RHEINTAL: Rheintaler sind Juniorenmeister

Das Tanzpaar aus Widnau, Marie Louise Leupold und Christof Steger, gewann an der Schweizer Meisterschaft in Luzern mit hauchdünnem Vorsprung.

Maya Seiler
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Das Rheintaler Siegerpaar: Marie Louise Leupold und Christof Steger. (Bild: pd)

Das Rheintaler Siegerpaar: Marie Louise Leupold und Christof Steger. (Bild: pd)

Am Samstag endeten in Luzern die Schweizer Meisterschaften mit den Küren im Kunstlauf, Paarlauf und Eistanz. Wie am Vortag eröffneten die Tanzpaare den Wettkampf. In der Kategorie Jugend erreichten Alina Klein und Maxim Kobelt mit ihrer schönen und fast fehlerfrei getanzten Kür zu Popsongs ein Total von 47 Punkten. Ihren nächsten Auftritt haben sie an einem Schaulaufen im Bernbiet. Für die Saison 2017/18 strebt ihre Trainerin Claudia Aebischer den Aufstieg zu den Advanced Novice an.

Ziel ist Selektion für die Junioren-WM

Nach dem guten Abschneiden im Short Dance musste das Tanzpaar aus Widnau in der Kür doch noch zittern; der Abstand zu den Zweitplatzierten betrug am Ende nur vier Hundertstel.

Marie Louise Leupold und Christof Steger traten mit gut 3,5 Punkten Vorsprung zur Kür an. Die Wertung ihres wunderschönen Kürprogramms zur Musik eines Video-Games wurde durch zwei unglückliche Stürze beeinträchtigt. Zwar konnten sie sich gegenüber ihrem ersten Start bei den Junioren im Vorjahr um mehr als 23 Punkte steigern. Aber am Schluss verwiesen sie das schweizerisch-ukrainische Paar Cindy-Lilli Zimmerli und Volodymyr Nakisko mit nur 0,04 Punkten ganz knapp auf Platz zwei. Für ihren nächsten Wettkampf Mitte Januar im polnischen Torun hoffen Leupold/Steger, die Selektionskriterien für die Junioren-WM zu erreichen. Sie brauchen 18 Punkte im Short Dance und 28 in der Kür.

Nach dem Eistanz wurden die Schweizer Meister im Paarlauf gekürt. Hier siegten wie im Vorjahr Ioulia Chtchetinina und Noah Scherrer, La Chaux-de-Fonds, vor Alexandra Herbrikova und Nicolas Roulet, Neuchâtel. Mit Platz eins im Kurzprogramm und in der Kür verteidigte der 27-jährige Stéphane Walker aus Sion seinen Titel vom Vorjahr; Zweiter wurde der erst 18-jährige Lukas Britschgi aus Frauenfeld.

Bei den Damen war die Ausgangslage offen. Die amtierende Elite-Meisterin Tanja Odermatt konnte verletzungsbedingt in Luzern nicht antreten. Erste im Kurzprogramm wurde Yasmine Yamada vom EC Zürich, der Ausgang des Kürwettkampfs blieb aber bis zuletzt spannend, da der Abstand zur Zweitplatzierten nicht einmal anderthalb Punkte betrug. Aber keine der 23 Damen zeigte ein fehlerfreies Programm; dennoch konnte die erfahrene Yamada ihren Vorsprung aus dem Kurzprogramm stark erhöhen. Mit gut 144 Punkten siegte sie vor Yoonmi Lehman, Lausanne, und Jérômie Repond, Basel.