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RHEINECK: Kabelschaden im Versorgungsnetz

Ende März hatte sich in Rheineck ein grober Kabelschaden im Hauptversorgungsnetz ereignet. Aus diesem Grund musste eine provisorische Verbindungsleitung verlegt werden.

2012 hat der Stadtrat beschlossen, an ganzen Quartierstrassen (Trubenhof-, Arnold-Niederer-, Ahornstrasse) LED-Lampen für die Ortsbeleuchtung einzusetzen. Seither wurden in der Gemeinde entlang von Gemeindestrassen und -wegen sowie auf Plätzen gesamthaft 82 LED-Strassenlampen montiert. Daneben sind 370 Natrium-Lampen in Betrieb und 58 Metalldampf-Lampen beleuchten vor allem den Altstadtbereich wie Hauptstrasse, Fahr, Löwenhofstrasse, Weier- und Löntschgasse und Friedhofzufahrt. Die Kantonsstrassen-Leuchten sind nicht einbezogen, da dort in der Regel der Strasseneigentümer (Kanton) bestimmt, wann und wie die Lampen erneuert werden.

Um in etwa zehn Jahren sämtliche Natriumlampen ersetzen zu können, sind pro Jahr 30 bis 40 neue LED-Lampen anzuschaffen. Die Kosten für die Umrüstung sind im Budget 2017 der Elektroversorgung enthalten, das von der Bürgerschaft an der Bürgerversammlung genehmigt wurde. Der Stadtrat hat beschlossen, im Jahr 2017 die Ortsbeleuchtung im Gebiet Neumüli-, Schulstrasse bis Asylstrasse nachzurüsten. Er hat den entsprechenden Auftrag bereits vergeben. Die Nachrüstung erfolgt voraussichtlich im Herbst 2017.

Smart-Metering EW/Wasser

Smart-Meter sind intelligente Zähler, die den Verbrauch der Kunden automatisch an den Versorger übermitteln. Mit Smart-Meter ist ein geringerer personeller und administrativer Aufwand bei Ablesungen nötig, weil die Verbrauchsablesung «von Hand» wegfällt. Ausserdem können Fehlfunktionen früher erkannt werden. Vor zwei Jahren hat der Stadtrat beschlossen, innerhalb von vier bis fünf Jahren das Ablesesystem im EW auf das Smart-Metering-System umzustellen. Nun hat der Rat entschieden, auch bei der Wasserversorgung umzustellen.

462 Zähler bis Ende Jahr installiert

Um in der angestrebten Frist den kompletten Umbau vornehmen zu können, sind jeweils ganze Trafokreise nacheinander umzurüsten und ca. 300 bis 400 Zähler pro Jahr ins System zu inte­grieren. Bis Ende 2016 konnten bereits 462 Zähler in den Trafokreisen Stapfenwis, Buhof und Töber installiert werden. Dies bedeutet in diesen drei Trafokreisen eine erfolgte Umsetzung von etwa 70 Prozent. Diese Kreise sollen 2017 vervollständigt werden, zudem sollen neu die Trafokreise Altensteig und Custerhof ausgerüstet werden.

Die Wasserzähler müssten jedoch weiterhin von Ablesern im Haus erfasst oder durch den Konsumenten abgelesen und der Abonnentenkontrolle gemeldet werden. Die heute standardmässig eingebauten Wasserzähler können jedoch schon seit längerer Zeit nachgerüstet werden und ebenfalls an das im EW eingesetzte Ablesesystem angeschlossen werden. Damit können in den bereits umgerüsteten EW-Trafokreisen auch die jeweils vorhandenen Wasserzähler ins System eingebunden werden. So entfällt dann letztlich der Ablesezyklus Ende Jahr mit Hausbesuchen der Ableseequipe und sämtliche Zählerstände in beiden Versorgungen können zeitgerecht – Ende Jahr, Ende Monat oder bei allfälligen Zügelvorgängen – übers System abgelesen werden.

Bisher sind etwa 30 Wasserzähler ausgerüstet worden. Das System konnte so auf Fehler und Tauglichkeit überprüft werden. Es funktioniert einwandfrei. Der Stadtrat hat deshalb der Anschaffung von 180 Durchfluss-Wasserzählern zugestimmt. Die Kosten für die geplante Nachrüstung in der Wasserversorgung wurden ins Investitionsbudget 2017 eingestellt. Das Budget wurde durch die Bürgerschaft an der Bürgerversammlung genehmigt.

Dreissig Minuten ohne Stromversorgung

Am 30. März um 7 Uhr musste das EW Rheineck einen groben Kabelschaden im Hauptversorgungsnetz zur Kenntnis nehmen. Diverse Industrie- und Gewerbebetriebe sowie viele Haushaltungen blieben während etwa 30 Minuten ohne Stromversorgung.

Wie sich herausgestellt hat, ist ein erdverlegtes Hochspannungskabel, mit einer Länge von rund 900 Metern, das die Hauptverbindung zwischen der Verteilanlage an der Hofstrasse und der Trafostation an der Asylstrasse bildet, durch einen Kabelbrand derart beschädigt worden, dass eine Wiederinbetriebnahme mit örtlicher Reparatur nicht mehr möglich ist. Für die gesamte bisher in Kabelsteinen verlegte Kabelstrecke muss eine neue Rohranlage erstellt und gegraben werden, was die Projekt-Bewilligung durch das ESTI (Eidgenössisches Starkstrominspektorat) erfordert.

Ein solches Planungs- und Bewilligungsverfahren dauert erfahrungsgemäss bis zu einem halben Jahr. Weil nun die bisherige Ringverbindung nahezu ein Jahr lang ausfällt, kann bei einem möglichen weiteren Schadenereignis innerhalb des betroffenen Gebietes, im schlimmsten Fall die Energieversorgung im kompletten, nördlich des Freibaches gelegenen Gemeindegebiets inklusive Industriegebiet Langenhag unterbrochen werden. Die fehlende Ringverbindung würde damit einen Stromausfall in einem grossen Teilgebiet bis zur erfolgten Reparatur bedeuten.

Provisorische Verbindungsleitung

Um diesem Szenario vorzu­beugen, muss eine provisorische Verbindungsleitung von der Trafostation Asylstrasse bis zur Trafostation Turnhalle/Kugelwis verlegt werden.

Diese offen verlegte Rohrleitung führt nun über die Thaler­strasse, hinter dem SFS-Gebäude entlang über Biberhölzli- und Waisenhausweg zur Turnhalle. Die noch einzuziehende Leitung wird so die Ringverbindung wieder sicherstellen, bis die neue Versorgungsleitung erstellt sein wird. (sk)

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