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Rheintaler Biker räumen in München ab

Mit fünf Mannschaften ging das Ostschweiz Druck Stevens Biketeam beim 24-Stunden-Rennen an den Start – vier von ihnen gewannen.
Remo Zollinger
Daniel Steiner auf dem Münchner Rennkurs. (Bilder: Alexandra Schukraft)

Daniel Steiner auf dem Münchner Rennkurs. (Bilder: Alexandra Schukraft)

So stellt man sich ein erfolgreiches Wochenende vor: Nach dem 24-Stunden-Rennen im Münchner Olympiapark kam das Ostschweiz Druck Stevens Biketeam aus dem Jubeln kaum heraus. Vier von fünf Teams, die starteten, holten den Sieg. Nur eines musste sich mit Rang acht begnügen: Das Duo mit Teamchef René Bosshart und Sponsor Patrick Fenk, das spontan und aus Plausch mitfuhr.

Bei einem 24-Stunden-Rennen fahren Teams in unterschiedlicher Grösse um den Sieg. Wer am meisten Runden fährt, gewinnt. Die Fahrer der Teams wechseln sich ab, aber nicht nach jeder Runde: Es geht darum, die Kräfte über die 24 Stunden am Stück gut einzuteilen und bei jedem Einsatz fit zu sein. Die Athleten fahren zwar einen ganzen Tag lang, dennoch fallen die Entscheidungen – wie beim Ostschweizer Achterteam – auch mal knapp aus.

Beim 24-Stunden-Rennen geht es darum, die Kräfte optimal einzuteilen. Da kann auch wie hier bei Noé Dürr ein Nickerchen helfen.

Beim 24-Stunden-Rennen geht es darum, die Kräfte optimal einzuteilen. Da kann auch wie hier bei Noé Dürr ein Nickerchen helfen.

Wetterkapriolen führen zu einer langen Pause

Das Rennen in München war als 24-Stunden-Rennen geplant, es gab wegen heftiger Böen und Regens aber einen fast zehnstündigen Unterbruch. In Absprache mit den Teams ging es am nächsten Morgen um fünf weiter. Das zerstörte die Taktik des Rheintaler Achterteams, das den Plan hatte, sich in zwei Viererteams aufzuteilen, um immer auf frische Kräfte zählen zu können. Nach der Pause wechselte es jede Runde den Fahrer, weshalb einige mehr Runden absolvierten als andere.

Das Wetter forderte die Radfahrer. «Der Untergrund, mal eine Wiese, mal Kopfsteinpflaster, war extrem schmierig, ein Teil der Strecke zeitweise unter Wasser», sagt der Balgacher Daniel Steiner. Die 3,5 km lange Strecke sei eher flach und technisch nicht zu anspruchsvoll gewesen. Erholungsphasen für die Beine gab es so kaum: «Man musste die ganze Runde voll pushen, was die Beine brennen liess», sagt Steiner. Deshalb sei es nicht schlecht gewesen, nach der Runde sieben Runden lang Pause zu haben. In dieser genossen die Fahrer beim selbst mitgebrachten Teamzelt einen Teller Pasta, etwas Kuchen, Tipps von Kollegen – oder auch ein Nickerchen.

Spektakel mit Noé Dürr in der «letzten» Runde

Dreckig, aber glücklich: Nachwuchsfahrer Lerino Loher.

Dreckig, aber glücklich: Nachwuchsfahrer Lerino Loher.

Noé Dürr, Dario und Nina Keller, Aiyana Loher, Sandro Schober, Sandro Städler, Daniel Steiner und Dean Weder waren stark. Das junge Team machte wie der Zweite 100 Runden, war aber 19 Sekunden schneller. Es gab eine 101. Runde (die nicht zählte, weil sonst die 24 Stunden überboten gewesen wären): Sie war die spektakulärste, weil sich der Eichberger Noé Dürr ein packendes Duell mit seinem Gegner lieferte. Es endete damit, dass Dürr stürzte – und zwar in der Führungsposition und über die Ziellinie.

Obwohl das im Nachhinein keine Rolle spielte, war es einer der schönsten Momente des Rennens, sagt Steiner. Der Teamgeist sei da noch mehr spürbar gewesen. Auch sonst sei das ein Faktor gewesen: «Wenn wir unseren Kollegen auf dem Kurs begegnet sind, haben wir uns immer gegenseitig angefeuert.» Wie viel das zur Siegesserie beigetragen hat, ist nicht klar, aber: Neben dem Achterteam gewannen drei weitere.

Eines der anderen bestand aus der Hinterforsterin Sirin Städler, den Thalern Luca und Nico Schukraft und dem Altstätter Lerino Loher. Die vier beeindruckten: Sie sind elf- bis 13-jährig und besiegten Teams, bei denen alle Fahrer mindestens 15 Jahre älter waren. Eine Juniorenkategorie gab es nicht – da standen am Ende wirklich vier Kinder mit nur Erwachsenen auf dem Podest. Als Sieger!

Sunna Heeb fuhr im erfolgreichen Vierer-Mixed-Team.

Sunna Heeb fuhr im erfolgreichen Vierer-Mixed-Team.

Souverän siegte das Vierer-Mixed-Team mit Sunna Heeb, Gabriel Kuster, Lukas Brandenburg und Simon Wäfler. Es lag mit 103 Runden um vier vor dem Zweiten. Der Altstätter Gabriel Kuster (er nahm kürzlich wie Noé Dürr an der Everest-Challenge teil; wir berichteten) fuhr 29 Runden und erreichte den starken Durchschnittswert von 8:04 Minuten pro Runde.

Sogar sechs Runden Vorsprung hatte das Vierer-Herrenteam mit Christian Berger, Markus Weder, Martin Zykovsky und Andreas Zünd. In dieser 21 Teams umfassenden Kategorie war auch das Altstätter Pink-Gili-Swiss-Team mit zwei Gruppen am Start. Yvo Pfenninger, Christof Kluser, Marcel Kluser und Gilli Kluser verpassten das Podest um nur eine Runde. Ebenfalls 96 Runden erreichten Roger Stieger, Roger Eberle, Armando Gisep und Urs Buschor, die direkt dahinter den fünften Rang belegten.

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