RHEINECK: «Weine aus unserem Kanton noch unterschätzt»

Der Branchenverband St. Galler Wein führte im «Hecht»-Saal seine Hauptversammlung durch. Hauptthemen waren die mediale Präsenz des St. Galler Weins und das geplante «Haus des Weines» in Berneck.

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Vorstandsmitglieder und Referenten an der Hauptversammlung des Branchenverbandes St. Galler Wein (hinten v. l.): Hanspeter Bertsch, Andreas Stössl, Stefan Hörner, Ueli Frehner, Markus Hardegger; vorne v. l.: Christian Müller, Ralph Heule, Daniel Fürst. (Bild: Ulrike Huber)

Vorstandsmitglieder und Referenten an der Hauptversammlung des Branchenverbandes St. Galler Wein (hinten v. l.): Hanspeter Bertsch, Andreas Stössl, Stefan Hörner, Ueli Frehner, Markus Hardegger; vorne v. l.: Christian Müller, Ralph Heule, Daniel Fürst. (Bild: Ulrike Huber)

«Die Weine aus dem Kanton St. Gallen werden noch unterschätzt – aber hoffentlich nicht mehr lange», so brachte Daniel Fürst, Ansprechpartner für alle Winzer beim Verein Culinarium, die Probleme und Hoffnungen des Branchenverbands St. Galler Wein auf den Punkt. Die Weinbauern haben daher die Initiative ergriffen, wie auch Vizepräsident Stefan Hörner, der die Jahreshauptversammlung leitete, berichten konnte.

St. Gallen und Wein in Verbindung bringen

«Der Kanton St. Gallen und der Wein müssen künftig in den Köpfen der Konsumenten in Verbindung gebracht werden. Die Qualität unserer Produkte ist ausgezeichnet. Es gilt also, unseren Auftritt und die Medienpräsenz besser zu gestalten, nicht auf den Kunden zu warten, sondern hinauszugehen, aktiv auf den Kunden zuzugehen», zeigte sich Stefan Hörner kämpferisch.

In Zusammenarbeit mit dem Trägerverein Culinarium, der Einheimische und Gäste für regionale Produkte aus St. Gallen begeistern will, wurden bereits zweimal, letztmals im vergangenen Januar in den Olma-Räumen, die «St. Galler Weinspitzen» veranstaltet. Sozusagen eine Leistungsschau des Könnens unserer Winzer. 17 Betriebe präsentierten ihre hoch qualitativen Produkte und zeigten, dass sich die Rebensäfte aus unserer Region wahrlich nicht verstecken müssen. Daniel Fürst konnte mit zahlreichen Zeitungsberichten nachweisen, dass diese Aktion ein breites mediales Echo gefunden hat. Eine Aktion, die ganz im Sinne der von Vizepräsident Stefan Hörner auf­gezeigten Stossrichtung des Branchenverbandes gelegen war: «Wir Winzer müssen gemeinsam für die gleiche Sache einstehen, wir müssen zeigen, was wir wollen, stolz sein auf unser Tun und darüber sprechen.» In die gleiche Richtung weist auch das in Berneck geplante «Haus des Weines», über das Ralph Heule als Geschäftsführer der Weinbau-Genossenschaft Berneck referierte.

Gute Möglichkeit für alle Winzer

Das «Haus des Weines» werde jedem St. Galler Winzer eine hervorragende Möglichkeit geben, sich und seine Qualitätsprodukte zu präsentieren.

Anhand der vorliegenden Architektenplanung konnte Ralph Heule die vielfältigen Möglichkeiten zeigen, die ein solches Haus für jeden einzelnen Winzer, aber auch für den Branchenverband St. Galler Wein bieten wird. Der Baubeginn ist für diesen Sommer vorgesehen.

Markus Hardegger von der Fachstelle Weinbau in Salez warf einen kurzen Blick zurück auf das Jahresgeschehen und berichtete über die Primärsammlung alter Schweizer Rebsorten in Frümsen, die nicht mehr bekannte Namen wie Weisser Elbling, Weisser Heunisch, Schwarzer Erlenbacher oder Blauer Thuner tragen.

Gerhard Huber