Rheineck mit gefühlter Niederlage – trotz 2:2

FUSSBALL. Ohne jeden Druck konnten die Rheinecker in das kurzfristig auf Donnerstagabend angesetzte Nachtragsspiel gegen den KF Dardania St. Gallen gehen.

Gerhard Huber
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FUSSBALL. Ohne jeden Druck konnten die Rheinecker in das kurzfristig auf Donnerstagabend angesetzte Nachtragsspiel gegen den KF Dardania St. Gallen gehen.

Ohne Druck gut gespielt

Denn in der Tabelle befinden sich die Stapfenwiser im Niemandsland des Mittelfeldes. Nach unten droht schon lange keine Gefahr mehr. Und die Plätze auf dem Siegertreppchen sind ebenso schon seit längerem realistisch gesehen unerreichbar. Die Frommenwiler-Schützlinge hatten in den letzten Spielen befreit aufgespielt, bezwangen zu Hause den FC Rüthi mit 5:1 und rangen auswärts dem Aufstiegsaspiranten FC Schaan ein 4:4 ab.

Geglückte Kombination

Und jetzt kam Dardania auf die Stapfenwis. Ein Club, der tief im Abstiegskampf steckt, der dementsprechend um Punkte kämpfte. Dennoch war Rheineck über 90 Minuten klar überlegen. Macedo erzielte früh, nach fünf Minuten, die 1:0-Führung nach einer geglückten Kombination entlang der linken Aussenbahn. Die von dort kommende Flanke wurde von ihm technisch einwandfrei angenommen, ein Verteidiger ausgespielt, der Tormann mit Körpertäuschung in die falsche Torecke geschickt, und schon war es passiert. Den unnötigen Ausgleich durch Ladki nach einem Eckball der Gäste und anschliessendem Gedränge im Stapfenwis-Strafraum steckte die Frommenwiler-Elf weg und machte weiter das Spiel.

Sieben Minuten Nachspielzeit

Kurz vor der Pause konnte Bingöl auf 2:1 erhöhen. Von Hausmann ideal bedient, schoss Macedo zunächst an die Torstange, den Abpraller konnte Bingöl problemlos verwerten. Auch in der zweiten Halbzeit wurde eigentlich nur auf das Dardania-Tor gespielt. Die St. Galler spielten die Bälle, ohne richtigen Spielaufbau, immer wieder in der Hoffnung auf ihre beiden schnellen Stürmer, hoch nach vorne. Bis zur 90. Minute blieb es bei der 2:1-Führung von Rheineck.

Und es wurde ein hoher Preis für diese Führung bezahlt, waren doch sowohl Kapitän Chiarello als auch Rodrigues mit Verletzungen ausgeschieden. Der Schiedsrichter signalisierte vier Minuten Nachspielzeit, vergass aber offenbar, an seiner Uhr zu drehen.

Denn es dauerte noch beinahe acht Minuten, bis Dardania nach einem hohen Ball und gewonnenem Kopfballduell den unverdienten Ausgleich zum 2:2-Endstand erzielte. Nach der spielerischen Überlegenheit und dem schlechten Zeitgefühl des Unparteiischen war dies für die Kicker von der Stapfenwis trotz des gewonnen Punktes eine gefühlte Niederlage.

3. LIGA, GRUPPE 2 Rheineck – Dardania St. Gallen 2:2 (1:1) Stapfenwis – 80 Zuschauer, SR Nufer. Tore: 5. Macedo 1:0, 28. Ladki 1:1, 42. Bingöl 2:1, 90.+7 Ladki 2:2.