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RHEINTAL: Viele wollen Wohneigentum

Die Nachfrage nach Wohneigentum übersteigt das Angebot im gesamten Rheintal. Daher bewegen sich die Preise, insbesondere für Einfamilienhäuser, auch dieses Jahr weiter nach oben.
Benjamin Schmid
Der Wunsch vom Eigenheim ist in der Bevölkerung stark verankert. (Bild: Depositphoto: Stockfoto: aeydenphumi)

Der Wunsch vom Eigenheim ist in der Bevölkerung stark verankert. (Bild: Depositphoto: Stockfoto: aeydenphumi)

Benjamin Schmid

Wie dem Immobilienmarkt-­Bericht der St. Galler Kantonalbank zu entnehmen ist, fiel das Bevölkerungswachstum 2017 im Rheintal mit 1,2 Prozent stärker aus als im kantonalen Vergleich.

Es überrascht daher nicht, dass die Nachfrage für Wohneigentum weiter zunimmt. Während in der Region zahlreiche leer stehende Mietobjekte verfügbar sind (Bericht vom 16. Oktober: «Hier gibt’s keine Wohnungsnot»), ist das Angebot für Eigenheime auf dem regionalen Markt begrenzt. Dies führt zu steigenden Preisen bei Eigentumswohnungen, aber vor allem bei Ein­familienhäusern. Gemäss Christian Häle, Immobilienvermarkter der Sonnenbau Dienstleistungs AG, dürften die Wohneigentumspreise im kommenden Jahr weiter anziehen, denn die Ausgangslage für die regionale Wirtschaft präsentiert sich robust.

Grosses Interesse an Einfamilienhäusern

Obwohl für ein übliches Haus über 1 Million Franken gezahlt werden muss, stehen Einfamilienhäuser im Rheintal hoch im Kurs. Nebst der steten Nachfrage führte der Anstieg der Bodenpreise zu höheren Verkaufspreisen während der vergangenen zwölf Monate. Die stärksten Zuwachsraten verzeichneten die Gemeinden Balgach, Marbach und Altstätten. «Die offensichtlich sehr rege Nachfrage wird in der Region Rheintal im nächsten Jahr weiterhin auf eine begrenzte Auswahl an Objekten treffen», sagt Häle. Denn wie fast überall in der Schweiz sei im Rheintaler Einfamilienhausmarkt das Angebot rückläufig, respektive werde nicht, wie beim Mietwohnungsmarkt, ausgebaut.

Laut Immobilienmarkt-Bericht werden im Jahr 2018 die Neubauinvestitionen in diesem Segment sinken, womit bestehende Objekte noch weiter an Wert gewinnen dürften. «Auch wenn Bauland vorhanden ist», sagt Häle, «ist es schwer, den Zuschlag dafür zu erhalten.»Entweder bekomme es der Meistbietende oder das Bauland gehe unter der Hand weg. Teilweise seien die Baulandpreise in den letzten Jahren stark gestiegen, und dennoch ist sich Häle sicher, dass eine Preisobergrenze in Bälde ­erreicht sein wird: «Je höher die Preise, desto geringer die Nachfrage. Unter diesen Rahmen­bedingungen ist es speziell für junge Familien schwierig, den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen.»

Leichte Aufwärtsdynamik bei Eigentumswohnungen

Gemäss Immobilienmarkt-Bericht haben Eigentumswohnungen zu Beginn des vergangenen Jahres noch an Wert verloren, deren Verkaufspreise steigen aber inzwischen wieder leicht an. Gründe für diese leichte Aufwärtsdynamik sind in verschiedenen Bereichen zu suchen: Die Zahl der Einwohner steigt im Rheintal überdurchschnittlich stark an, die konjunkturellen Aussichten für die Region haben sich aufgehellt, und das Zinsumfeld kommt dem Kauf von Wohneigentum weiterhin entgegen.

«Ausserdem haben Privatpersonen Eigentumswohnungen als Anlageobjekt für sich entdeckt», sagt Häle und ergänzt: «Dies kann ebenfalls zu steigenden Preisen führen.» Trifft eine grosse Nachfrage auf ein dünn gesätes Angebot und wurden ­darüber hinaus hohe Summen in den Mietwohnungsbau investiert, während dem Bau von Eigentumswohnungen weniger Beachtung geschenkt wurde, lässt die Preisentwicklung nur eine Richtung zu – nach oben.

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