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Rheintal braucht Eurocity-Verbindung

Die SBB erwägt, ab 2025 den Eurocity-Zug Zürich – München und München – Zürich in St. Margrethen durchfahren zu lassen. Der Verein St. Galler Rheintal werde für den EC-Halt kämpfen, versichert Ruedi Mattle, Präsident der Fachgruppe Verkehr des Vereins.
René Schneider

Herr Mattle, wie wichtig ist der Halt des Eurocity Zürich – München in St. Margrethen für die regionale Wirtschaft?

Ruedi Mattle: Der Halt ist unverzichtbar. Davon bin ich überzeugt. Der EC gewährt unter anderem schnelle Anschlüsse an die international bedeutenden Flughäfen Zürich und München. Zugverbindungen werden für international reisende Geschäftsleute immer wichtiger. Wer zum Beispiel geschäftlich aus England ins Rheintal will, fliegt über München oder Zürich und kommt im Mietauto oder eben mit dem Zug. Für den Zug spricht, dass man sich nicht um den Weg kümmern muss, mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit pünktlich ankommt und während der Fahrt arbeiten kann. Das setzt allerdings gute, verlässliche und schnelle Bahn-Verbindungen voraus. Im Auto kann man bestenfalls ein paar Telefonate machen.

Die SBB denken erst darüber nach, ab 2025 den Eurocity in St. Margrethen durchfahren zu lassen.

Mattle: Das Thema ist uns nicht neu, weil wir im regelmässigen Gespräch mit allen Beteiligten sind. Doch hat es sich konkretisiert und akzentuiert. Bisher war die Rede von Schwierigkeiten mit diesem Anschluss, von Eventualitäten und vom Suchen nach Lösungen. Jetzt ist der Halt erstmals aus der langfristigen Planung gestrichen. Das heisst zwar nicht, dass das auch so gemacht wird und dass es keine andere Lösung mehr gibt. Aber es wird ein erster Pflock eingeschlagen, gegen den wir uns früh, klar und mit Vehemenz wehren. Der EC-Halt ist sehr wichtig für St. Margrethen und die ganze Wirtschaftsregion Rheintal.

Durchschnitts-Rheintaler wissen wohl kaum, dass in St. Margrethen Eurocity-Züge halten.

Mattle: Das glaube ich nicht. Ich weiss es, seit vielen Jahren. Es sei denn, ich bin kein Durchschnitts-Rheintaler.

Der Verein St. Galler Rheintal will sich mit Vehemenz wehren. Was heisst das konkret?

Mattle: Wir wollen uns auf den Kanälen einsetzen, die wir heute schon benutzen und mit Kanton und Bund zusammen direkt Einfluss nehmen auf die SBB.

Im Communiqué steht, ein politischer Vorstoss auf Bundesebene sei vorgesehen. Wer ist gemeint?

Mattle: Gemeint sind unsere Rheintaler Nationalräte. Einer ist (Thomas Ammann, Red.) Präsident unseres Vereins.

Sie werfen der SBB vor, unsere Region zu diskriminieren.

Mattle: Es scheint, dass die Planung der Investitionen die Nord – Süd-Achse und die Regionen Zürich und Bern gegenüber der Ostschweiz und dem Rheintal bevorzugt. Das gilt auch für den Doppelspur-Ausbau der Rheintallinie. Wir sind jedoch, zusammen mit Basel, die stärksten Exportregionen der Schweiz.

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