Rheineck reicht ein Tor zum Sieg

Anton Lleshis Kopfballtor in der 71. Minute genügte einem bescheidenen FC Rheineck, um in Heiden drei Punkte zu holen. Die aufsässigen Vorderländer forderten das Spitzenteam – dieses wankte, fiel aber nicht.

Remo Zollinger
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Heiden machte Rheineck das Leben ganz schön schwer, doch am Ende lagen die Rheintaler im Vorderland ebenso vorn wie hier der junge Nino Crescenti (rechts) gegen Heidens Topskorer Denis Bektesi. (Bild: Remo Zollinger)

Heiden machte Rheineck das Leben ganz schön schwer, doch am Ende lagen die Rheintaler im Vorderland ebenso vorn wie hier der junge Nino Crescenti (rechts) gegen Heidens Topskorer Denis Bektesi. (Bild: Remo Zollinger)

Vor zwei Spielen wechselte Heiden den Trainer: Die Amtszeit Horst Maderthaners ging nach sechs Niederlagen nacheinander zu Ende, Aufstiegstrainer Emilio Knecht ist zurück. Als erfahrener Coach weiss er, wie ein Team zu erreichen ist, dem es nicht gut läuft: Mit einer positiven Einstellung, mit aufbauenden Impulsen. Knecht wirkte äusserst engagiert, ging bei einem Unterbruch auch mal ins Feld, um seinen Spielern Anweisungen zu geben.

Die Vorderländer setzten diese gut um. Es kann ihnen trotz Niederlage kaum ein Vorwurf gemacht werden. Heiden war aufsässig, machte Rheineck das Leben schwer. Und kam zu Chancen. Vor der Pause vergaben zweimal Krizevac und einmal Boog. Auch gegen Spielende, als Rheineck vorn lag, wurde Heiden gefährlich. Doch weil die Gastgeber zu hastig abschlossen (einmal Bektesi, zweimal Knöpfler), gelang ihnen kein Tor. So musste sich der Trainer mit Heidens siebter Niederlage im neunten Spiel abfinden. Der FCH ist mitten im Abstiegskampf. Für diesen hat er gegen Rheineck Moral getankt, aber keine Punkte.

Rheineck überzeugt nicht, spielt zu verkrampft

Auch Knechts Gegenüber wirkte nach dem Spiel nicht restlos glücklich. Im Vergleich mit Heidens Trainer hatte Andy Giger aber eher ein Luxusproblem: Er war trotz drei Punkten nicht überzeugt vom Auftritt seines Teams, empfand ihn als zu verkrampft. Giger stand mit der Meinung, Rheinecks Spiel sei eher bescheiden gewesen, nicht allein da. Viele Spieler pflichteten ihm bei.

Rheineck, das auf Knipser Bojaxhi und Flügel Baumann verzichten musste, überzeugte in der Tat nicht. Der FCR trat nicht auf wie ein Spitzenteam, dominierte das Spiel nie wirklich. Vor allem im zentralen Mittelfeld kauften die Vorderländer den Unterrheintalern den Schneid ab, sie waren in dieser Zone besser. Doch Rheineck kann sich in einem solchen Spiel stets auf die starke Abwehr verlassen. Sie liess in dieser Saison erst sechs Gegentore zu. In Heiden kam keines dazu.

Lleshi rackert, vergibt Chancen und trifft dann

Die beste Phase hatte Rheineck nach der Pause, als Macedo mit einem frechen Absatz-Abschluss scheiterte und Lleshi zwei Chancen ausliess. Eine davon vereitelte Goalie Blatter mit einem sehenswerten Reflex – in einem chancenarmen Spiel war es die bis dahin beste Möglichkeit gewesen.

Eine bessere folgte noch: Der kurz zuvor eingewechselte Imeri bediente Lleshi mit einer mustergültigen Flanke, die der Stürmer mit einem herrlichen Kopfball zum 0:1 veredelte (71.). Das Tor der Partie war Rheinecks Lohn für eine Leistungssteigerung nach der Pause. Es blieb das einzige Tor – auch, weil Crescenti im Eins-gegen-Eins mit Blatter zu unentschlossen war und am Heidener Schlussmann scheiterte.

Und, weil sich die Gastgeber für ihren leidenschaftlichen Auftritt nicht belohnten.

3. Liga, Gruppe 2

FC Heiden – FC Rheineck 0:1 (0:0)

Gerbe – 150 Zuschauer – SR: Wanjek.

Tor: 71. Lleshi 0:1.

Heiden: Blatter; Wild, Bischoff, Camavdic, Shaqiri; Belak; Bektesi, Krizevac, Boller, Gebert; Boog. Eingewechselt: Ulmann, Kehl, Knöpfler, Coentrao.

Rheineck: Dietsche; Bingöl, Di Gregorio, Chiarello, Blend. Ibrahimi; Sutter, Macedo, Lakna, Crescenti; Lleshi, Bucheli. Eingew.: Krijan, Bler. Ibrahimi, Müller, Imeri.

Gelbe Karten: 45. Boog, 65. Kehl, 75. Imeri.