Begleit-Töff mitten im Rennen überbrückt

Vom Teilnehmer über OK-Mitglied zum Helfer. Toni und Brigitte Trösch gehören seit 23 Austragungen zur Rhyathlon-Familie und sprechen im Interview über ihre Erlebnisse an diesem Anlass.

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Vereinspräsident Alexander Schawalder (r.) hat Brigitte und Toni Trösch für ihr langjähriges Engagement einen Brunch- und Seilbahngutschein überbracht. (Bild: pd)

Vereinspräsident Alexander Schawalder (r.) hat Brigitte und Toni Trösch für ihr langjähriges Engagement einen Brunch- und Seilbahngutschein überbracht. (Bild: pd)

Am Sonntag, 20. August, wird der 25. Rhyathlon ausgetragen, davon waren Toni und Brigitte Trösch 23-mal involviert. Eine Meisterleistung, sind Sie Sport-, Triathlon- oder Rhyathlon begeistert?

Toni Trösch (grinst): Alles, vor allem aber sportbegeistert. Ausdauersportarten liegen mir einfach. Als Teil der ehemaligen Schweizer Kajak-Nationalmannschaft kam ich zur Leichtathletik (1500 bis 10 000 m Laufen) und zum Velofahren. Ich selbst habe über zehnmal am Rhyathlon teilgenommen. Erst als Alexander Schawalder zu mir sagte, ich sähe aus wie ein Helikopter im Wasser, habe ich aufgehört (lacht). Nein, das war nicht der Grund. Ich habe danach immer mal wieder mitgemacht, z. B. in einer Stafette.

Wie kamen Sie zu ihrem ersten Rhyathlon-Einsatz?

Toni Trösch: Durch meinen Kollegen Hans Hohl. Er hat mich dazu motiviert. (Anmerkung: Gründungsmitglied des Rhyath- lons und Vater vom jetzigen OK-Mitglied Reto Hohl). Ich habe auf Anhieb den zweiten Platz belegt. Tags zuvor haben wir alles aufgestellt. Ich war dann auch eine Zeit lang Mitglied im OK des Rhyathlons.

Brigitte Trösch: Und ich half mit, seit Toni selbst mitgemacht hatte. Teilweise ist unsere Tochter El- vira mit ihrem Vater in einer Stafette gestartet. Ich bin nicht der Wettkampftyp. Gerne treibe ich Sport und bewege mich, erwandere die Berge in der Umgebung – aber lieber ohne Publikum.

Gibt es besondere Momente aus Ihrer Rhyathlon-Zeit, an die Sie sich gerne erinnern?

Beide: An alle eigentlich.

Toni Trösch: Einmal hat es so fest gewindet, da hat es die Sonnenschirme umgeweht. Die Starterchips waren auf dem Boden verteilt, das war alles recht turbulent und aufregend. Als Helfer hatte ich einmal eine sonderbare Begegnung mit einem Autofahrer, der nicht einsehen wollte, dass eine Sportveranstaltung stattfindet und partout weiterfahren wollte. So etwas gibt es leider immer wieder. Das ist einfach unverantwortlich. Aber ich habe mich durchgesetzt (grinst).

Haben Sie schon alle Helfer-Posten einmal besetzt? Was ist ihr Lieblingsposten und warum?

Toni Trösch: Ich bin Posten 4, schon immer. Einmal 4, immer 4. An der Velostrecke fühle ich mich einfach wohl, und da ist immer etwas los. Einmal ging einem Begleit-Töff die Batterie aus, da mussten wir schnell überbrücken, mitten im Rennen.

Brigitte Trösch: Festwirtschaft. Bis auf einen Einsatz bei der Chipvergabe war ich immer dort eingesetzt. Es gefällt mir einfach. Ich sehe viele Menschen. Auf der Strecke sieht man immer nur einen Teil. Bei mir an der Festwirtschaft kommen aber alle vorbei.

Was schätzen Sie am Rhyath- lon? Sind Sie auch an ande- ren Anlässen im Helfer-Einsatz?

Beide: Die besondere Atmosphäre, es macht Spass, dabei zu sein. Die Aufregung vor dem Start, die Spannung während des Wettkampfes. Das macht es für uns aus. Natürlich helfen wir auch am Duathlon in Marbach.

Brigitte Trösch: Seit neuestem sind wir auch bei den World-Masters Boogie-Woogie in Frauenfeld dabei, dies ergab sich via Swiss Volunteers.

Toni Trösch: Ist mal etwas ganz anderes (lacht). Und beim Seez-Halbmarathon, dort haben wir auch geholfen.

Und was war Euer schönstes Helferfest?

Beide: Das nächste wird es. Es ist schön, die Kollegen zu treffen und gemeinsam den Abend zu verbringen und sich auszutauschen. Wir haben uns den Abend bereits reserviert.

Was wünschen Sie dem 25. Rhyathlon?

Toni Trösch: Unfallfreiheit. Das ist einfach das wichtigste für einen Sportanlass wie den Rhy- athlon. Und einen Wunsch hätte ich noch: Eine Kategorie für die 70er wie mich. Ich würde ger- ne wieder mitmachen, aber in einer Kategorie ab 55 aufwärts zu starten, motiviert mich lei- der nicht. Da habe ich keine Chance. Schliesslich möchte ich ums Podest kämpfen und mich unter realen Bedingungen messen. Und 50 bin ich nun mal nicht mehr.

Alexander Schawalder verspricht ihm dabei gleich, die Kategorie 65+ in den nächsten Jahren ins Leben zu rufen. (pd)

Fotowettbewerb, Gratisstart für Nachwuchs

Rhyathlon Zum 25. Austragungsjubiläum des Rheintaler Triathlons starten die Jahrgänge 2000 bis 2012 gratis. «Wir möchten der Jugend ein besonderes Geschenk machen und sie natürlich damit motivieren, am Rhyathlon zu starten. Diese Aktion ist einmalig in der Geschichte des Rhyathlons», sagt Präsident Alexander Schawalder. Der Rheintaler Triathlon feiert in diesem Jahr sein 25. Jubiläum und nimmt dies zum Anlass, ein paar Geschenke für Teilnehmer, Helfer und Sponsoren bereitzuhalten. «Wir freuen uns auf jeden Jugendlichen, der Spass am Sport hat», so Schawalder weiter.

Der Präsident verweist zudem auf das Helferfest. «In diesem Jahr werden die Helfer ganz besonders für ihren Einsatz belohnt, denn ohne unsere vielen Freiwilligen wäre der Anlass nicht durchführbar.»

Der Verein sucht «Das Rhyathlon-Foto»

Mehr verrät Schawalder nicht, es soll eine Überraschung für die tatkräftigen Supporter werden. Ab sofort startet ein Fotowettbewerb im Rahmen des Jubiläums, indem spektakuläre, schöne, lustige und einmalige Bilder aus 25 Jahren Rhyathlon-Geschichte gesucht werden. Die Gewinner-Bilder werden an der diesjährigen Austragung des Rhyathlons ausgestellt. Die drei Besten erhalten je einen Gratisstartplatz. Weitere Informationen gibt es unter www.rhyathlon.ch/fotowettbewerb . (pd)