Rheineck im Schweizer Cup

Nach 90 unterhaltsamen Minuten siegt Rheineck im OFV-Cup-Halbfinal gegen Wittenbach mit 1:0 (1:0). Damit spielen die Rheinecker nächste Saison in der 1. Hauptrunde des Schweizer Cups. Rheineck – Wittenbach 1:0 (1:0)

Raffael Zanoni
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Oft waren die Rheinecker – hier Michael Hausmann vor Arber Aliji – einen Schritt schneller als die Wittenbacher. (Bild: Raffael Zanoni)

Oft waren die Rheinecker – hier Michael Hausmann vor Arber Aliji – einen Schritt schneller als die Wittenbacher. (Bild: Raffael Zanoni)

FUSSBALL. Die Hausherren bewiesen von Beginn an, dass sie dieses Duell für sich entscheiden wollten: In den ersten zehn Minuten hatte Rheineck-Stürmer Zinko bereits drei Torschüsse. Wittenbach-Trainer Blumer war deshalb ausser sich, und wies seine Defensive an, den Rheinecker Stürmer zu doppeln. Tatsächlich ging von Zinko danach etwas weniger Gefahr aus.

Starke Teamleistung

Bei den Rheineckern war es gestern Abend jedoch das Kollektiv, das die Wittenbacher mit starkem Pressing kaum zur Entfaltung kommen liess.

In der 31. Minute hätte die Metzler-Elf in Führung gehen müssen: Berisha wurde diagonal lanciert und spielte einen mustergültigen Querpass in den Strafraum. Der defensive Lichtenstern war aufgerückt, und schloss den Angriff auch in der Manier eines Verteidigers ab: Sein Schuss aus rund zehn Metern segelte über das Tor.

Die Gastgeber machten unbeirrt weiter. Und Wittenbachs Überforderung äusserte sich kurz vor der Halbzeit in Form eines Platzverweises (41.): Marku vertändelte als letzter Mann den Ball. Zinko luchste ihm das Spielgerät ab, und wurde allein auf das Tor stürmend von Marku unfair gestoppt. Schiedsrichter Bräker zückte die rote Karte wegen einer Notbremse.

Für diese Unachtsamkeit belohnte sich Rheineck doppelt: Den fälligen Freistoss aus rund 25 Metern versenkte Lendim Ibrahimi mit einem Gewaltsschuss ins lange Eck – 1:0.

Die Führung von Rheineck währte bis zum Schluss. Nicht so die Überzahl: In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit kam FCW-Lichtenstern gegen Flügelspieler Keller zu spät. Zur Verwunderung aller Zuschauer zeigte Michael Bräker noch einmal Rot. Eine zu harte Entscheidung, da Lichtenstern bei seiner Grätsche den Ball fokussierte.

Unnötige Leidenszeit

Trainer Didi Metzler reagierte in der Pause, und stellte seine Mannen mit der Herausnahme des starken Berisha etwas defensiver ein. Doch auch in dieser Formation war Rheineck nach wie vor spielbestimmend.

In der 67. Minute hätte Ibrahimi beinahe seinen zweiten Treffer erzielt. Er erhielt den Ball von FCW-Verteidiger Wüthrich, der nach einem Zweikampf mit Zinko nur ungenügend klären konnte. Ibrahimis Schuss aus 16 Metern parierte Neuhaus aber.

180 Sekunden später hätte Zinko selbst das 2:0 erzielen müssen. Aus spitzem Winkel zog er alleine auf FCW-Goalie Neuhaus los. Letzterer entschied das Duell für sich, indem er lange stehen blieb.

So musste die Städtli-Elf bis zur letzten Minute um den Hauptrunden-Einzug bangen. Und beinahe wäre der Ausgleich gefallen: In Minute 88 traf der Wittenbacher Angehrn per Kopf die Latte. Sechs Minuten später juckte das auf der Stapfenwis keinen mehr, zumal der späte Ausgleich nicht verdient gewesen wäre. Somit zieht Rheineck zusammen mit Zweitligist Uzwil (3:2-Sieg in Tägerwilen) in den Schweizer Cup ein.

OFV-CUP, HALBFINAL

Stapfenwis – 260 Zuschauer – SR: Bräker

Tor: 42. Ibrahimi 1:0.

Rheineck: Schmid; Winterberg, Di Gregorio, Bingöl, Lichtenstern; Schlegel (77. Hajdaraj), Hausmann, Rodrigues, Ibrahimi; Berisha (46. Yürekli); Zinko.

Wittenbach: Neuhaus; Kurzbauer, Marku, Wüthrich, Sabella (46. Brülisauer); Keller, Mario Eberle (77. Oberholzer), Aliji (63. Fabio Eberle), Angehrn; Schenk, Wider.

Gelbe Karten: 22. Kurzbauer, 45. Keller (beide Foul); 47. Zinko (88. Gebrehiwet), 53. Bingöl (beide Reklamieren), 62. Hausmann (Foul), 80. Rodrigues (80. Behinderung), 86. Hajdaraj (Spielverzögerung).

Rote Karten: 40. Marku (Notbremse), 45. Lichtenstern (Foul).