RHEINTAL: Kriessern kurz vor Finaleinzug

Im Halbfinal-Rückkampf vom Samstag zwischen der Ringerstaffel Kriessern und dem RC Willisau Lions geht es für die einen um die Sicherung des Finaleinzugs und für die anderen um Schadensbegrenzung.

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Marc Dietsche (blau) wird auch im Rückkampf gegen Willisau versuchen, seine Ungeschlagenheit in dieser Saison zu wahren. (Bild: Patrick Dietsche)

Marc Dietsche (blau) wird auch im Rückkampf gegen Willisau versuchen, seine Ungeschlagenheit in dieser Saison zu wahren. (Bild: Patrick Dietsche)

Nach dem deutlichen Resultat vom letzten Samstag – Kriessern gewann in Willisau 22:11 – sind die Positionen klar bezogen. Alles andere als ein Finaleinzug des Gastgebers wäre eine sportliche Sensation. Den Kriessnern ist aber durchaus klar, dass auch der Rückkampf gekämpft werden muss, ehe gefeiert werden kann.

Kriessern hatte in Willisau, in Erinnerung ans klägliche Scheitern im Halbfinal 2015, alles in die Waagschale geworfen. Das Ergebnis hat gezeigt, dass das Team in dieser Formation ausgeglichen und kompakt ist. Der Gegner musste anerkennen, dass die Kriessner so nur schwer zu schlagen sind. Doch die Willisauer haderten nicht lange. Zum einen ist nach dem Kampf vor dem Kampf und Willisau hat sich vorgenommen, die Haut nochmals so teuer wie möglich zu verkaufen. Zum anderen sind sich die Verantwortlichen der Lions bewusst, dass ihrem Team mit einem Durchschnittsalter von 22 Jahren die Zukunft gehört – frei nach dem Motto «Aufgeschoben ist nicht aufgehoben», zumal alle eingesetzten Ringer aus der eigenen Talentschmiede kamen.

Für Coach Hugo Dietsche ging es in dieser Woche darum, bei seinen Leuten die Spannung hoch zu halten. Zu schnell kann, wenn es nicht läuft, eine Begegnung kippen, und dann sind auch elf Punkte Vorsprung so schnell geschmolzen wie Schnee im Rheintaler Föhn. Die Vorlage gibt den Kriessnern allerdings den Spielraum, in der Aufstellung neuen Kräften nochmals eine Gelegenheit zu bieten, sich um einen Platz im Team ins Spiel zu bringen. Diese Athleten dürften diese Gelegenheit nutzen wollen und nicht der Versuchung erliegen, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Dies und die Gewissheit, dass die Mannschaft das wohl zahlreiche Heimpublikum begeistern will, stimmt den Coach zuversichtlich, auch in der zweiten Begegnung mit dem Titelhalter das bessere Ende für sich zu behalten. (dip)