Rheinunternehmen übt mit Helikoptern den Ernstfall

WIDNAU. Das Rheinunternehmen führt am Freitag, 8. April, einen Ausbildungstag durch und übt den Betrieb des Hochwasserzentrums Widnau. Dieses dient im Ernstfall als Zentrale für den Hochwassereinsatz am Rhein.

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WIDNAU. Das Rheinunternehmen führt am Freitag, 8. April, einen Ausbildungstag durch und übt den Betrieb des Hochwasserzentrums Widnau. Dieses dient im Ernstfall als Zentrale für den Hochwassereinsatz am Rhein.

Aufgeboten sind alle Mitarbeitenden des Rheinunternehmens. Geleitet wird die Übung von Hans-Peter Wächter, Projektleiter Hochwasserschutz beim Rheinunternehmen.

Laut Programm beginnt der Ausbildungstag mit dem ernstfallmässigen Einrichten der beiden Werkhöfe in Widnau und in Trübbach. In einem Informations- und Schulungsblock informieren dann die Verantwortlichen die Mitarbeitenden über die laufenden Sofortmassnahmen bei der Verstärkung der Rheindämme, den Stand des Hochwasserschutzprojekts Rhesi und die Einsatzdoktrin der Wasserwehr. Da bei einem ernstfallmässigen Einsatz unter Umständen auch Helikopter eingesetzt werden müssen, widmet sich der Ausbildungstag in mehreren Arbeitsblocks der Zusammenarbeit mit den Helikopterunternehmen. Nach einem Referat von Rotex-Ausbildner Roger Eugster stehen das Briefing und die Erkundung der Lastaufnahme- sowie der möglichen Landeplätze auf dem Programm. Anschliessend (11 bis 12 Uhr) wird zwischen der Rietbrücke und dem oberen Rheinspitz eine Lufttransportübung mit Helikopter transportierten Big Bags und Balloxen durchgeführt.

Breschen schliessen

Wie Rheinbauleiter Daniel Dietsche erklärt, ist ein solcher Einsatz vor allem dann denkbar, wenn bei einem Dammversagen schnell eine Bresche geschlossen werden muss. «Solche Unterfangen sind sehr schwierig und meistens das letzte Mittel», sagt Dietsche. Deshalb müsse die Zusammenarbeit erprobt sein. Sandsäcke aus der Luft könnten auch nötig werden, wenn bei einem starken Erosionsprozess an der Wasserseite der Hochwasserdämme Kolklöcher reduziert werden müssten.

Das erste Mal

Es ist das erste Mal, dass das Rheinunternehmen die Zusammenarbeit mit den Transport-Helis ernstfallmässig probt. Die Verantwortlichen erhoffen sich daraus für den Ernstfall eine Optimierung der Zusammenarbeit und entsprechende Zeitersparnis. (pd)

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