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RHEINTAL: Das Erbe der Regionalauswahlen

Am Wochenende beginnt die Rückrunde im regionalen Fussball. Alle acht Rheintaler Vereine der 2. und 3. Liga stecken weder im Abstiegskampf noch wirklich im Aufstiegsrennen. Dennoch herrschte Betriebsamkeit, was Trainerwechsel und Transfers angeht.
Yves Solenthaler
Ein Talent, das beim Stammverein geblieben ist: Jaro Böhrer (17) vom FC Au-Berneck. (Bild: Archiv/ys)

Ein Talent, das beim Stammverein geblieben ist: Jaro Böhrer (17) vom FC Au-Berneck. (Bild: Archiv/ys)

RHEINTAL. Der Befund im Winter: Viele Wechsel in der Winterpause. Fachleute erklären das so: «Die Vorbereitung ist länger als im Sommer, daher können die Neuen besser integriert werden.»

Die Nagelprobe im nächsten Sommer: Wieder viele Wechsel.

Erwiesen ist, dass Abstiegsangst personelle Wechsel begünstigen. Aber Abstiegsangst war es sicher nicht, weshalb sich der FC Au-Berneck im Herbst von seinem Aufstiegstrainer Pepi Memoli getrennt hat – und damit einen Stein ins Rollen brachte, der zu drei Trainerwechseln führte: Andreas Lüchinger trainiert nun Au-Berneck (statt Rüthi), Didi Metzler (vorher in Rheineck) ist sein Nachfolger. Und in Rheineck kann sich nun der 32-jährige St. Galler Pascal Frommenwiler beweisen.

Das Rössli-Spiel der Talente

Eine ähnliche Rochade war bei den Spielern zu beobachten, darin sind auch die zwei überregional spielenden Rheintaler Vereine involviert: Widnau verpflichtet drei Diepoldsauer, Diepoldsau holt einen Staader, Staad begrüsst zwei Rückkehrer aus St. Margrethen, das einen Stammspieler von Widnau lockt.

Ein Nullsummenspiel. Oder wie die Fussball-Funktionäre in schönstem Marketing-Deutsch gerne sagen: Eine Win-Win-Situation.

Interessant an den vielen Transfers innerhalb des Rheintals ist die Tatsache, dass sich die Vereine in diesem Winter meist nicht die Arrivierten abjagten. Vielmehr waren es vor allem Talente, die den Verein gewechselt haben.

Das ist das Erbe der Regionalauswahlen.

Regional statt kommunal

Die jungen Spieler zwischen Staad und Rüthi haben schon als Kinder zusammen trainiert und gespielt, die Trainer im ganzen Rheintal verfolgen ihren Werdegang zum Teil seit sie elf-, zwölfjährig sind. Auch den Sportchefs sind die Talente bekannt, ohne dass sie jahrelang Fussballplätze abklappern müssen. Deshalb verfolgen viele Fussballclubs die Strategie, sich die Dienste der regionalen Talente zu sichern.

Bevor der Stützpunkt Rheintal, der Verein Rheintal-Bodensee oder das Team Rheintal im Aktivfussball Wirkung zeigten, propagierten die Vereine noch die Förderung der Spieler aus dem eigenen Verein.

Oft waren das mehr oder weniger Lippenbekenntnisse. Immer noch kommt es vor, dass in Personalfragen edler geredet als gehandelt wird. Aber die Tendenz geht dahin, die in den Regionalauswahlen nahezu professionell ausgebildeten Talente im Aktivfussball für seinen Verein zu gewinnen.

Das Buhlen um Spieler birgt Streitpotenzial unter den Vereinen. Diesbezüglich ist es allerdings trotz den vielen Wechseln ziemlich ruhig geblieben.

Auch das ist ein Erbe der Regionalauswahlen.

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