Rheineck verliert Kampfspiel

In einem umkämpften, aber wenig ansehnlichen Spiel verliert Rheineck gegen Ruggell mit 1:2 (1:2).

Gerhard Huber, Yves Solenthaler
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FUSSBALL. Das erste Meisterschaftsspiel für Rheineck und Ruggell war spielerisch bescheiden: Es war ein reines Kampfspiel mit vielen Zweikämpfen. Rheineck hatte viermal die Gelegenheit, knapp von der Strafraumgrenze einen Freistoss zu treten. Bis auf einmal (Chiarello knapp daneben) wurde es dabei aber nie gefährlich.

Die Gäste nutzten ihre ersten zwei Chancen zu Toren: In der zehnten Minute bediente Cengiz mit einem Pass aus der eigenen Hälfte Vito Troisio. Der Spielertrainer liess Di Gregorio einfach stehen und verwertete souverän zum 1:0. Den zweiten Treffer erzielte Stefan Bischof sieben Minuten später per Elfmeter. Lichtenstern hatte in einem Gerangel einen Liechtensteiner zu Fall gebracht. 8 Minuten vor der Pause konnten die Gastgeber ausgleichen: Nach einem Gestocher – wie oft in diesem Match waren alle Spieler auf einem Haufen – sprang der Ball zu Kijsters, der volley aus ca. 12 Metern den Anschluss für Rheineck herstellte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Ruggell mehrmals die Gelegenheit, das Spiel zu entscheiden. Kurz nach Wiederanpfiff lief Bischof allein auf Goalie Dietsche, der sich ohne Rücksicht auf Verluste dem Stürmer in die Beine warf. Der Keeper musste nach dieser Tat einige Zeit gepflegt werden, konnte aber weiterspielen. Zwischen der 55. und 60. Minute vergab Ruggell drei erstklassige Chancen aufs 3:1.

Ein Rheinecker Freistoss nach 65 Minuten brachte zwar einmal mehr nichts ein, war aber ein Weckruf. Auch weil Trainer Didi Metzler mit der Hereinnahme von Boog für Lichtenstern auf eine Dreimann-Abwehr umstellte. Rheineck war nun am Drücker, grosse Chancen erarbeitete es sich aber kaum. Nur einmal, in der 89. Minute, war Ruggell nach einem Schuss von Kijsters auf Goalie Rupp angewiesen. Kurz zuvor hatte Augsburger auf der Gegenseite den Ball in den Nachthimmel gedroschen.

Ruggell wehrte sich clever – auch mit Zeitspiel: Als Haas ausgewechselt wurde, humpelte er nicht annähernd wie ein Hase vom Feld – und sah beim Herausgehen eine von nur vier gelben Karten in einem harten Spiel.

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