Rhy-Bähnli-Gleis abgebrochen

Dieser Tage haben Arbeiter des Rheinunternehmens zwischen Au und St. Margrethen Rhy-Bähnli-Gleise entfernt. Die alten Schienen sind im Weg, weil in diesem Abschnitt im Hochwasserdamm Schmaldichtwände eingebaut werden.

Kurt Latzer
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Zwischen Autobahn und Radweg: Die Schienen sind weg, die Dammverstärkung ist markiert. (Bilder: René Schneider)

Zwischen Autobahn und Radweg: Die Schienen sind weg, die Dammverstärkung ist markiert. (Bilder: René Schneider)

AU/ST. MARGRETHEN. Dunkelbraun vom Rost, keinerlei Gebrauchsspuren: Auf den Gleisen im Rheinvorland zwischen Au und St. Margrethen verkehrt die kleine Dienstbahn schon lange nicht mehr. Ausrangiert hat man sie. Auch die einstige Fahrleitung, getragen von schmalen Masten aus Beton, ist dort längst verschwunden.

In den Lienzer Steinbruch

Mit den Schienen, die Arbeiter des Rheinunternehmens demontiert haben, verschwinden nun die letzten Zeitzeugen der Rheinregulierung zwischen den beiden Unterrheintaler Gemeinden. Die Gleise werden vorübergehend im Steinbruch Lienz deponiert. Ob sie einst wieder verwendet oder verschrottet werden, steht noch nicht fest. Leo Kalt, Mörschwil, ehemaliger Schweizer Rheinbauleiter und Präsident des internationalen Vereins Rheinschauen: «Einen Teil der Gleise verlagern wir in den Werkhof nach Lustenau.»

Fahrt bis zum Rhein-Schopf

Möglich sei auch ein Verkauf an Betreiber anderer Schmalspurbahnen. Seit dem Abbruch der Brücke zwischen Kriessern und Mäder verkehrt das Rhy-Bähnli mit Passagieren auf Schweizer Seite nur noch bis zum Werkhof des Rheinunternehmens in Widnau.

«Dort haben wir den alten Schopf der Lokomotive Heidi in eine Art Museum umgewandelt», sagt Silvio Müller, Angestellter des Rheinunternehmens, auf Anfrage.

Mitarbeiter des Rheinunternehmens brachten die Schienen weg.

Mitarbeiter des Rheinunternehmens brachten die Schienen weg.