RHEINTAL: Die ganze Region setzt aufs Fahrrad

«Velotal Rheintal», eine Initiative des Landes Vorarlberg, des Kantons St. Gallen und der Gemeinden beidseits des Rheins, möchte die Freude am Radfahren wecken – und das grenzüberschreitend.

Susi Miara
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Vorarlberger Bürgermeister und Rheintaler Gemeindepräsidenten im neuen «Velotal Rheintal»-Regenponcho (von links): Reto Wälter (Gemeindepräsident Diepoldsau), Reto Friedauer (Gemeindepräsident St. Margrethen), Christian Sepin (Gemeindepräsident Au), Christian Loacker (Bürgermeister Götzis), Johannes Rauch (Landesrat Vorarlberg), Rainer Siegele (Bürgermeister Mäder), Marc Mächler (Regierungsrat St. Gallen), Rolf Huber (Gemeindepräsident Oberriet), Kurt Fischer (Bürgermeister Lustenau) und Herbert Sparr (Bürgermeister Höchst). (Bild: Susi Miara)

Vorarlberger Bürgermeister und Rheintaler Gemeindepräsidenten im neuen «Velotal Rheintal»-Regenponcho (von links): Reto Wälter (Gemeindepräsident Diepoldsau), Reto Friedauer (Gemeindepräsident St. Margrethen), Christian Sepin (Gemeindepräsident Au), Christian Loacker (Bürgermeister Götzis), Johannes Rauch (Landesrat Vorarlberg), Rainer Siegele (Bürgermeister Mäder), Marc Mächler (Regierungsrat St. Gallen), Rolf Huber (Gemeindepräsident Oberriet), Kurt Fischer (Bürgermeister Lustenau) und Herbert Sparr (Bürgermeister Höchst). (Bild: Susi Miara)

RHEINTAL. Gemeinsam mit dem St. Galler Regierungsrat Marc Mächler informierte Mobilitätslandesrat Johannes Rauch am Donnerstag in einem Pressegespräch in Höchst über das Projekt Velotal Rheintal. Die Aktion möchte Menschen im Vorarlberger und St. Galler Rheintal dazu anregen, die Region grenzüberschreitend mit dem Fahrrad zu erkunden.

Pendler im Mittelpunkt

«Velotal Rheintal» legt den Fokus dabei nicht nur auf die Freizeitradfahrer, sondern auch auf den grenzüberschreitenden Veloverkehr im Alltag. Gerade für Pendler biete sich in dieser Region das Fahrrad in Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln als Alternative zum Auto an. Um den grenzüberschreitenden Veloverkehr zu stärken, will die Initiative das bestehende Radweg-Netz verbessern und ausbauen. Die Gemeinden auf beiden Seiten des Rheins sollen durch die Vernetzung und den gegenseitigen Erfahrungsaustausch davon profitieren.

Radroutennetz verbessern

«Der Rhein verbindet die Region, trennt sie aber auch», sagte der St. Galler Regierungsrat Marc Mächler. Deshalb brauche das Rheintal eine gemeinsame Strategie. Dazu gehöre eine Verbesserung des grenzüberschreitenden Veloverkehrs, speziell der Rhein-querenden Brückenverbindungen.

Ein Beispiel dafür sei die Verbesserung der derzeit im Bau befindlichen Brücke zwischen Höchst und St. Margrethen. Ziel sei es, eine neue, breitere Brücke zu bauen, auf der auch Fussgänger und Velofahrer sicher den Alten Rhein überqueren können. «Das ist ein gutes Beispiel für die Förderung der nachhaltigen Alltagsmobilität», betonten der Höchster Bürgermeister Herbert Sparr und der St. Margrether Gemeindepräsident Reto Friedauer. Der Bahnhof St. Margrethen sei für die Höchster Bürger per Fahrrad oder zu Fuss rasch erreichbar. Von dort gelangen Pendler und Schüler mit dem Zug innerhalb weniger Minuten nach Bregenz. «Wir planen auch eine barrierefreie Verbindung vom Zoll über das Hiag-Areal bis zum Bahnhof», erklärte Reto Friedauer.

In den kommenden Jahren sind weitere Aktivitäten geplant. Dazu gehören unter anderem die grenzüberschreitende Verbesserung und der Ausbau des Radroutennetzes, die Forcierung von Bike & Ride sowie die Vernetzung der Akteure des Veloverkehrs in der Region. Die Bearbeitung erfolgt durch eine Kerngruppe mit Vertretern des Kantons St. Gallen, des Landes Vorarlberg und des Vereins St. Galler Rheintal, dem die Gesamtkoordination obliegt. Das Projekt ist auf vier Jahre angelegt.

App «BikeNatureGuide»

Dass heute bereits sehr viel mit dem Fahrrad möglich ist, zeigt eine gemeinsam entwickelte Radtourenkarte. Auf sechs grenzüberschreitenden Radtouren kann das Rheintal erkundet werden. Die Routenvorschläge sollen animieren, die Grenzen per Velo zu überqueren und die andere Talseite in der Freizeit kennenzulernen. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen auch für Pendler Informationsmaterialien online oder als Karte beziehungsweise Flyer zur Verfügung gestellt werden. Alle «Velotal»-Routentips findet man auch auf der App «BikeNatureGuide». Das Navi kann gratis für alle Android- und Apple-Smartphones in den App-Stores heruntergeladen werden. Dank der Unterstützung des Landes Vorarlberg und des Kantons St. Gallen steht das Kartenmaterial für die «Velotal»-Region kostenlos zum Download bereit.

Weitere Informationen unter www.velotal-rheintal.com.