RHEINTAL: Zustellstelle der Post besichtigt

Die Mitglieder der FDP-Ortsparteien Berneck und Au-Heerbrugg waren am Montagabend zu einer Besichtigung der Zustellstelle Berneck an der Hafnerwisenstrasse 1 eingeladen.

Max Pflüger
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Interessiert verfolgten die FDP-Mitglieder die Ausführungen des stellvertretenden Leiters Postmail der Briefzustellregion Altstätten, Andreas Ackermann, an der Briefsortieranlage. (Bild: Max Pflüger)

Interessiert verfolgten die FDP-Mitglieder die Ausführungen des stellvertretenden Leiters Postmail der Briefzustellregion Altstätten, Andreas Ackermann, an der Briefsortieranlage. (Bild: Max Pflüger)

Seit gut einem Jahr werden Postsendungen in der Zustellstelle in Berneck sortiert, verarbeitet und für die Zustellung vorbereitet. Gleichzeitig konnte in den letzten Tagen der Presse entnommen werden, dass die Post Schliessungen von Poststellen prüft. Auch die Poststellen in Au und Berneck sind von diesen Prüfungen betroffen. Neben dem Einblick in die täglichen Abläufe bei der Briefzustellung erwartete man von den Vertretern aus dem Bereich Poststellen und Verkauf aus erster Hand Überlegungen zur Prüfung der Poststellenschliessungen in der Region. Um es gleich vorwegzunehmen: Neues oder Konkreteres zu den Poststellen in den beiden Dörfern gab es nicht zu hören. Richard Metzler, Leiter Poststellen und Verkauf bei der Post CH AG im Poststellengebiet Rorschach: «Wir stehen mit den zuständigen Gemeindebehörden und allfälligen Partnern in Verhandlung. Mehr dazu kann erst nach Abschluss der Gespräche gesagt werden. Dann werden die Entscheide gefällt und kommuniziert.»

Poststelle, Agentur, Hausservice

Richard Metzler und René Wildhaber, Leiter Poststellen und Verkauf bei der Post CH AG im Verkaufsgebiet St. Gallen-Appenzell, verstanden es, in einem viertelstündigen Referat die aktuelle Problematik und die jeweiligen Lösungsansätze übersichtlich darzustellen. Dem stark rückläufigen Briefaufkommen stehen die politischen Begehrlichkeiten eines erstklassig funktionierenden Service public und der Forderung nach einer selbsttragenden und gewinnbringenden Geschäftstätigkeit gegenüber.

Zu den traditionellen Poststellen sehen die Verantwortlichen zwei Alternativen: Die Postagentur bei einem Partner, etwa bei einem Detailhandelsgeschäft im Lebensmittelbereich, sowie den Hausservice, bei dem die Postboten Sendungen wie Briefe, kleine Pakete oder Postüberweisungen beim Kunden entgegennehmen. Welches Modell für eine Siedlung in Frage kommt, wird mit interessierten Partnern und den Gemeindebehörden ausgehandelt. Für Au und Berneck sind eben diese Verhandlungen zurzeit am Laufen.

Die Aufgaben der Zustellstelle

Auf einer Führung durch die Zustellstelle Berneck unter der Leitung des «Hausherrn», Patrik Steiger, Leiter der Briefzustellregion Altstätten, und dessen Stellvertreter Andreas Ackermann besichtigten die FDP-Vertreter die moderne Briefzustellstelle. Hier kommen täglich viermal die in den grossen Zentren bereits weitgehend detailliert sortierte A-Post sowie die Werbe-Wurfsendungen und die grob vorsortierte B-Post an. Die am Tag auszutragenden Sendungen werden auf die einzelnen Postboten-Touren verteilt und von den Briefträgern nach Strassenzügen, Hausnummern und Briefkästen feinsortiert.

Besonderes Interesse weckte auf dem Rundgang der Fahrzeugpark, die modernen Elektroroller mit Postanhängern. Die Mitglieder der FDP Berneck sowie Au-Heerbrugg zeigten sich aber vor allem auch von der grossen Arbeit und der zweckmässigen Organisation der Zustellstelle beeindruckt. Einzelne Vorbehalte wurden jedoch bezüglich der möglichen Poststellenschliessung geäussert.