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RHEINTAL: Versicherungen wollen schnell sein

Am vorletzten Wochenende hat das Hochwasser an vielen Gebäuden Schäden verursacht. Die Versicherungen versprechen schnelles Handeln. Betroffene müssen sich aber an den richtigen Ort wenden.
Remo Zollinger
Das Hochwasser vom vorletzten Wochenende hat in vielen Wohnquartieren Schäden angerichtet. (Bild: Archiv/Remo Zollinger)

Das Hochwasser vom vorletzten Wochenende hat in vielen Wohnquartieren Schäden angerichtet. (Bild: Archiv/Remo Zollinger)

Remo Zollinger

Das Hochwasser hat nicht nur Schäden, sondern auch viel Nachbearbeitung verursacht. Die Versicherungen arbeiten wohl noch lange daran, die vielen Schadenfälle zu bearbeiten. Über 1000 Schadenmeldungen sind an jenem Wochenende bei den Versicherungen im Rheintal eingegangen – alleine die Zurich Versicherung kam in Widnau, Heerbrugg und Balgach auf über 200. Die Gebäudeversicherung des Kantons St. Gallen geht von rund 450 anerkannten Schadenfällen aus und beziffert den Schaden auf 5,5 Millionen Franken.

Besonders getroffen hat es das Mittelrheintal und Altstätten. Die Ursache war oft nicht Wasser, das von aussen in die Häuser eingedrungen ist: Vielfach waren es die überforderte Kanalisation oder der hohe Grundwasserspiegel. So konnte sich das Wasser über verschiedene Stellen, etwa Waschmaschinen oder Duschen, den Weg ins Hausinnere bahnen und dort erheblichen Sachschaden anrichten.

«Anderes» Hochwasser, andere Versicherung

Hier beginnt für die Betroffenen die Herausforderung, denn Schaden ist nicht Schaden und Versicherung nicht Versicherung. Betroffene müssen sich an die richtige Stelle wenden, um vorwärts zu kommen. Grundsätzlich gilt: Dringt Wasser von aussen ins Haus ein, ist die Gebäudever­sicherung des Kantons zuständig. Verursacht das Grundwasser Schäden, wenden sich Betroffene an ihre Privatversicherung.

Weil die Betroffenen in ihrem Haus so schnell wie möglich wieder normal leben möchten, hoffen sie auf eine rasche Bearbeitung ihres Falls. Um der Versicherung das Leben zu erleichtern, sind sie deshalb dazu angehalten, auch selbst Fotos vom Schaden und den beschädigten Gegenständen zu machen – die Schadeninspektoren können ja nicht überall gleichzeitig sein.

Die Versicherungen versprechen ihren Kunden jedoch ein rasches, unkompliziertes Handeln: «Ziel ist, unseren Kunden so schnell wie möglich zu helfen. Üblicherweise können die Schadeninspektoren solche Schäden innerhalb weniger Tage anschauen und beurteilen», sagt Stefan Müller, Leiter Schaden, Sach- und Aussendienst. Bei der Zurich klingt es ähnlich: «Alle Mitarbeiter waren am Samstagmorgen im Büro, später sind die Schadeinspektoren dazu gestossen, die die Schäden sogleich begutachtet haben», sagt Alex Pfister, Generalagent in Altstätten. Und auch die Mobiliar verfolgt diese Maxime: «Bei uns standen am vorletzten Samstag alle Schadendienst-Mitarbeiter sofort im Einsatz. Wir versuchen, die Fälle so unbürokratisch wie möglich abzuhandeln», sagt Fabian Haltinner, Leiter Schadendienst.

Mobiliar und Zurich geben an, bereits am Samstag ersten Kunden Geld ausgezahlt zu haben – viel schneller geht’s nicht. Finanziell entschädigt werden die Betroffenen nicht nur für verlorene Gegenstände oder beschädigte Räume, sondern auch für die angefallene Arbeitszeit und allfällige Zusatzkosten.

Die GVA schreibt eine Minderungspflicht vor

Wer es mit von aussen eindringendem Wasser zu tun bekommt, muss sich bezüglich der Schäden am Gebäude an die Gebäudeversicherung des Kantons St. Gallen wenden. Dort ist nur das Gebäude versichert, nicht aber die Gegenstände in dessen Inneren. Kommt es zu Hochwasserschäden, sind die Betroffenen verpflichtet, sofort aufzuräumen, um Folgeschäden zu vermeiden. Wer die Schadenminderungspflicht missachtet, riskiert, nicht die vollen Versicherungsleistungen zu erhalten.

Spezialvorkehrungen verlangt die Gebäudeversicherung übrigens von den Bewohnern stark gefährdeter Gebiete. Auch hier gilt: Die Anweisungen sind zu beachten, um im Schadenfall eine Leistungskürzung zu vermeiden.

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